Ohne den erkrankten Felix Danner

26:27 gegen Gummersbach: Herber Dämpfer für die MT Melsungen

Kassel. Nichts war es mit dem dritten Sieg im dritten Spiel: Handball-Bundesligist MT Melsungen hat gegen den VfL Gummersbach einen herben Dämpfer bekommen. Am Freitagabend unterlag die Mannschaft von Trainer Michael Roth 26:27 (11:12) und verpasste damit den perfekten Saisonstart.

Die erste schlechte Nachricht gab es bereits vor dem Spiel. Kreisläufer Felix Danner musste wegen einer Grippe passen. Ob der Nationalspieler auch am Sonntag bei der SG Flensburg-Handewitt fehlen wird, stand am Freitagabend noch nicht fest.

Jedenfalls war Trainer Michael Roth zum Umstellen gezwungen. Neuzugang Marino Maric rückte für Danner in die Startformation. Dass der Kroate im Angriff am Kreis operieren würde, lag auf der Hand. Darüber hinaus ließ Roth in einer 5:1-Deckung spielen, in der Maric den offensiven Part übernahm. Zudem führte anfangs Kapitän Nenad Vuckovic für Patrik Fahlgren Regie.

Der Ausfall von Danner machte sich allerdings bemerkbar. Vor allem vorn fehlte die Durchsetzungskraft des Nationalspielers – und irgendwie wirkte die Mannschaft ein wenig verunsichert. Immerhin führte sich Maric prima ein, als er kurz nach Beginn den Ball abfing und die 1:0-Führung durch Johannes Sellin einleitete. Trotzdem fehlte Danner an allen Ecken und Enden.

26:27 gegen VfL Gummersbach

MT Melsungen gegen VfL Gummmersbach

Die Gäste aus dem Oberbergischen erwiesen sich als der erwartet unangenehme Gegner. Was gegen Balingen noch so hervorragend klappte, das Tempospiel, wollte gegen den Altmeister im ersten Durchgang nicht gelingen. So ergab sich eine zähe Partie mit vielen Fehlern. Nach schönem Zuspiel von Philipp Müller gingen die Hausherren durch Maric zwar erstmals mit drei Treffern in Führung – 6:3 in der zwölften Minute. Aber die Gummersbacher ließen nicht locker und verkürzten wenig später durch Linksaußen Raul Santos auf 5:6 (13.).

Bei der MT war vieles Stückwerk. Und hätte Torwart Mikael Appelgren nicht wieder einen guten Tag erwischt, hätte es für die Roth-Truppe schlimmer aussehen können. So sahen nur 2426 Zuschauer in der Kasseler Rothenbach-Halle zwar eine enge und spannende, aber keineswegs hochklassige Begegnung, in der die Gäste mit einer 12:11-Führung in die Pause gingen.

Im zweiten Durchgang nahm die Dramatik zu. Keinem Team gelang es, sich entscheidend abzusetzen. Es ging hin und her. In der 52. Minute stand es 22:22. Längst hatte sich die Begegnung zu einem offenen Schlagabtausch entwickelt. Vor allem der Gummersbacher Youngster Julius Kühn tat sich immer wieder als Torschütze hervor. Auf Melsunger Seite drehte Linksaußen Michael Allendorf mehr und mehr auf, und Teufelskerl Appelgren hielt, was zu halten war.

Die MT kämpfte, die MT arbeitete, ihr unterliefen aber weiterhin vermeidbare Fehler. Und so setzte sich der VfL Gummersbach am Ende mit 27:26 durch.

Von Robin Lipke

Quelle: HNA

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