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Wackelt die Derby-Bilanz?: TuSpo Mengeringhausen zu Gast in Goddelsheim

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Huckepack: Marcel Löhndorf (Mengeringhausen) hat im Hinspiel Höhenvorteile gegen Mirco Grosche. © Artur Worobiow

SG Goddelsheim/Münden- und der TuSpo Mengeringhausen bereiten sich auf das erste Treffen von zwei Waldecker Fußball-Gruppenligisten nach der Winterpause vor. Der TSV/FC Korbach ist zu Gast in Schwalmstadt und der TSV Altenlotheim reist nach Hertinghausen.

Goddelsheim/Münden- TuSpo Mengeringhausen (Hinspiel 1:0). Ginge es nach dem Gesetz der Serie, könnte die Partie am Sonntag (15 Uhr) in Goddelsheim nur einen Gewinner kennen: die Lichtenfelser. Ihre Saisonbilanz gegen Mannschaften aus demselben Fußballkreis ist mit bisher drei Siegen ohne Gegentor nicht zu toppen

Die Statistik interessiert SG-Trainer Jens Fresen nicht wirklich, und auch sein TuSpo-Kollege Oliver Hintschich hält sich mit dem 0:1 im Hinspiel nicht mehr auf. „Es liegt mehr als sechs Monate zurück, wir haben eine ganze neue Ausgangssituation“, sagt er. Nähergekommen sind sich beide Mannschaften seither kaum – nach dem achten Spieltag war die SG dem TuSpo sieben Punkte voraus, jetzt sind es sechs.

Der Start in den zweiten Saisonabschnitt ist den Gästen mit dem 5:3 über Hertingshausen besser geglückt als den Gastgebern, die in Edermünde mit 0:2 verloren. „Wir haben ein wenig an Einstellung vermissen lassen und uns dem Kampf auf tiefen Untergrund nicht gestellt“, sagt Fresen dazu. Gegen den TuSpo erwartet er eine deutlich höhere Eigenmotivation.

Trainer Fresen: Derby kommt gerade recht

Fresen geht noch weiter, indem er glaubt, „dass ein Derby aktuell genau recht kommt“. Viereinhalb Monate hat sein Team nicht auf heimischem Rasen gespielt. Die Vorfreude ist groß – und wird wohl nicht ins Leere laufen: „Ich sehe die Partie nicht gefährdet. Sofern nicht wieder der Winter einbricht, werden wir spielen“, sagt Fresen.

Der Trainer will schnell die 40-Punkte-Marke knacken, „um sorgenfrei der restlichen Saison entgegenzusehen“. Vom TuSpo erwartet er maximale Gegenwehr: „Mit Mengeringhausen kommt sicherlich eine kampfstarke Truppe auf uns zu.“

Hintschich lobt bei seinem Team den Zug zum Tor

Hintschich könnte das wohl so zusagen. „Wir gehen das Spiel genauso so an wie das am zurückliegenden Samstag“, lässt er wissen. Der TuSpo-Coach freut sich auf ein Spiel auf Rasen, den er tief erwartet. „Das heißt, dass wir uns auf die einfachen Dinge konzentrieren werden: hoher läuferischer Aufwand, viel Einsatz“ – damit war er auch auf Asche gegen Hertingshausen zufrieden.

Das schnörkellose Angriffsspiel, die Fülle erarbeiteter Chancen und den Zug zum Tor lobt Hintschich ebenfalls. Kritisch anzumerken bleiben die drei Gegentore. „Dass dies nicht die Regel sein sollte, ist der Mannschaft schon gesagt worden“, erzählt er. Hintschich rechnet für Goddelsheim mit demselben Kader wie am Samstag. Bei der SG wird Marco Vesper definitiv ausfallen, er hat sich einen Bänderriss zugezogen. bb/mn

Tenbusch warnt vor Jerkovic

Schwalmstadt – Korbach (Hinspiel 0:0/So., 15 Uhr). Im Hinspiel suchte der TSV/FC unter dem Eindruck der vorangegangenen 0:4-Klatsche gegen die SG Goddelsheim nach Balance und fand sie. „Es war ein hartes Stück Arbeit“, weiß Trainer Uwe Tenbush, und fordernde Maloche ist es, die er auch am Sonntag in Ziegenhain erwartet. Die Lage ist allerdings eine andere.

Nach jenem 0:0 war der 1. FC Zweiter mit acht Punkten mehr im Besitz als Korbach. Heute sind die Hansetädter Dritter – und weisen 13 Punkten mehr vor als ihr Gegner.

Schwalmstadt hat seine zwei Spiele nach der Winterpause verloren, beim 1:3 in Altenlotheim beobachtete Thorsten Beil, Co-Trainer des TSV/FC, die Mannschaft von Marco Schwab. Beeindruckt hat ihn vor allem Kapitän Vedran Jerkovic, ein exzellenter Techniker und Schütze. „Er darf nicht so oft an den Ball kommen“, sagt Tenbusch. Entgegenkommen könnte seinem Team, dass auch der 1. FC grundsätzlich spielerische Lösungen sucht.

Beim Unterfangen, den vierten Sieg in Serie zu holen, fehlt den Korbacher weiter Niklas Nowotny (Sportverbot). Betim Veseli zog sich beim 4:1 gegen Homberg eine Prellung am Fuß zu. Abzuwarten bleibt, wie die A-Junioren die Belastung des Hessenpokal-Spiels am Samstagabend gegen Hessen Kassel wegstecken.

Altenlotheim will Schwachpunkt nutzen

Hertingshausen – Altenlotheim (3:4/So., 17 Uhr). Mit zuletzt sechs Punkten im Rücken trifft Altenlotheim auf Kunstrasen in Baunatal auf einen Gegner, der nach der Winterpause bisher leer ausgegangen ist. „Wir wollen auf jeden Fall den Schwung der letzten Wochen mitnehmen und Hertingshausen ein schweres Heimspiel bereiten“, sagt Spielertrainer Robin Wissemann. Mit einem weiteren „Dreier“ wären er und die Seinen bis auf drei Zähler am Rangachten dran.

Schwachpunkt des Teams von Tobias Fehr ist die Defensive, nach dem 3:5 zuletzt gegen Mengeringhausen stehen satte 48 Gegentore in den Büchern. Dafür ist der Angriff nicht der schlechteste. „Hertingshausen hat mit Ciba und den Kraus-Brüdern drei Schlüsselspieler, die wir neutralisieren müssen“, sagt Wissemann – das Trio erzielte 30 von 41 Hertingshäuser Toren.

Gut für die Gäste: Patrick Wissemann und Sascha von Drach kehren ins Team zurück, vielleicht auch Till Buckert. Die Partie findet auf Kunstrasen statt, weil im Hertingshäuser Sportpark nichts geht. Daher auch die späte Anstoßzeit.  mn/bb

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