Titelverteidiger beim Willinger Sauerland Giro zu sehr auf sich allein gestellt

Marius Pollack muss sich diesmal mit Rang zwei begnügen

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Als Zweiter auf der Schlussrunde in der Abfahrt hinunter nach Stormbruch: Marius Pollack aus Willingen.

Willingen. Nach seinem Sieg bei der Premiere im vergangenen Jahr musste sich Marius Pollack diesmal beim Sauerland Giro mit Rang zwei begnügen.

„Ich bin schon enttäuscht“, erklärte der 24-jährige Lokalmatador, der nach den 120 Kilometern und 3:31:24 Stunden knapp zwei Minuten Rückstand auf Pascal Stork hatte. 

Die Entscheidung fiel auf der dritten von vier Runden am Anstieg von Hemmighausen hoch nach Ottlar. Der spätere 90-Kilometer-Sieger Florian Hollandt, für den es die Schlussrunde war, zog das Tempo an und Storck hängte sich dran. „Ich hätte mitgehen können, aber ich habe gepokert“, hatte Pollack gehofft, dass sein ärgster Konkurrent dem Tribut zahlen würde. 

Keine Hilfe bei Führungsarbeit

Aber der 29-jährige Koblenzer, der im Herbst in Afrika die Tour de Faso über 1300 Kilometer bewältigt hatte, zog das Rennen mit Körner fressenden 2000 Höhenmetern konsequent durch. „Er musste die letzten 30 Kilometer ja alleine fahren“, attestierte Pollack ihm denn auch einen „verdienten Sieg“.

Vielleicht wäre der Willinger nochmal herangekommen, aber die anderen aus der Verfolgergruppe arbeiteten nicht mit. „Die haben die Füße hochgenommen“, musste Pollack die Führungsarbeit allein leisten. Der Rückstand wuchs an und so ging es darum nur noch das Podium zu sichern. Dabei verwies Pollack den Unterfranken Christoph von Brunn um 18 Sekunden auf Rang drei. 

Gombert Dritter über 90 Kilometer

Dritter wurde auch Tom Gombert über die 90 Kilometer. Der Biathlet des SC Willingen kam nach 2:41:29 Stunden hinter Hollandt (2:40:34) und dem Briloner Daniel Hülsmann (2:41:22) ins Ziel. 

Auf der Kurzdistanz über 60 Kilometer mischten hinter dem souveränen Sieger Patrick Dören (Münsterland, 1:47:45 Stunden) auch der Willinger Biathlon-Nachwuchs mit. Vierter wurde Christopher Niggemann (1:53:44), der Philipp Rehbein im Zielsprint um winzige sieben Hundertstelsekunden hinter sich ließ. Rang sechs ging an Jan Lohschmidt (1:59:08). Dieter Pollack, der Vater von Marius, wurde in 2:05:28 Achter und Matthias Wilke (2:20:06) von den Bike Tigers fuhr auf Platz 15.

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