Sprint-DM in Willingen: Spannende Rennen, wenig Athleten

Wieder Favoritensieg

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- Willingen (ni). Keine zwei Stunden, dann waren alle Titel verteilt. Im gegenüber dem Einzel noch einmal geschrumpften Starterfeld der Skilanglauf-DM in Willingen war Weltcupstarter Josef Wenzl im Teamsprint erneut nicht zu schlagen.

Nur 58 Paare stellten sich von Jugend 16 bis zu den Herren dem nationalen Wettstreit in der EWF-Arena auf dem Roth. Bei den Damen waren es gar nur zwei Zweierteams, die die 1200 m im Wechsel jeweils viermal in der freien Technik bewältigten. Vorzeitig abgereist war unter anderem Lucia Anger aus Oberstdorf, der bereits am Vortag mangels Masse für ihren Sieg die offiziellen Meisterehren verwehrt blieben.

Als „unglücklich“ bezeichnete denn auch Sabine Reuss, Vizepräsidentin des Deutschen Ski-Verbands, die schlechte Terminplanung mit Blick auf die heute in Oberstdorf beginnende Tour de Ski. Bis auf den Sprintspezialisten Josef Wenzl waren deshalb keine Spitzenleute ins Upland gereist. „Dabei sollten die Jungen doch ihre Vorbilder erleben und auch der Veranstalter ein angemessenes Teilnehmerfeld haben“, sah Reuss dringenden Handlungsbedarf.

Schon in Willingen hatte sie in einer Sitzung unter anderem mit Markus Cramer, dem neuen Cheftrainer Nachwuchs, darüber beraten. Bundestrainer Jochen Behle hatte bereits eine Abkopplung und Verlegung der Titelkämpfe für Damen und Herren in den Oktober angedacht.Der unpassende Termin allein aber konnte die schmalen Starterfelder nicht erklären. „22 sind erst gar nicht angereist“, rätselte Reuss über die Gründe. „Vier, fünf können sicherlich krank sein, aber nicht 22.“

Die 116 „Schnellläufer“, die aus sieben Landesverbänden angereist waren, gaben ungeachtet dessen auf der anspruchsvollen 1200-m-Schleife mit knackigen Anstiegen und rasanten Abfahrten ihr Bestes. Teilweise wurden die Meister-Paare erst im Foto-Finish gekürt.

Mehr lesen Sie in der WLZ-FZ vom Donnerstag, 30 Dezember.

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