Fußball-Gruppenliga: Berndorf jubelt

Willingen und Bad Wildungen rutschen aus

- Korbach. Der SC Willingen und die SG Bad Wildungen/Friedrichstein waren die großen Verlierer des Nachholspieltags in der Fußball-Gruppenliga Kassel 1 am Mittwochabend. Die Upländer unterlagen im Spitzenspiel dem FC Körle mit 1:2 und haben damit ihren Vorsprung aus dem alten Tor fast komplett verspielt. Die Badestädter quittierten in Berndorf eine 1:4-Schlappe - die Schramme-Elf hat damit den letzten Platz verlassen. Der TSV Sachsenhausen erreichte in neukirchen ein 2:2.

Am verdienten Sieg der Körler in Willingen gab es nichts zu deuteln. „Wir haben die erste Halbzeit total verschlafen, und ehe wir uns versehen hatten, lagen wir mit 0:2 hinten“, bedauerte Trainer Hubertus Allbers. Zwar engte Ernst-Constantin Kesper wirksam die Kreise von Torjäger Rahimi ein, doch für diesen sprangen andere in die Bresche. Nach einer Viertelstunde parierte Willingens Keeper Engelhart noch einen verdeckten Schlenzer von Marcel Riemann prächtig, gegen den Nachschuss von Cakiqi war er machtlos. Es hieß 0:1.

20 Minuten später gelang Marcel Riemann mit einem herrlichen Schlenzer das 0:2 – der Treffer war bereits die Vorentscheidung. So sehr sich die Upländer im Anschluss auch bemühten, Torchancen spielten sie bis zur Halbzeit kaum heraus. Die größte vereitelte Schlussmann Rother in der 39. Minute, als er einen verdeckten Hinterhaltschuss von Keindl entschärfte.Nach dem Seitenwechsel erhöhten die Upländer den Druck., erkämpften sich aber Chancen erst in den letzten zehn Minuten. Der Treffer fiel freilich erst in der Nachspielzeit – für eine Wende zu spät. Nach einem Eckball war Möritz im zweiten Versuch per Kopf erfolgreich.

„Hochverdient“ nannte Berndorfs Coach Rainer Schramme den ersten "Dreier" des Jahres und war sich einig mit seinem Widerpart in Reihen der SG einig: „Sie haben das gemacht, was sie machen müssen, nämlich bis zum letzten gekämpft,“ zollte Oliver Dephilipp dem Tabellenletzten Anerkennung, „Respekt vor dieser Leistung“.

Mit Westmeier auf links und „Kopfballungeheuer“ Standke in der ungewohnten zentralen Sturmspitze machte der TSV von Beginn an deutlich: Wir wollen hier was holen. Und so ging Berndorf in Führung: Nach feinem Doppelpass verwertete Standke Wagners mustergültige Flanke per Kopf zum umjubelten 1:0 (39.).

Nur fünf Minuten nach Wiederanpfiff schloss Westmeier eine tolle Kombination über den wieder bärenstarken Fetzer sowie Dumke und Wagner trocken zum 2:0 ab. Der Jubel war groß, das Spiel aber verflachte - und nach Salviatis Anschlusstor (79.) schien der schon so sicher geglaubte Sieg Berndorf doch noch aus der Hand zu gleiten. Doch das ließ der TSV nicht mehr zu: Trotte schob nach Widders Vorlage ins leere Tor ein (88.), Grimm verwandelte nach Foul von C. Laun an Westmeier den fälligen Strafstoß zum 4:1."Wir sind noch nicht tot", sagte Rainer Schramme.

Der TSV Sachsenhausen zeigte beim Gastspiel in Neukirchen die stärkere erste Halbzeit, besaß insgesamt die besseren Chancen - und konnte nach einem Sturmlauf der Gastgeber in den letzten 20 Minuten mit dem 2:2 dann doch leben. Mann der ersten Halbzeit war der zweifache Torschütze Gregor Mainusch. Er stand in der 15. Minute erstmals goldrichtig am langen Pfosten und verwertete Petersens Hereingabe. Vier Minuten später glich der SCN glücklich aus. Ernsts Freistoß aus 25 Metern fälschte die Sachsenhäuser Zweier-Mauer so ab, dass Torhüter Wegener auf dem falschen Fuß erwischt wurde.

Die Gäste ließen aber nicht locker, und in der 36. Minute hieß es 2:1 Der TSV hatte einen Angriff des SCN abgefangen, Amert den Ball weit nach vorn geschlagen. Mainusch war allein vor Torhüter Szendzielorz einen Tick eher mit der Fußspitze dran und lenkte den Ball zum 2:1 ins Tor. Beim Zusammenprall mit dem Keeper verletzte er sich, konnte aber weitermachen.

Nach der Pause vergaben der TSV weitere teils gute Chancen zum 3:1. Allerdings gab es einen Bruch im Spiel, als nach Marc Lehmann (26.) auch Riehl (63.) verletzt ausschied. Der Ausgleich fiel sechs Minuten später, nach der dritten Ecke in Folge staubte Jäckel am langen Pfosten ab.Der SCN bekam nun ein Übergewicht im Mittelfeld und drängte auf die Entscheidung. Doch die Gäste kämpften, und Torhüter Wegener, der seine beste Tat bei einem Volleyschuss von Mangold vollbracht hatte (68.), blieb unbezwungen.

Mehr lesen Sie in der Donnerstagsausgabe der WLZ-FZ.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare