Fussball-Gruppenliga Kassel

Zwei Endspiele, eine Abschiedsvorstellung

- Korbach (tor/py). Langsam geht es in der Fußball-Gruppenliga Kassel auf Saisonende zu. Während auf Berndorf (zum Derby in Sachsenhausen) und Willingen noch wichtige "Endspiele" warten, können es die anderen Teams gemächlicher angehen lassen. Münden/Goddelsheim kann sich im letzten Heimspiel aus der Liga verabschieden.

Nach dem umjubelten Derbysieg in Goddelsheim und dem enttäuschenden 2:2 gegen Gudensberg steht für den TSV Berndorf nun wieder ein Auswärtsderby an. Trainer Rainer Schramme hofft jedenfalls nach dem schwachen Auftritt gegen Gudensberg auf Besserung. „Jetzt sind wir in der unangenehmen Situation, den Klassenerhalt nicht mehr selbst in der Hand zu haben“, ärgert sich Schramme. Gleichzeitig richtet er den Blick nach vorne: „Jetzt müssen wir gewinnen.“ Denn die SG Gilsa/Jesberg, die am Samstag zeitgleich bei erwähnten Gudensbergern ran muss, hat drei Punkte mehr auf dem Konto, dazu ein deutlich besseres Torverhältnis. Sachsenhausen hat gar vier Zähler mehr als Berndorf – auch wenn sich im Waldecker Ortsteil niemand darüber freut. "Unberechenbar“ findet Sachsenhausens Abteilungsleiter Frank Gruber, der Karsten Braune (Urlaub) vertritt, die Berndorfer: „Sie haben eine junge, kampfstarke Truppe, die zum Glück mehr unter Zugzwang steht als wir.“ Allerdings muss er auf Kiepe, Faust, Amert und Sobieraj verzichten. Bei Berndorf stehen Fragezeichen hinter Dumke und Ole Widder.

Der TSV Altenlotheim empfängt den zuletzt 0:8 in Mengsberg gebeutelten (Noch-)Rangzweiten FC Körle und will sich für das 0:2 aus dem Hinspiel revanchieren. „Wer den Schaden hat, der braucht für den Spott nicht zu sorgen“, sagt FC-Trainer Jörg Müller. In die Richtung geht auch Christoph Briedens Erklärungsversuch für Körles Vorwochen-0:8: „Da kann man nur vermuten, dass sie sich in dieser Klasse wohlfühlen und nicht aufsteigen wollen.“ Und im Ernst: „Wir wollen unseren Zuschauern im letzten Heimspiel noch einmal ein gutes Spiel bieten.“ Altenlotheim hat alle Mann an Bord, bei Körle fehlt Jörg Müller wegen Bänderriss.

Den Klassenerhalt endlich klar machen will die SG Schauenburg gegen den TSV/FC Korbach II. Während die Kreisstädter keine Sorgen mehr haben, braucht die SGS die Punkte. „Wir sind zu einem Sieg verpflichtet. Ich gucke nicht auf die anderen“, so Trainer Jens Alter. Korbachs Coach Barny Beckmann macht seinen Mannen weniger Druck: „Wir wollen jetzt noch die 40-Punkte-Marke knacken und zwei schöne Spiele abliefern.“ Schauenburg fehlen Fischer, Wahl, Denn, Riehm und voraussichtlich Krafft, bei den Korbachern sind A. Butterweck und C. Scholz angeschlagen.

Im Duell Gensungen/Felsberg gegen Bad Wildungen/Friedrichstein empfängt der Siebte den Fünften. Und doch wollen beide den Sieg – was Wildungen im Hinspiel mit 2:1 gelang. Gensungens Coach Jürgen Lohne will im letzten Heimspiel den Zuschauern noch einmal etwas bieten, Bad Wildungen dagegen kann sich kaum an den letzten Auswärtssieg erinnern: „Das war irgendwann im März – da wäre es angebracht, noch einmal einen zu landen“, so Spielertrainer Oliver Dephilipp. Schwarz und Steinbach fehlen Gensungen, dazu ist das Offensivduo Merten/Bajic angeschlagen. Wildungen muss weiter auf Karges und Bamberger verzichten.

Münden ist abgestiegen, Gegner Beiseförth ist, weil sich die Konkurrenz die Punkte noch untereinander streitig macht, gerettet. Nun treffen beide Teams zum Duell aufeinander. „Wir wollen nach dem Spiel Saisonabschluss feiern – da sollte man sich schon vernünftig präsentieren und nochmal drei Punkte holen“, fordert Miguel Lopez-Röhle einen Abschied mit erhobenen Hauptes. Bei Münden fehlen der Trainer selbst, Kisjuhas und Schmitz.

Der SC Willingen muss bei der Reserve des 1. FC Schwalmstadt den letzten Strohhalm ergreifen, wenn er noch Platz zwei erreichen will. Noch vor einer Woche sah es so aus, als hätten die Willinger sogar ihre Chance auf die Relegation verspielt ehe Körle 0:8 in Mengsberg baden ging. Der FCK hat zwar noch einen Punkt mehr auf dem Konto (65) als die punktgleichen SCW und 1. FCS – aber eben auch ein Spiel mehr. Für FCS-Obmann Gerhard Orth ist das Abschneiden der Reserve großartig: „Eigentlich hatten wir nur so einen Platz um die acht herum eingeplant. Das ist sensationell, was die jungen Leute spielen.“ Sollte Platz zwei herausspringen, soll die Mannschaft auf jeden Fall an der Relegation teilnehmen, auch wenn nach wie vor der Hessenliga-Abstieg der ersten Garnitur droht. Hubertus Albers weiß um die Schwere der Aufgabe in Treysa, schließlich lag seine Elf 0:2 hinten, ehe ihr noch ein 4:2-Sieg gelang. „Wir müssen unsere Chancen in Schwalmstadt nutzen“, appelliert der SCW-Coach an seine Spieler. Beim FCS fehlt Lossek, beim SCW neben Möritz (Familienfeier) auch Hoffmann, der nach einer Äußerung gegen Schiri Henge nach dem Beiseförth-Spiel nachträglich für zwei Wochen gesperrt wurde.

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