Fußball-Verbandsliga Mitte

1:1 - FCE "verbummelt" In Schlussphase den Sieg

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- Allendorf (schä). Nach dem 0:1 gegen Eddersheim vor drei Wochen verabschiedete sich der FC Ederbergland mit zwei ordentlichen Auftritten vom heimischen Publikum und holte dabei vier Punkte. Der einstellige Tabellenplatz, der neben dem frühzeitigen Klassenerhalt das zweite Saisonziel war, ist durch das 1:1 am Sonntag gegen den SC Waldgirmes II gesichert. Gesichert ist auch der Gast; zum einen durch den Punkt, zum anderen aufgrund der Niederlagen von Schröck und Breidenbac, für die uns nun im Saisonfinale ganz eng wird.

Nicht konzentriert genug zu Ende hatte gespielt hatte der FCE die Partie – nach Ansicht seines Trainers. „Wenn es für uns noch um mehr gegangen wäre, hätten wir das Spiel gewonnen, weil wir wahrscheinlich zum Schluss mehr gemacht und uns besser konzentriert hätten“, mutmaßte Frank Frede, der dennoch mit dem Punkt leben konnte.

Hinten zumindest stimmte es über weite Strecken der Partie. Steffen Schäfer, der vor den Kollegen im Teamkreis mit einem Präsent verabschiedet wurde, gab mit Möllmann und Breuer aus ausgebufftes Abwehrgespann und unterband nicht wenige Angriffe der Gäste.

Die trauten sich nach einer knappen Viertelstunde Abtasten als erste etwas mehr in die Offensive, versuchten, das Tempo mit schnellen Bällen in die Spitze zu erhöhen, während der FCE eher versuchte, es zu drosseln und ruhig aufzubauen. Nur bei drei SCW-Angriffen - beim Rest fehlte die Genauigkeit in der Abschlussaktion – wurde es allerdings richtig gefährlich. Schmandt verzog aus neun Metern freistehend deutlich (19.), Sekunden später lag nach einem Stellungsfehler des FCE das 0:1 in der Luft. Doch der fehlerlose Casella parierte, und nach dem Abpraller war für Schlierbachs Direktabnahme der Winkel etwas zu spitz (20.). Auch kurz vor der Pause fand Schlierbach iN Casella seinen Meister, nachdem er sich von Schneider den Ball erobert hatte und allein aufs Tor marschierte. Die Heimelf hatte bis zur Pause nur eine nennenswerte Szene zu bieten: Eickhoff zog nach feinem Citlak-Pass direkt ab - zu hoch (34.).

Nach dem Seitenwechsel fingen die Ederbergländer die Angriffe des Gegners früher ab und setzten dadurch in der Offensive bessere Akzente. Und zwar schon drei Minuten nach Wiederbeginn, als Dominik Karge ein passendes Präsent verwehrt blieb. Das „Geburtstagskind“ köpfte eine Ecke aus fünf Metern eben an den kurzen Pfosten. Nach der direkt folgenden Ecke lenkte Grutzka im Gästetor einen Madarevic-Schuss gerade noch um den Pfosten. Fünf Minuten später das 1:0: Oleg Schneider setzte einen ebenso wuchtigen wie platzierten und unhaltbaren Schuss aus 19 Metern in die Maschen. Ein zweiter hervorragender Schuss aus 20 Metern brachte die Entscheidung – dachten Zuschauer wie auch 80 Prozent der Spieler. Nur die wenigsten hatten gleich begriffen dass der souverände Schiri Kristek Dogan Citlaks Freistoßtor nicht anerkennen konnte, weil der Freistoß nicht indirekt ausgeführt worden war (63.).

So wartete der FCE-Anhang bis zuletzt vergeblich auf das erlösende 2:0, denn die Gastgeber kamen in der Schlussphase kaum noch über die Mittelinie und kassierten schließlich tatsächlich noch den befürchteten Ausgleich. Schon zuvor hatte Casella bei einem tückisch aufsetzenden Freistoß auf die Latte Glück (73.). Wenig später passte dann die Deckung am Fünfmeterraum bei einem schnell ausgeführten Freistoß nicht auf, und Steffen Jordan drückte die flache Hereingabe mit der Fußspitze zum 1:1 ins Netz (79.). Danach musste Casella noch einmal auf der Hut sein, und als Madarevic den davon eilenden Schappert nach einer Kette von Stellungsfehlern nur per „Textilbremse“ stoppen konnte und dafür folgerichtig mit Rot bedacht wurde, musste Ederbergland in Unterzahl sogar um den einen Punkt noch bangen. Denn das letzte Aufbäumen mit einigen ruhenden Bällen brachte keine Gefahr mehr.

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