Willinger überragt beim Mannschaftspringen 

Stephan Leyhe führt deutsches Team zum Sieg in Zakopane 

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In bester Stimmung:: Stephan Leyhe führt die deutsche Mannschaft zum ersten Weltcupsieg des Winters (Archivfoto). 

+ + + Aktualisiert + + + Ein Stephan Leyhe in Topform hat die deutsche Mannschaft im dritten Team-Springen des Winters zum ersten Sieg  geführt. In Zakopane war der Mann vom Ski-Club Willingen der stärkste Springer der Konkurrenz.

Zakopane - Constantin Schmid, Markus Eisenbichler, Leyhe und Karl Geiger verwiesen mit 1182,2 Punkte die Norweger (1142,2) mit 40 Punkten Vorsprung, umgerechnet mehr als 22 Meter, auf Platz zwei. Slowenien (1125) belegte den dritten Platz. Nach zuvor einem fünften und einem sechsten Rang war es mit Abstand das beste deutsche Ergebnis im dritten Teamwettkampf des Winters.

Leyhe bestätigte seine jüngsten Leistungssteigerung. Mit seinen 310,9 Zählern hätte er eine Einzelwertung gewonnen - knapp vor Tournee-Primus David Kubacki aus Polen (310,6) und seinem Teamkollegen Karl Geiger (305,6).

"Ein grandioser Sprung"

Der 28-Jährige Schwalefelder hielt die Bälle flach: "Zwei gute Sprünge, super Teamleistung. Die Schanze liegt uns gut", erklärte der Mann des Tages gegenüber der WLZ. 

Euphorischer Markus Eisenbichler, der schon vor der Entscheidung gewusst hatte: "Stephan war sensationell." Vor allem im ersten Durchgang.  Leyhe hatte  die deutschen Vier nach einem mäßigen Auftakt von Schmidt (123 Meter) und der guten Leistung von Team-Rückkehrer Eisenbichler (133) mit bärenstarken 139 Meter bis auf 0,8 Punkte an die zunächst deutlich führenden Norweger herangeflogen. Der beste Sprung des Durchgangs. 

Siegerfoto mit Lächeln: Markus Eisenbichler, Stephan Leyhe, Karl Geiger und Constantin Schmid zeigen sich zufrieden auf dem Podest in Zakopane.

Weil dann Johann Andre Forfang im Duell der vierten Springer deutlich (122,5) hinter Karl Geiger (133) zurückblieb, ging Deutschland als führende Nation mit umgerechnet elf Metern Vorsprung in den zweiten Durchgang.

In der ARD feierten sie während der Übertragung den Schwalefelder überschwänglich. "Ein grandioser Sprung", jubelte Tom Bartels. Sein Co-Kommentator Dieter Thoma wusste: "Es war abzusehen, man hat gemerkt, dass er immer besser in Schwung kommt." Leyhe war ja zuletzt in Titisee bester Springer seiner Mannschaft. 

Schlechter Wind stoppt Leyhe nicht 

Bundestrainer Stefan  Horngacher, der nach Leyhes Topsatz die Faust euphorisch geballt hatte, fand: "Er hat wirklich einen super Sprung gemacht." Dann  schaute er aufs Finale: "Ich hoffe, er ist pünktlich am Schanzentisch."

Im zweiten Durchgang beeindruckte zunächst der Japaner Yukia Sato - mit einem Satz auf die Schanzenrekordweite von 147 Meter. Die Jury reagierte auf die fast perfekten Bedingungen, verkürzte den Anlauf wieder um zwei Gates. 

Schmid landete dennoch bei guten 136,5 Meter, Norwegens Marius Lindvik konterte mit 140 Metern. Eisenbichler (123,5) baute dann trotz leicht kürzerer Weite gegen Robert Johansson (133,5) die Führung wieder leicht aus.

Dann kam Leyhe - und erreichte trotz schlechten Winds 136,5 Meter. Deutlich mehr als Daniel Andre Tande (129.5). Geiger brachte als letzter DSV-Springer mit 142 Metern den Erfolg überragend nach Hause. Er sprang fast zehn Meter weiter als Forfang.

"Mit Leyhe ist auch im Einzel zu rechnen", meinte Dieter Thoama in der ARD. Es beginnt an diesem Sonntag um 16 Uhr (ARD und Eurosport). Leyhe formulierte seine Ziel knapp so: "Gleiche Sprünge." (mit dpa)

  

    

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