Fußball-Gruppenliga

SC Willingen in die Relegation - und der TSV Sachsenhausen auch

- Willingen/Korbach (ni/mn). Der SC Willingen hat den Sprung in die Relegation zur Verbandsliga geschaffft. Mit dem 4:1 gegen den FSC Gensungen/Felsberg sicherten sich die Upländer auf den letzten Drücker den Vizetitel hinter dem Melsunger FV, der mit dem 3:0 in Mengsberg sein Meisterstück baute. Erster Gegner des SCW ist am Mittwoch auf neutralem Platz in Mengsberg der Verbandsliga-Fünftletzte TSV Grebenhain. In die Abstiegsrelegation der Gruppenliga muss der TSV Sachsenhausen nach dem 0:2 bei der dadurch geretteten SG Gilsa/Jesberg/Waltersbrück.

Die SG Münden/Goddelsheim wurde beim 0:4 (0:1) in Neukirchen unter Wert geschlagen. "Die SG hat schon engagiert gespielt, sie wollte nichts schenken", sagte SCN-Sprecher Stefan Henke. Die hohe Niederlage kam erst in den letzten fünf Minuten zustande. Nach der Führung von Miletzki (40.) besorgte der Kloske mit einem Dreierpack in der 60., 85. und 87. Minute das Endergebnis, das für Neukirchen das Bleiberecht bedeutet. Im letzten Derby der Saison sahen die Zuschauer neun Tore: Die SG Bad Wildungen/Friedrichstein bezwang den TSV Altenlotheim mit 6:3. Trainer Christoph Brieden geht also mit einer Niederlage. Der TSV Berndorf verabschiedete sich mit einer 2:3-Heimniederlage gegen die SG Schauenburg in die Kreisoberliga. Dagegen beendete der TSV/FC Korbach die Runde mit einem "Dreier": Gegen Schwalmstadt II gab es ein 2:0.

In der Verbandsliga Nord trennten sich der TSV/FC Korbach und die SG Eiterfeld 2:2. Für die Kreisstädter traf zweimal Christoph Osterhold, für die Gäste machte David-Andre Hugo mit seinem Doppelpack den Rückstand wett.

Willingen – Gensungen/Felsberg 4:1 (1:0)

Die Upländer begannen furios, hofften sie doch auf Schützenhilfe aus Mengsberg gegen Spitzenreiter Melsungen. Aber nach dem Pfostenschuss von Butterweck (4.) kam rasch ein Bruch ins Willinger Tempospiel. Zunächst aber waren die rund 200 Zuschauer geschockt, als sich ein Gensunger schwer am Knie verletzte. Schwarz war zumindest unglücklich im Zweikampf von Butterweck in die Bande geschubst worden und musste mit einer offenen Platz- und Risswunde an der Kniescheibe mit dem Krankenwagen abtransportiert werden. Die Kombinationen der Gastgeber wurden nur selten vollendete, so musste ein Freistoß zur Führung herhalten. Matthias Trachte brachte das Leder lang rein und Ullbrich köpfte unten ins Eck ein (28.).

Mit dem 2:0 durch Keindls herrlichem Heber über FSC-Keeper Wenzel nach ebenso herrlichem Steilpass von Vogel schien alles klar (47.). Aber statt nachzulegen fingen sich die Gastgeber den Anschlusstreffer durch den eingewechselten Bajic (58.). Groß nervös wurde die Albers-Elf aber nicht, auch wenn gelungene Aktionen zunächst immer seltener wurden. Mit dem 3:1 durch Ullbrich nach klasse Vorarbeit von Akgüvercin war die Messe gelesen (74.). Den Schlusspunkt setzte Feistner per Kopf nach Ecke von Vogel (80.). Mittlerweile war durchgedrungen, dass Melsungen sich keine Schwäche mehr geleistet hatte. Also müssen SCW-Kicker bereits am Mittwoch in der Vierer-Relegation gegen den Verbandsliga-Fünftletzten TSV Grebenhain auf noch zu bestimmenden neutralen Platz ran.

Gilsa/Jesberg/W. – Sachsenhausen 2:0 (0:0)

"Die Enttäuschung ist schon groß", sagte Karsten Braune nach der Niederlage in Jesberg. Nicht allein das Ergebnis schmerzte den Trainer, sondern mehr noch wie es zustande kam: "Ohne Kampf, ohne Gegenwehr, ohne Einstellung". In der zweiten Halbzeit habe seine Mannschaft nicht den Willen gezeigt, sich aufzubäumen und die Relegation abzuwenden, sagte Braune. Die Bedeutung dieser Partie hatte beide Teams im ersten Abschnitt verkrampfen lassen. Splelerisch war also eher wenig zu sehen, doch hielt der TSV die Begegnung jederzeit offen - und hatte auch seine Chancen. Die beste vergab Mainusch in der 20. Minute, als er nach Flanke von Grützner den Ball aus etwa zwei Metern tatsächlich am Tor vorbeilegte. Fünf Minuten vor der Pause verhinderte Heidel die mögliche Führung der SG Gilsa, als er für den bereits ausgespielten Torhüter Wegener gegen Klitsch auf der Linie klärte. Überhaupt Klitsch: Er wurde zum überragenden Spieler des zweiten Abschnitts. Seine Leistung krönte er mit dem 1:0 in der 64. Minute. Die beste Chance zum Ausgleich besaß Petersen, Stefan Böth klärte seinen Kopfball auf der Linie. Die endgültige Entscheidung fiel erst in der 90. Minute durch den eingewechselten Jürgen Böth. Karsten Braune wollte den Kopf trotz der Enttäuschung nicht hängen lassen: "Ich hoffe, dass ich die Mannschaft noch mal aufrichten kann", sagte er mit Blick auf die am kommenden Samstag gegen die SG Lohre/Niedervorschütz startende Relegation. In der zweiten Partie des ersten Spieltags - beide Begegnungen gehen auf neutralem Platz über die Bühne - stehen sich Waldecks Kreisoberliga-Vize SG Adorf/Vasbeck und der TSV Ersen, Zweiter in Hofgeismar-Wolfhagen, gegenüber.

Mehr lesen Sie in der WLZ-FZ am Montag.

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