Skispringerin mit Sichtung nicht zufrieden

Michelle Göbel: Spaß nur am ersten Tag

Skispringerin Michelle Göbel mit Sprungski an der Schanze in Oberstdorf.
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Hoch über Oberstdorf: Skispringerin Michelle Göbel, hier bei den „Deutschen“.

Als eine der jüngsten Skispringerinnen hat die DM-Dritte Michelle Göbel vom SC Willingen an der traditionellen Kadersichtung vor dem Weltcup-Winter in Oberstdorf teil. Ihre Bilanz fiel durchwachsen aus.

Oberstdorf - Bundestrainer Andreas Bauer hatte sie nach ihren guten Ergebnissen bei den deutschen Meisterschaften vor gut einer Woche unbedingt sehen wollen. „Ich wollte einfach nur ein paar schöne Sprünge zeigen“, sagte die 16-Jährige selbst. Das gelang ihr teilweise. „Am Freitagvormittag lief es noch sehr gut und ich war mit meinen Sprüngen zufriedener als sonst. Dann war leider die Luft raus“, bekannte sie am Sonntag selbstkritisch.

„Ich konnte weder am Samstag beim Training, noch am Sonntag beim Sichtungswettkampf an die guten Leistungen vom Freitag anknüpfen und bin daher insgesamt nicht zufrieden“, so Göbel weiter, die im Feld der neun Teilnehmerinnen als einziges C-Kader-Mitglied auf Platz acht landete, mit 97 und 94 Metern aber nicht die kürzesten Sprünge zeigte.

Die etablierten Weltcup-Starterinnen wie Katharina Althaus, Juliane Seyfarth und Agnes Reisch setzten sich wie schon bei den „Deutschen“ erneut durch. Sie kamen teilweise bei optimalem Wind bis an die 120-Meter-Marke heran.

Michelle Göbel sammelte wertvolle Erfahrungen, sie wird im nächsten Jahr nicht mehr so nervös wie diesmal sein. Vielleicht hatte sie sich nach dem starken Freitag insgeheim auch zu viel ausgerechnet. Trainer Jörg Pietschmann, wie Vater Heiner Göbel mit vor Ort, ist froh, dass die Bundeskader-Mitglieder auch in der Corona-Pause weiter trainieren dürfen. In zwei Wochen ist ein Lehrgang in Oberhof geplant, um Stabilität und Sicherheit zu tanken. Ende November soll es, wenn Corona es zulässt, nach Österreich gehen.  be

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