WLZ-Serie Rückenfit mit den Vipers: Scheibenwischer und Katzenbuckel

Brust- und Lendenwirbelsäule im Fokus

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Diese Übung heißt Scheibenwischer und tut der Lendenwirbelsäule gut, In Aktion hier Petra Nagy, Mediziner Thomas Junker gibt Hinweise.

Katzenbuckel, Oberkörperschwebe, Scheibenwischer: Die Namen einzelner Übungen der zweiten Folge unserer Serie „Rückenfit mit den Vipers“ deuten mal mehr, mal weniger an, wofür sie denn gut sind. Im Fokus stehen Brust- und Lendenwirbelsäule.

Beim Training der Brustwirbelsäule werden ebenfalls Muskeln im Rücken trainiert. Das ist für ein Programm, das den ganzen Rücken in den Blick nimmt, unerlässlich. Auf einen vermutlich weithin unbekannten Aspekt weist Thomas Junker, einer der begleitenden Ärzte dieser Serie, hin. „An den Wirbelkörpern der Brustwirbelsäule sind links und rechts jeweils zwei Rippen befestigt.

Ein flexibler Rücken in dem Bereich führt dazu, dass die Rippen und damit unsere Atmung besser funktionieren. Es hängt dann doch vieles mit vielem zusammen.“ Nicht zuletzt beugt regelmäßige Bewegung der Brustwirbelsäule einem Buckel (Hyperkyphose) vor, wie er mitunter bei älteren Leuten zu beobachten ist. Dabei handelt es sich um eine extreme Krümmung der Wirbelsäule nach hinten. „Um dem entgegenzuwirken, sind diese Übungen wichtig“, sagt Junker.

Bloß kein Hohlrücken

Weitere Übungen dienen dem Training der Lendenwirbelsäule. Sie sollen dem Hohlrücken vorbeugen. Diese häufige Fehlhaltung werde dadurch provoziert, dass die vordere Muskulatur am Rumpf relativ schwach ausgeprägt sei und die Muskulatur im Lendenwirbelsäulenbereich immer dazu neige, eher zu verkürzen, erklärt Junker.

Der Hohlrücken: kann einerseits aus Angewohnheit entstehen – die Mediziner sprechen dann von einer funktionellen Fehlhaltung. Dahinterstecken kann aber auch eine organische Erkrankung. „Menschen, die Arthrose in den Hüften haben, mit Spinalkanalstenose (Verengung des Wirbelkanals) oder ein Wirbelgleiten, leiden besonders häufig darunter“, sagt Junker. Diesen Patienten kommt eine kräftigere Rumpfmuskulatur sehr zugute.

Effektiv: „Gruppentraining“

Ein weiterer Hinweis: Effektives sportmedizinisches Training sollte man so gestalten, dass man immer den Agonisten mit dem Antagonisten (Spieler mit dem Gegenspieler) trainiert. Thomas Junkers Rat: „Niemals getrennt einen Muskel nur, weil das unweigerlich zu einer Fehlhaltung führt. Viel besser ist es, ganze Muskelgruppen zu trainieren.“ Zu den Antagonisten der Rückenmuskulatur (Brust und Bauch) kommen wir übrigens zum Abschluss unserer Serie.

Rückenfit mit den Bad Wildungen Vipers, Teil 1

Rückenfit mit den Bad Wildungen Vipers, Teil 3

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