Nur 114 Meter im zweiten Durchgang 

Skispringer Stephan Leyhe nach Platz 25: Rückschläge sind normal

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Es kann nicht immer klappen: Stephan Leyhe, am Weltcup-Sonntag in Nischni Tagil nur 25. (Archivfoto) 

+ + + Aktualisierte Fassung +++Nischni Tagil. Rückschlag für Stephan Leyhe: Nach nur 114 Metern im zweiten Durchgang hat der Springer vom Ski-Club Willingen beim zweiten Weltcup-Einzel in Nischni Tagil im Ural nur den 25. Platz belegt - sein schlechtestes Resultat des Winters bisher. 

Nach der ersten Runde mit 127 Metern und Platz acht hatte Leyhe sich bei elf Zählern Rückstand zum Führendem und späterem Sieger Ryoyo Kobayashi aus Japan (132,5 m) noch eine weitere Topplatzierung ausrechnen können - nach seinem bärenstarken vierten Rang am Samstag. Bundestrainer Werner Schuster verwies zwar auf einen "kleinen Fehler" des Schwalefelders, der zudem nicht die besten Verhältnisse hatte, traute ihm aber im zweiten Sprung noch einiges zu.

Daraus wurde nichts. Leyhe  wurde im Flug vom Rückenwind erwischt und augenscheinlich förmlich zu Boden gedrückt. Enttäuscht quittierte der 26-Jährige die frühe Landung. "Der Sprung war einfach nicht gut", ließ er später per Whatsapp wissen. Und im ersten Sprung sei "zu aggressiv in der Luft gewesen". 

Leyhe: Muss aus Fehlern lernen

Mit seinen insgesamt 221,6 Punkten war Leyhe im internen Vergleich der DSV-Springer nur Vierter. Am besten sprang Karl Geiger. Seine 248,7 Punkte führten ihn auf Platz fünf. Das Treppchen mit dem weiter überragenden Kobayashi (273,1 Punkte), dem Rangzweiten Johann Andre Forfang aus Norwegen (259,2) und dem Polen Piotr Zyla (258,9) als Drittem war freilich ein Stück weg.

„Aus den Fehlern muss ich lernen. Im Moment steht es noch auf des Messers Schneide, ob der Sprung klappt oder kippt“, haderte Leyhe im ZDF-Interview nicht mal mit den äußeren Bedingungen. Auch in der Qualifikation (12.) war ihm der Sprung nicht optimal geglückt. Insgesamt blieb Leyhe aber gelassen: "Rückschläge sind normal, wäre ja zu schön, wenn es jedes Wochenende so gut laufen würde."  

Heimspiel am nächsten Wochenende

Vor Leyhe landeten auch Markus Eisenbichler (10.) und Andreas Wellinger (13.), schlechter schnitten David Siegel (29.), Severin Freund (30.) und Richard Freitag (31.) ab, der nach einem Sturz im Finale noch einmal springen durfte.  Bundestrainer Schuster sprach von Licht und Schatten. 

Noch am Abend wollten der DSV-Tross zurück in die Heimat fliegen. Schon um 2 Uhr nachts Ortszeit kam der Bus zum Flughafen. Der nächste Weltcup wird dann für Leyhe zum Heimspiel, in Titisee-Neustadt dürfte er auch eine große Gruppe der „Free Willis“ aus Willingen begrüßen. 

Mit Antti Aalto (6.) aus Finnland und auch Lokalmatador Evgenij Klimow (8.) behaupteten sich zwei der in diesem Winter nach vorne gekommenen Springer wieder unter den Top ten. Prominente Namen wie Gergor Schlierenzauer aber verfehlten das Finale. Im Weltcup führt Kobayashi (420) weiter deutlich vor Zyla (285), Stoch (276) und Forfang (255). Leyhe (191) ist als Fünfter vor Geiger und Wellinger bester DSV-Springer. (be/mn)

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