Verbandsligist FC Ederbergland zieht positivste Zwischenbilanz seit Jahren

Zwischen Blechmedaille und Wolke 7

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- Allendorf / Battenberg (schä). Sie tanzen noch auf zwei Hochzeiten und wollen weiterhin eine „flotte Sohle“ hinlegen: Die Fußballer des FC Ederbergland gehen als Tabellenzweiter in die verbleibenden 13 Verbandsliga-Spiele. Der Aufstieg ist kein Muss, aber ein Thema.

Bekommt der Kreis Frankenberg bald wieder Hessenliga-Fußball geboten? Diese Frage schwebt über der Restrunde des FC Ederbergland. Und der bastelt an der Antwort, die positiv ausfallen soll. Soll, nicht muss, wie die Verantwortlichen auch zu Beginn der Vorbereitung zu Wochenbeginn auch noch einmal wiederholten. „Von uns als Trainerteam gibt es keinen Druck“, betont Wolfgang Werth.

Ederberglands Coach sieht aber andererseits auch keinen Grund für Understatement: „Also, wer jetzt nicht zugeben würde, dass er um den Aufstieg mitspielen will, der wäre nicht ehrlich.“ Zumal nicht nur die Übungsleiter, sondern auch die Zuschauer, von denen sich das Team viele wohlgesinnte zurückerobert hat, gesehen hat: Es war kein Zufall und auch nicht dem Glück zu verdanken, dass der heimische Verbandsligist kurzzeitig sogar Spitzenreiter war. Von den 14 Dreiern wurden die meisten verdientermaßen eingefahren: dank eines klaren Konzepts, dank einer Leistungssteigerung, dank einer langen Serie und vor allem dank eines Offensivspiels, das viele Gegner vor Probleme stellte.

Begonnen hatte alles bei der Sommervorbereitung, an deren Ende der Trainer Werth selbstbewusst verkündete, er habe schon im ersten Testspiel gesehen, dass er einen sehr guten Kader habe, und er könne sich schwerlich vorstellen, dass diese Elf einmal 0:0 spielen würde. Die drei ersten Partien gaben ihm in jeder Hinsicht recht: 3:4, 4:2, 3:4 aus Sicht des FCE. Es folgten gemischte Auftritte, zwei, drei unnötige Punktverluste, aber eine solide Phase, in der sich andeutete, dass das Ziel oberes Tabellendrittel realistisch gesteckt war.

Dann folgte der Knackpunkt – die einzige Heimniederlage, 2:4 gegen keineswegs überzeugende Braunfelser, die den Trainer auf die Palme brachte und lange beschäftigte. Doch irgendwie schien die Pleite Spuren zu hinterlassen. Von jenem 4. September an verloren die Ederbergländer kein Spiel mehr, bis es Ende November gegen megaheiße Eddersheimer ein 0:2 und zum Jahresausklang ein 1:2 in Gießen gab. Mit dem gestiegenen Erwartungsdruck kam die Mannschaft dabei besser zurecht als es Werth erwartet hatte. Und als die meisten Verletzten zurückkehrten, besaß Trainer Werth eine Bank, von der aus er manches Spiel gewann.

Mehr lesen Sie in der WLZ-FZ vom Samstag, 28. Januar.

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