Handball: HSG klarer Verlierer in Dittershausen - Frauen im Pech

Twistetal: Männer mit wenig Chancen, Frauen kassieren Remis nach Spielschluss

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Irgendwie durch: Sofie Grabarz (Twistetal) im Dreikampf gegen die Wesertalerinnen Ida Riedel (rechts) und Tessa Herbold. 

Korbach. 26 Tore im Schnitt hat die HSG Dittershausen in der Handball-Landesliga bislang zugelassen. Auch Twistetal schaffte nicht mehr.

Die HSG-Männer verpassten am Sonntagabend wichtige Punkte im Kampf um den Klassenerhalt; stattdessen rückten ihnen die mit acht Toren Differenz klar siegreichen Dittershäuser bis auf einen Zähler auf die Pelle. 

TSG Dittershausen - HSG Twistetal 33:25 (17:11). Die Gäste, die ohne Glenn Fait und Julian Werner angetreten waren, mussten zudem noch auf den an einer Grippe erkrankten Steffen Fingerhut verzichten. Und auch nach knapp 15 Minuten musste HSG-Coach Dirk Wetekam noch einmal umstellen. Er hatte mit einer offensiven Abwehr begonnen, nach einem frühen Fünf-Tore-Rückstand war er aber gezwungen, defensiver mit einer 6:0- bzw. 5:0:1-Deckung operieren zu lassen. 

Das fruchtete: Ab der 20. Minute konnte die HSG die Begegnung etwas ausgeglichener gestalten. Insgesamt aber konnte sie nicht an die starke Offensiv-Leistung aus dem Baunatal-Spiel anknüpfen: „Die zwei Punkte haben wir auch deshalb nicht eingefahren, weil wir über den gesamten Spielverlauf etwa zehn freie Bälle nicht im gegnerischen Kasten untergebracht haben“, musste Wetekam registrieren.

Nicht nur offensiv war Dittershausen effektiver, auch der Torwartvergleich ging an die TSG, da keiner der HSG-Schlussleute entscheidende Akzente setzen und mal einige freie Bälle entschärfen konnte. 

Twistetal lag mit bis zu sieben Toren hinten, arbeitete sich aber immer wieder heran. Doch wie zu Beginn so musste das Team auch gegen Ende der Partie anerkennen, dass Dittershausen das bessere Team war. Die Gastgeber vergrößerten den Abstand letztlich auf acht Tore. 

Kleiner Trost im Kampf um den Ligaerhalt: Im direkten Vergleich ist die HSG Twistetal wegen des 35:25 im Hinspiel besser, falls dies in der Endabrechnung noch eine Rolle spielen sollte. 

Landesliga Frauen: Twistetal – Wesertal 25:25 (14:11). Es war wie im Hinspiel – eng und umkämpft. Aber doch war die Begegnung diesmal anders für die Frauen der HSG Twistetal. Im Gegensatz zu damals (16:18) holten sie nämlich am Samstag wenigstens einen Punkt.

Im Hinspiel war es die schwache Torausbeute der Twistetalerinnen, die einen Sieg verhinderte. Diesmal war es wohl auch die eine oder andere Schiedsrichterentscheidung. Jedenfalls war Henning Scheele in den letzten zehn Minuten mit der Leistung des Gespanns überhaupt nicht einverstanden. „Denn es wurde uns zu viel weggepfiffen und Wesertal nicht“, ärgerte sich Twistetals Trainer. Was war passiert? 27 Sekunden vor Spiel-ende erzielte Karo Happe das 25:24 für Twistetal. Wesertal suchte einmal über den Kreis den Torerfolg. 

Den Zweikampf am Kreis – quasi mit der Schlusssirene – ahndeten die Unparteiischen mit Siebenmeter. Sekretär und Zeitnehmer gaben den Schiedsrichtern den Hinweis, dass diese Aktion nach Spielende passierte; diese blieben aber bei ihrer Entscheidung. Und so verwandelten die Gastgeber mit der letzten Aktion des Spiels zum 25:25-Endstand. „Die Schlusssekunde müssen wir akzeptieren und nehmen den Punkt ohne Einspruch mit“, sagte Scheele. Er sah das Problem der Gastgeberinnen „klar im Positionsangriff. Wir haben vor allem in der zweiten Halbzeit zu wenig Druck erzeugt“, befand der HSG-Coach, dessen Team daher eine 24:21-Führung in den letzten vier Minuten noch verspielte – freilich nutzte Wesertal auch aus, dass die Heim-Sieben immer wieder technische Fehler abgepfiffen bekamen.

Ihre Stärke, einfache Tore aus einer stabilen Deckung heraus über die erste Welle, spielten die HSG-Frauen vor allem zwischen der 10. und 30. Minute aus. In der zweiten Halbzeit fehlte beim Umschalten das Tempo. Bis zur 20. Minute blieb es bei wechselnden Führungen eng. Erst als Wesertals Ida Riedel (22.) eine Zeitstrafe erhielt, nutzten dies die Gastgeberinnen, um sich bis zur Pause abzusetzen. 

Bei weiter ausgeglichenem Verlauf verteidigte Twistetal bis zur 38. Minute einen höheren Vorsprung (19:15). In den folgenden zehn Minuten gelang aber nicht mehr viel im Angriff. Wesertal stellte im Angriff auf zwei Kreisläufer um und schaffte bis zur 50. Minute (20:20) den Ausgleich, und auch gegen Ende kam der Gast wieder heran. (fs/kaw)

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