Auch der hessische Verband setzt auf eine verkürzte Saison

Volleyball: Nur noch eine Einfachrunde

Auch im Wartestand: Die Bad Arolser Volleyballerinnen, hier im Bild Julia Schäfer-Stelter (Mitte) und Jonna Rudolf (rechts), sind in der Pause. Wenn es wieder losgeht, soll nur noch eine Einfachrunde gespielt werden.
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Auch im Wartestand: Die Bad Arolser Volleyballerinnen, hier im Bild Julia Schäfer-Stelter (Mitte) und Jonna Rudolf (rechts), sind in der Pause. Wenn es wieder losgeht, soll nur noch eine Einfachrunde gespielt werden.

Auch die hessischen Volleyballer haben eine Entscheidung über die Fortführung der Spielzeit 2020/21 getroffen: Die Saison soll nur noch als Einfachrunde gespielt werden, informierte der Hessische Volleyball-Verband (HVV).

Bad Arolsen/Frankenberg – Bislang hatte der Verband seine Runde aufgrund der Corona-Pandemie nur unterbrochen, zunächst bis Ende November, danach bis Ende Dezember. „Da dem HVV bewusst ist, dass eine Wiederaufnahme des Spielbetriebs nur mit einer vorherigen Trainingsphase sinnvoll ist und wir dafür von mindestens zwei Wochen ausgehen, erscheint ein Spielbetrieb erst frühestens ab Ende Januar/Anfang Februar möglich“, heißt es in dem Schreiben an die Vereine. „Um eine Verlängerung der Saison zu vermeiden, sehen wir nur die Möglichkeit, die aktuelle Runde in eine Einfachrunde zu ändern. Dies bedeutet: Jede Mannschaft spielt nur einmal gegen die anderen Mannschaften der Staffel.“

Dabei sollen die bisherigen Spiele in der Wertung bleiben und die Spielplan soll angepasst werden. Der HVV will versuchen, die Heimmannschaften stabil zu halten, um bereits reservierte Hallen nutzen zu können. Ziel ist es, dass jede Mannschaft einmal gegen eine andere spielt, um die Saison werten zu können.

Dabei weicht der Verband aber die Auf- und Abstiegsregelungen auf: Direkte Auf- und Absteiger soll es nicht geben, am Ende der Saison sollen vielmehr Relegationsspiele zwischen dem ersten der unteren Liga und dem letzten der oberen Liga stattfinden.

Allerdings weißt der Verband auch auf die Möglichkeit hin, dass Trainings- und Spielbetrieb im Januar und Februar aufgrund der Vorgaben der Behörden noch nicht fortgeführt werden könnten. „In diesem Fall wäre zu prüfen, ob und bis wann eine Einfachrunde noch durchführbar wäre. Hierzu können wir aber keine genaueren Aussagen treffen“, erklärt der Verband und stellt klar: „Sollte die Einfachrunde nicht bis zum 30. April 2021 abgeschlossen werden können, erfolgt keine Wertung der Saison.“ In dem Fall findet kein Auf- oder Abstieg statt.

Bei den Frauenteams des VfL Bad Arolsen und des TSV Frankenberg stößt die Verbandsentscheidung auf Zustimmung. „Eine Doppelrunde wäre nicht möglich gewesen“, sagt TSV-Abteilungsleiter Uwe Burkard.

„Aus sportlicher Sicht ist die Entscheidung natürlich nicht gut, aber aus gesundheitlicher Sicht ist sie die einzig richtige“, erklärt VfL-Trainer Marco Lenz. Er weist aber daraufhin, dass es schwerer sei, die Spielerinnen auf eine Einfachrunde vorzubereiten, weil es vom Kopf her anders sei.

„Es gibt kein Rückspiel und jedes Spiel ist quasi ein K.o.-Spiel.“ Im neuen Jahr hat der VfL einen Heimspieltermin (31. Januar). Lenz hofft, dass diese Spiele ausgetragen werden. Bevor die Saison fortgeführt werde, müsse aber mindestens eine zweiwöchige Vorbereitung möglich sein, ansonsten sei das Verletzungsrisiko zu groß.

Auch mit der Auf- und Abstiegsregel sind Lenz und Burkard einverstanden. Eine halbe Runde sei nicht aussagekräftig, dazu seien die Pausen in diesem Jahr nicht förderlich für die Leistungen der Mannschaften gewesen. (tsp/rsm)

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