Lukas Pekala fährt in Oschersleben um den Autoslalom-Titel

Ziel: Deutscher Meister werden

Lelbach - Das übernächste Wochenende hat Lukas Pekala im Blick. Dann wird es ernst: In Oschersleben finden die deutschen Meisterschaften im Autoslalom statt. Der 18-Jährige ist dabei - und er hat ein klares Ziel: „Ich will Meister werden!“

Mit neun Jahren fing Lukas Pekala mit dem Motorsport an, zunächst als Kartfahrer. Seit zwei Jahren startet der inzwischen 18-Jährige bei Autoslalom-Rennen. Einen großen Erfolg hat er in dieser Saison bereits gefeiert, einen weiteren strebt er an: Nach dem Titel beim Youngster-Cup des ADAC Hessen-Thüringen - einer Serie mit sieben Veranstaltungen - will der Lelbacher auch die nationale Konkurrenz hinter sich lassen.

Mit einem zur Verfügung gestellten Auto einen Parcours mit verschiedenen Elementen zu absolvieren, dabei möglichst die als Hindernisse aufgebauten Pylonen nicht umzuwerfen oder zu verschieben, darum geht es beim Autoslalom. Und natürlich um die Zeit: „Ein Parcours ist bis zu zwei Kilometer lang und ich bin bis zu 90 Stundenkilometer schnell“, erklärt Pekala. Schnelles Bremsen, Lenken und Beschleunigen, darauf kommt es an. Und das geht ganz schön an die Substanz, wenn man bis zu anderthalb Minuten unterwegs ist, versichert der junge Rennfahrer, der über den Kartsport zum Autoslalom gekommen ist.

Mit neun Jahren fing Pekala mit dem Motorsport an, feierte als Kartfahrer des AC Korbach einige Erfolge. 2010 wechselte er zum KMC Kassel, später tauschte er dann auch das Gefährt: Vor zwei Jahren - also auch schon, bevor er den Führerschein machte - saß er bei Rennen erstmals hinterm Auto-Lenkrad. „Es gibt Parallelen zum Kartslalom, aber mit dem Auto macht’s mehr Spaß. Beim Kart gibt’s nur Gas, Bremse und eine direkte Lenkung, Autofahren ist deutlich anspruchsvoller“, erläutert der Auszubildende zum Mechatroniker bei Continental die Faszination, die der Sport auf ihn ausübt. Und: „Die Strecken sind größer und schneller gebaut.“

Die Rennen werden auf großen Flächen wie beispielsweise Flugplätzen oder regulären Rennstrecken ausgetragen. Zunächst gibt es einen Probelauf. „Dabei muss man sich an die Bedingungen gewöhnen und die Grenzen austesten“, erklärt Pekala. Dann folgen zwei Wertungsläufe; auf Zeit und mit fliegendem Start. In der Saison gibt es am Ende noch Streichresultate, bei den deutschen Meisterschaften darf sich Pekala keinen Aussetzer erlauben. Zumindest im Youngster-Cup präsentierte er sich aber überaus konstant: Immer war er mindestens Dritter. Und im allerletzten Rennen schob er sich an die Spitze der Meisterschaftswertung.

In Oschersleben soll der nächste Titel folgen. Leicht wird das nicht: Pekala, im Youngster- Cup mit einem 75 PS starken Renault Clio unterwegs, muss bei den nationalen Meisterschaften, dem ADAC-Bundesendlauf und der DMSJ-Jugendmeisterschaft, mit einem Opel Corsa zurechtkommen. Das gilt zwar auch für seine Konkurrenten, doch die fahren teilweise auch während der Saison mit diesem Modell. „Das ist eine Umstellung, aber kein Problem“, sagt der Teenager, der im Vorjahr im Bundesendlauf auf einem für ihn enttäuschenden zehnten Platz gelandet war. Mit einem Sieg, so hofft er, würde er möglicherweise Sponsoren auf sich aufmerksam machen und damit seinem Traum ein Stück näher kommen: Er will Profi-Rennfahrer werden.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare