WLZ-Fotograf beim bundesweiten Wettbewerb erneut mit 3. Preis belohnt

Matthias Lange: Mit „Torwart-Ballett“ zu Bronze

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Der Preisträger, der Gratulant und das „Kunstwerk“: In Berlin ehrte Ulrich Biene (Veltins Brauerei) WLZ-Fotograf Matthias Lange für sein Foto „Torwartballett“ in der Kategorie Bild für den dritten Platz beim Veltins Lokalsport Preis 2018.

Berlin/Hemfurth. Schöner Erfolg für Matthias Lange: Mit einem Bild aus der Silvesterausgabe der WLZ hat der selbständige Fotograf einen begehrten Preis bei einem Wettbewerb für Berufsfotografen gewonnen.

Sein zweites Zuhause ist auf den Sportplätzen im Waldecker Land. Dort ist Matthias Lange ein bekanntes Gesicht. Und der Waldeckischen Landeszeitung verleiht der Fotograf aus Edersee-Hemfurth mit seinen Sportfotos ein noch ansehnlicheres Gesicht. 

Ein Bild aus dem vergangenen Jahr gefiel der Jury des Veltins-Lokalsportpreises, den der Verband Deutscher Lokalzeitungen auch 2017 wieder auslobte, besonders. Er verlieh Lange den 3. Preis in der Kategorie "Bild".

„Torwartballett“ heißt der Schnappschuss, der Lange beim Gruppenligafußballspiel SG Bad Wildungen gegen TSV Wabern Anfang Mai 2017 gelungen ist. Nachdem er bereits den ersten Schuss abgewehrt hat, macht sich Waberns Torwart Maximilian Korell ganz lang, um auch den Nachschuss von Florian Bruder zu parieren. Es gelingt. Und es gelingt eine fotografische Momentaufnahme: Kein Körperteil des Keepers berührt den Boden, die Schräglage ist beinahe parallel zum Untergrund. „Der Torwart liegt ja sowas von waagerecht. Ich wusste gleich, dass das ein besonderes Bild ist“, erinnert sich Lange, der unter dem Kürzel „malafo“ bekannt ist.

Als „eine typische Lokalsportszene“ ordnet die Jury Langes Bild ein. „Die gezeigte Situation ist unentschieden und bietet dem Betrachter ein hohes Maß an Spannung“, begründete Jury ihre Wahl, die Matthias Lange zum zweiten Mal nach 2016 den dritten Preis in der Kategorie Bild beschert. Nur zwei echte Profis, die zum Beispiel bei den Olympischen Spielen im Einsatz sind, lagen vor dem Edertaler.

In Berlin verbrachte der Preisträger ein erlebnisreiches Wochenende mit viel Erfahrungsaustausch unter Kollegen. Der 1. Preis ging in diesem Jahr an Sebastian Wells, Fotojournalist der Berliner Zeitung, der mit einer „perfekten Momentaufnahme“ so die Jury, die Leichtigkeit des Trampolinspringens und die emotionale Abwesenheit der Schiedsrichter eingefangen habe.

„Natürlich habe ich mir bei den Profis Tipps und Informationen geholt und zum Beispiel viel erfahren über das Fotografieren bei Olympia“, berichtet Lange, vor dem sich auch ein Bild des thüringischen Fotografen Sascha Fromm platzierte. „Fromm fotografiert auch in Kriegsgebieten, war unter anderem im Kosovo und in Afrika. Da bekommt man eine Gänsehaut beim Zuhören“, so Lange.

Bei der Preisverleihung im ZDF-Hauptstadtstudio war er übrigens nicht der einzige Waldecker: Auch Ulrich Bülow gratulierte ihm, der die Eröffnungsrede gehalten hatte. Der Studioleiter ist gebürtig aus Bad Wildungen und kannte daher Langes Wirkungskreis gut. „Ein tolles Gespräch“, so Lange. (schä/r)

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