Mit 4:1-Erfolg ins Derby – Christ wieder dabei

Huskies feiern in Crimmitschau vierten Sieg hintereinander

Die Vorentscheidung: Husky-Torschütze Phil Hungerecker jubelt, Crimmitschaus Torwart Henning Schroth (rechts) blickt verzweifelt unters Hallendach. Archivfoto:  Schachtschneider

Crimmitschau. Mit dem vierten Sieg in Folge haben sich die Huskies eingestimmt auf das Hessenderby am Sonntag um 18.30 Uhr (!) gegen die Löwen Frankfurt.

Bei den Eispiraten Crimmitschau, dem DEL2-Schlusslicht, holten sich die Kasseler Puckjäger mit 4:1 (1:1, 1:0, 2:0) drei weitere Punkte und verbesserten sich auf Rang drei. Direkt hinter den Frankfurtern, die vor dem Spitzenspiel nach 4:1-Führung (27.) noch 4:5 gegen Freiburg unterlagen.

Die Kasseler waren erneut mit Drew MacKenzie in der Abwehr und dem Nordamerika-Trio im Angriff angetreten, also ohne den Finnen Esa Lehikoinen. Und sie hatten erstmals nach seinem Handbruch Michi Christ wieder dabei. Neuzugang Adriano Carciola stürmte in der vierten Reihe mit Boiarchonov und Hungerecker – und buchte schon nach neun Minuten seinen ersten Scorerpunkt. Sein Zuspiel erreichte Manuel Klinge hinter dem Eispiraten-Tor, der Kapitän legte auf für Braden Pimm, der den Puck unter die Querlatte ins Netz jagte und mit seinem achten Saisontreffer das Führungstor der Gastgeber durch Ex-Husky Dominic Walsh (8.) egalisierte.

Die größte Chance zum 2:1 am Ende des ersten Drittels mit 11:7 Torschüssen aus Kasseler Sicht ließ Klinge ungenutzt, der an Torwart Schroth scheiterte (20.). Und Schroth war auch auf dem Posten, als Carciola in der 33. Minute bei einem Penalty allein auf ihn zustürmte, aber zu unentschlossen wirkte. Walsh hatte den Rückkehrer zuvor bei einem Abschluss behindert.

Es hätte das 3:1 sein können und somit eine Vorentscheidung. Denn zuvor hatte Derek DeBlois die Partie zugunsten der Huskies gedreht. Einen kapitalen Fehlpass des Eispiraten Tramm am eigenen Kasten nahm der Neue an der Blauen Linie auf, legte sich die Scheibe zurecht und traf mit präzisem Schuss zum 2:1 (26.). Schon sein zweites Tor im erst dritten Spiel – und das genau in einer Drangphase der Hausherren, die aber ein ums andere Mal an Markus Keller scheiterten.

Gestützt auf ihren starken Torwart bauten die Kasseler dann aber doch ihren Vorsprung aus. Knapp vier Minuten im Schlussdrittel waren gespielt, da erzielte Phil Hungerecker sein neuntes Saisontor. Der 22-Jährige inszenierte ein furioses Solo und krönte es mit dem Treffer zunm 3:1. Es zahlte sich nun endgültig aus für die Huskies, dass sie vier komplette und stark besetzte Sturmreihen bringen konnten. Denn in der 57. Minute machte Manuel Klinge mit dem 4:1 den Deckel drauf. Braden Pimm hatte ein Bully gewonnen, der Kapitän zauderte nicht, sondern drosch den Puck per Direktabnahme in die Maschen.

Schiedsrichter: Fischer (Osterode). Zuschauer: 1325 

 Tore: 1:0 (7:36) Walsh, 1:1 (8:59) Pimm (Klinge, Carciola), 1:2 (25:34) DeBlois, 1:3 (43:48) Hungerecker, 1:4 (56:15) Klinge (Pimm) Strafminuten: Crimmitschau 8, Kassel 6 

 Bes. Vork.: Carciola scheitert mit Penalty an Schroth (33.).

Von Holger Frenzel

Quelle: HNA

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