Entspannung und Power gefragt bei Aktionstag in Korbach

„Fit in die Zukunft“: 100 Übungsleiterinnen und Trainer bilden sich weiter

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An die Bälle, fertig, los: „Drums Alive“ war einer von 20 Workshops bei „Fit in die Zukunft“ in Korbach. Dabei blieben keine Plätze frei.

Korbach – 25 bunte Bälle, die in umgedrehten Hockern liegen, erwartungsvoll dahinter postiert die Übungsleiterinnen und ein, zwei Übungsleiter. Gleich wird die Referentin Katja Brocke das „Go“ zum tänzeln und trommeln geben: Voilá, Drums Alive, einer der buntesten Workshops der zentralen Fortbildung „Fit in die Zukunft“ am vergangenen Samstag in Korbach.

Rund einhundert Kursleiterinnen und Trainer vor allem aus Sportvereinen Waldeck-Frankenbergs versammelte „FitZu“, wie die Macherinnen das Projekt liebevoll abkürzen, in drei Sporthallen und der Aula der Alten Landesschule. 

„Es kam super an, alles hat prima geklappt“, sagte Organisationsleiterin Kerstin Mühlhausen, Mitarbeiterin vom Fachdienst Sport und Jugendbildung sowie des Sportkreises, die die Fortbildung mit 20 Workshops gemeinsam mit dem Turngau Waldeck auf die Beine gestellt hatten.

Die am meisten nachgefragten Workshops boten wie schon oft zwei „alte Bekannte“ an, Jens Binias und Sonja Hergert. Beide sind in Sachen Gesundheitssport unterwegs. Diplompädagoge Binias hat den Ruf zu fordern und zu fördern. 

Balance und Kraft: Auf dem Hindernisparcours.

„Einige haben schon nach der Aufwärmphase fast die Segel gestrichen“, erzählte Kerstin Mühlhausen über Binias-Angebote wie „dynamisches Aufwärmen“ oder „Funktionelles Zirkeltraining“. Stark nachgefragt sei der Referent zudem wegen seiner guten Praxistipps.

Bei Physiotherapeutin Hergert ging es im weitesten Sinne ums Wohlfühlen. „Bewegtes“ Gedächtnistraining, Sensomotorik und Entspannung, waren etwa ihre Themen. „Das wollen ganz viele“, sagte Mühlhausen. Etwas schwerer hatten es die Workshops mit dem Fokus aufs Gerätturnen (Swantje Scharenberg) und Kinderturnen (Sybille Bierögel), die weniger stark nachgefragt gewesen seien.

Schwebezustand: Das Foto entstand im Workshop „Kippe an Reck und Barren“.

Auf reges Interesse stieß Karina Kubat mit ihrer „Jumping Fitness“, die mithilfe von Minitrampolins erworben wird. Die Teilnehmer seien sehr angetan gewesen, so Kerstin Mühlhausen. Allerdings ist fraglich, ob das im TV Marienhagen längst etablierte Angebot viele Nachahmer findet – die Trampolins anzuschaffen kostet schnell 4000, 5000 Euro.

Der nächste Termin für "Fitzu" steht schon

Bei kleineren Sportgeräten kann hilft mal der Sportkreis. Man versuche, den vorhandenen Pool regelmäßig mit Utensilien aufzustocken, die bei „FitZu“ von den Übungsleiterinnen gut angenommen würden, erklärte Mühlhausen. Vereine können Dinge wie Redondobälle, Aerosteps oder Seile fürs Schlingentraining (stehen aktuell auf der Wunschliste) dann für vier bis sechs Wochen ausleihen. Interessierte können eine Materialliste anfordern.

Der Termin für die nächste zentrale Fortbildung steht (7. November 2020), Binias und Hergert haben bereits zugesagt. Wahrscheinlich werden vermehrt Themen aus dem Gesundheitssport wie Stressabbau und Entspannung dazukommen. Es gibt auch Überlegungen, Workshops mit dem Schwerpunkt Reha-Sport aufzunehmen.  (mn)

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