Biathlon-Deutschlandpokal

Willinger steigern sich am zweiten Tag

Willingen - Sven Lohschmidt und Tom Gombert haben beim zweiten Biathlon-Deutschlandpokal aus Sicht desSC Willingen die besten Resultate abgeliefert und sich ihre Chancen auf die Einstufung in den D/C-Kader erhalten.

Das Gedränge war groß auf der Anlage am Notschrei im Schwarzwald, denn in beide Sprints war auch der Alpencup mit Startern unter anderem aus Österreich, Italien und Slowenien eingebettet.

So nahmen am ersten Tag gleich 57 Teilnehmer der Jahrgänge 97 und 98 die 7,5 km in Angriff. Sven Lohschmidt wurde Achter der deutschen Starter, er war nach 22:49,6 Minuten und vier (2+2) Strafrunden im Ziel. Damit belegte er in der Wertung der älteren Jugendlichen (J17) den dritten Platz. Am zweiten Tag wurde er in 22:31,2/4 als Neunter bzw. Fünfter notiert.

„Er hat die Sache sehr gut gemeistert“, lobte Susen Fischer ihren Schützling. Die hessische Landestrainerin hatte ihre Truppe im Vorfeld bei einem Lehrgang in Ruhpolding und dann bei optimalen Bedingungen in Obertilliach vorbereitet. „Sven sollte die Sache ruhig angehen, vom Ablauf her Laufen und Schießen getrennt betrachten.“ Geholfen hat ihm auch die Arbeit an der fehlenden Stabilität, nur zwei bzw. drei Fehler bei seiner Schwachstelle Stehendanschlag unterstreichen dies.

Tom Gombert, ebenfalls 97er-Jahrgang, fand nie ins Rennen, startete mit Rang 12 bzw. 24. Für Susen Fischer war das nur ein mentales Problem. „Er hatte auf dieser Strecke schon einige Negativerlebnisse, das hatte sich im Kopf festgesetzt.“ Die ausführliche Nachbereitung war erfolgreich, denn am nächsten Tag lag der Internatsschüler nach dem ersten fehlerfreien Schießen in Führung, um dann aber mit vier „Fahrkarten“ im Stehen bis auf Platz sechs bzw. elf abzurutschen. Nach 22:54,2 hatte er 2:14,3 Minuten Rückstand auf Tagessieger Simon Groß (20:39,9/0), der zum jüngeren Jahrgang zählt.

Drei Starter stellte der SC Willingen bei der Jugend 16 (Jhg. 98). Mit den Plätzen zwölf (25:19,2/4) und elf (23:27,3/3) erreichte Janik-Noah Diaz-Weber seine besten Saisonresultate. „Das waren wirklich gute Vorstellungen“, lobte ihn Fischer. Leon Schober wurde 13. (25:20,9/4) und 23. (26:07,3/5), Philipp Rehbein kam auf die Ränge 17 (26:33,4/3) und 19 (25:21,1/5). Sophie Leipold lief bei den 98er-Mädchen als Elfte (23:50,9/4) und Neunte (20:42,3/2) ins Ziel.

Bei der Jugend II, die ebenfalls 7,5 km zu bewältigen hatte, wurde Lennard Willems zweimal als 17. (24:21,6/3 und 24:23,2/5) notiert.

„Ich bin sehr zufrieden“, zog Susen Fischer ein positives Fazit der Reise in den Schwarzwald. „Weil sich jeder nach der Aussprache nach dem ersten Rennen am zweiten Tag gesteigert hat.“ Und weil gegenüber dem ersten Deutschlandpokal vor Weihnachten in Ruhpolding die Laufrückstände auf die Konkurrenz teilweise über eine Minute verkürzt worden sind. Einen weiteren Schub erhofft sich die Verbandstrainerin für die nächsten Rennen in Mittenwald in zwei Wochen. Angesichts des fehlenden Schnees im Upland wurde der Aufenthalt am Notschrei um einen Tag verlängert, vor der gestrigen Heimreise noch einmal trainiert.

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