Olympic Welcome Party mit Viessmann-Sportlern in Allendorf

Viessmann gibt olympiareifes Dankeschönfest - Video

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Allendorf (Eder) - 500 Gäste aus 21 Nationen erlebten einen perfekt inszenierten Abend. Die Hallen am Viessmann-Flugplatz waren eigens salonfähig „umgestylt“ worden.

Stetig gewachsen ist die Sport-Familie des Familienunternehmens Viessmann, das sich nun seit 20 Jahren als Sponsor im Wintersport engagiert. Athleten aus sieben Nationen tragen den Schriftzug des Heiztechnik-Herstellers und bilden quasi eine Art eigenes Team bei Events wie den Olympischen Spielen. „In Sotschi hätte es für das Viessmann-Team zu Platz 7 gereicht im Medaillenspiegel“, sagte Professor Martin Viessmann zur Eröffnung der Olympic Welcome Party in Allendorf.

In jedem Frühjahr empfängt Viessmann „seine“ Sportler im Frankenberger Land, am Ende der Saison im Olympia-Winter steht stets eine Party der besonderen Art. So wie am Samstag. Da brannten Mini-Ausgaben des olympischen Feuers am Flugplatz und wiesen den Gästen den Weg zur großen Flugzeughalle.

Die hatte ein Antlitz erhalten à la
Kurhaus Baden-Baden. Treppauf gelangte man quasi mitten hinein in den „Olympic Park“, in dem die Gäste einen Einblick in die Viessmann-Wintersportarten bekamen. Probeschießen am Biathlon-Schießstand, die Geheimnisse des Wachsens der Langlaufski kennenlernen, per Simulator Pilot und Anschieber sein im Bob. Beim Probesitzen im Zweierbob hatte mancher deutlich mehr Platznot als die Skispringer Richard Freitag und Andreas Wank.

„Ganz wertvoller Partner“

Wie die als Schüler trainiert haben, demonstrierten junge Skispringer auf der kleinen Sprunganlage. „Diese transportablen kleinen Schanzen ermöglichen es, auch an Standorten Nachwuchsarbeit zu betreiben, die keine eigenen Schanzen haben“, sagte Eric Frenzel, der sich an seine Anfänge als Fünfjähriger erinnerte. Im Erzgebirge sei es nicht ungewöhnlich, in diesem Alter Skispringer werden zu wollen anstatt zum Fußball zu gehen oder ein Musikinstrument zu erlernen, sagte der Olympiasieger in der Nordischen Kombination. Er gab sich wie alle anderen Wintersport-Stars offen und volksnah beim „Get toge­ther“ der „Markenbotschafter“, wie Martin Viessmann die Sportstars bezeichnete.

Olympische Momente noch einmal aufleben lassen wolle man an diesem Abend, so Viessmann, der selbst eine Woche in Sotschi seine Athleten besuchte. „Die Berichterstattung über Olympia war vielschichtig. Ich kann nur sagen, dass ich in Sotschi eine vorbildliche Organisation und eine hervorragende Gastfreundschaft erlebt habe.“

Die sportliche Bilanz nicht bewerten wollte Alfons Hörmann. Der Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) mochte lieber die „ganzheitliche Leistung“ der Sportler betrachten, auf die jeder stolz sein könne. Damit meinte Hörmann zum Beispiel die mehrfachen Erdumrundungen, die ein Tobias Angerer auf Langlaufskiern im Laufe seiner Karriere vollzogen habe oder die mehr als 300 000 Schuss, die Andrea Henkel auf die Biathlonscheiben abgegeben hat.„Über all die Jahre war und ist Viessmann einer der ganz, ganz wertvollen Partner für eine intakte Struktur“, so Hörmann, der die Organisation des Mega-Events in Allendorf als „olympiareif“ herausstellte. In der Tat war auch Teil zwei der Party, in der zweiten Etage, gigantisch: ein erstklassiges Galadinner, garniert mit unterhaltsamen Talkrunden, moderiert von Ralf Scholt.

Rodeln mit Philipp Lahm

Der Sportchef des hessischen Rundfunks legte den Fokus nicht nur auf Medaillen und Misserfolge, sondern ließ die Olympioniken aus dem Nähkästchen plaudern. So plauderten die „Rodel-Tobis“ Wendl und Arlt, wie es endete, als sie einmal oben und unten tauschten auf dem Doppelsitzer-Schlitten; Skispring-Olympiasieger Andreas Wank berichtete über sein Praktikum bei Viessmann und den Umzug ins neue Haus. Und Felix Loch erzählte, dass er Bayern Münchens Kapitän Philipp Lahm demnächst im Doppelsitzer mitnehmen will und beim Mountainbiken von älteren Damen überholt wird. „Aber die haben ein E-Bike mit Motor. So etwas legen sich ja viele Leute zu, wenn sie in die Jahre kommen, ich hab’ gehört, der Schorsch Hackl kauft sich demnächst auch eines“, frotzelte der Rodler, der Deutschlands erstes Gold in Sotschi geholt hatte.

Hackl, seinerzeit der erste Einzelsportler, den Viessmann ins Boot holte, gehört zu den Teammitgliedern, die beweisen, wie sehr sie die Partnerschaft zu Viessmann schätzen. Denn die meisten bleiben nach ihrer aktiven Laufbahn dem Unternehmen verbunden; so wie etwa auch Uschi Disl, die zweifache Mutter, die unter anderem vom kürzlich erfolgreich absolvierten Wasa-Lauf berichtete – „allerdings die 30 Kilometer. 90 müssen es nicht mehr unbedingt sein“, sagte die Bayerin.

Letztmals als aktive Sportlerin nahm Andrea Henkel teil, die die Ehre hatte, neben Martin Viessmann und Hessens Innen- und Sportminister Peter Beuth am Tisch Platz zu nehmen. „Mal sehen, wie es mir ab 1. Mai geht“, sagte die „Oma“ im deutschen Biathlon-Team mit Blick auf den traditionellen Start in die Saisonvorbereitung – erstmals ohne die 36-Jährige. Sie habe viele Ideen für die Zukunft, „aber ich muss alles erst mal strukturieren“, sagte Henkel, die gern als Personal-Trainer arbeiten möchte. Auf was sie am ehesten verzichten kann aus dem Weltcup-Zirkus, weiß sie aber schon: „Auf die Dopingkontrollen und das Adams-System mit seiner ständigen An- und Abmelderei“.

„Fühlen uns wie dahoam“

Auf Besuche bei Viessmann dürfte Henkel wohl nicht verzichten. Am Samstag wurde deutlich, dass Termine bei diesem Sponsor alles andere als reine Pflichtveranstaltungen sind für Deutschlands Top-Wintersportler. Einer, der nun auch abtritt, brachte es auf den Punkt: „Das Viessmann-Team ist wie eine große Familie. In Bayern würden wir sagen: Wir fühlen uns wie dahoam“, sagte Tobias Angerer am Ende von mehr als fünf Stunden Kurzweil. Vorzeitig „abgeseilt“ hatte sich da noch keiner der Sportler. Im Gegenteil. Im tollen Ambiente der Welcome-Party stürmten die meisten kurz vor Mitternacht das Dessert-Buffet und trennten sich erst in den Morgenstunden.

Von Dirk Schäfer

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