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U20-Team pulverisiert Kreisrekord und hat Chancen auf DM-Startplatz

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Bei der Quali zur Team DM der U20 startete die Startgemeinschaft Korbach/Frankenberg. Hinten v.l. Trainerin Andra Schendel, Lilli Pirogov, Pauline Pfannstiel, Malia Siegfried, Julia Stellwag, Lara Nagel, Emma Scholl, Luzie Westmeier, Lea Kolberg, Trainer Karl-Wilhelm Westmeier und Till Vollmar; Vorne v.l. Trainer Manfred Hamel, Janine Cramer, Emilie Schwabauer, Valeria Triolo, Alina Behle, Sophia Schiffmann, Johanna Kleine, es fehlen Chayenne Tarhanis und Michelle Müller
Das starke Team der U20-Startgemeinschaft Korbach/Frankenberg - hinten v. links: Trainerin Andra Schendel, Lilli Pirogov, Pauline Pfannstiel, Malia Siegfried, Julia Stellwag, Lara Nagel, Emma Scholl, Luzie Westmeier, Lea Kolberg, Trainer Karl-Wilhelm Westmeier und Till Vollmar; vorne v.l.: Trainer Manfred Hamel, Janine Cramer, Emilie Schwabauer, Valeria Triolo, Alina Behle, Sophia Schiffmann, Johanna Kleine. Es fehlen Chayenne Tarhanis und Michelle Müller. © pr

Reicht ein Kreisrekord für einen Startplatz bei der deutschen Meisterschaft? Bis 3. Juli müssen die Leichtathletinnen der Startgemeinschaft Frankenberg-Korbach warten, bis sie die Antwort kennen.

Sie können sich aber gewiss sein: Mehr konnten sie wohl nicht tun im Kampf um einen der acht begehrten Plätze bei der DM. Denn bei ihrem zweiten Qualifikations-Wettbewerb in Koblenz überzeugte die Startgemeinschaft der weiblichen Jugend auf ganzer Linie und stellte mit 11259 Punkten einen neuen Kreisrekord auf. Sie übertraf damit das Ergebnis vom Mai in Gelnhausen um unglaubliche 800 Punkte.

Bei diesem Wettbewerb Team-DM können die Vereine in den zwölf Disziplinen maximal drei Athletinnen in drei Disziplinen zuzüglich Staffel einsetzen; die besten zwei Ergebnisse kommen in die Wertung. Bis 3. Juli haben Vereine Zeit, die Quali zu bestreiten.

Kein „Streichergebnis“, aber viel Teamgeist

Grundlage für das überragende Ergebnis war ein gezieltes Training in den letzten Wochen, eine geschlossene Mannschaftsleistung ohne „Streichergebnis“, viele persönliche Bestleistungen und vor allem ein toller Teamgeist. Der Tag begann mit einem Paukenschlag im ersten Wettkampf: Alina Behle sprang in ihrem ersten Stabhochsprungwettkampf auf Anhieb 2,30 Meter und kratzte schon mal am Kreisrekord aus dem Jahr 2003 (2,45m). Auch Johanna Kleine sprang mit 2,10 Metern über die Zwei-Meter-Marke. Das gezielte Training durch Arno Leithäuser hatte sich schon ausbezahlt.

Sophia Schiffmann sprintete über 100 Meter in 12,71 Sekunden knapp an ihre Bestzeit heran und holte mit 588 die höchste Einzelpunktzahl der Startgemeinschaft. Gut auch Sophias Weitsprung von 5,09 Meter (558 Punkte). Mit ihren 1,50 Metern im Hochsprung holte sie 505 Punkte.

Hier sprang Julia Stellwag mit 1,42 Metern persönliche Bestleistung (457 Punkte). Im 100-Meter-Lauf bewies Chayenne Tarhanis alte Sprintqualitäten, als sie mit sehr guten 13,25 Sekunden einlief. Gute Ergebnisse gab es auch im Kugelstoßen. Emma Scholls 10,70 Meter brachten 500 Punkte und Luzie Westmeier holte mit 9,67 Metern 459 Punkte. Noch besser lief es für beide im Diskuswurf – Höchstweite für Emma mit 32,75 Metern (524 Punkte); starke 30,97 Meter und 507 Punkte für Luzie, die mit 31,15 Metern (509 Punkte) auch beste Speerwerferin war.

Lauftalent Lara Nagel verbesserte über 3000 Meter ihre Bestzeit um 22 Sekunden auf sehr gute 11:47,00 Minuten (498 Punkte) und lief dazu noch Bestzeit über 400 Meter (62,15 Sekunden/506 Punkte). In der 4x100m-Staffel lief das Quartett der StG eine tolle Zeit von 51,35 Sekunden, die nur sieben Zehntel über dem Uralt-Kreisrekord aus dem Jahr 1972 liegt. Diesen anzugreifen, ist das erklärte Ziel dieser Saison. Es erscheint realistisch, zumal die Läuferinnen vor der Staffel schon anstrengende Läufe zwischen 400 und 3000 Metern in den Beinen hatten. Malia Siegfried holte über 100 Meter Hürden in 17,68 Sekunden gute 449 Punkte.

Fast ein Drama beim Hürdensprint

Kampfgeist bewies Chayenne Tarhanis, als sie sich nach dem schmerzhaften Sturz an der letzten Hürde schnell aufrappelte und mit noch 18,34 Sekunden über 100 Meter Hürden dem Team 424 Punkte sicherte. Ohne diese Punkte hätte die Startgemeinschaft nicht die südhessische Startgemeinschaft Darmstadt-Gelnhausen, gegen die sie im Mai noch verloren hatten, überflügeln können.

Somit liegt das Team Korbach-Frankenberg auf Rang acht in der Deutschen Bestenliste, der zum Endkampf in Hamburg reichen würde. „Dass wir im Konzert der großen Vereine wie Eintracht Frankfurt, Bayer Leverkusen oder LG Berlin, die mit ihren Ergebnissen sicher für Hamburg qualifiziert sind, mitspielen können, ist schon ein super Ergebnis, auf das unsere Athletinnen stolz sein können“, meinten die Trainer Karl-Wilhelm Westmeier und Andra Schendel.  (mha)

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