Von Stadtallendorf bis Schott Mainz 

Abstiegskampf in der Regionalliga Südwest: KSV und fünf andere bangen

Wo geht der Blick hin? KSV-Coach Tobias Cramer (vorn) und sein Co-Trainer Tobias Damm wollen im Endspurt den Klassenerhalt mit den Löwen schaffen. Foto: Hedler

Kassel. Drei Spiele sind es noch für den KSV Hessen Kassel. Drei Spiele, in denen entschieden wird, ob die Löwen den Klassenerhalt direkt schaffen, ob sie von den Aufstiegsspielen abhängig sind - oder ob der bittere Gang in die Hessenliga ansteht.

Neben dem Team von Trainer Tobias Cramer stecken fünf weitere Mannschaften in der Fußball-Regionalliga Südwest im Abstiegskampf. So sieht es bei der Konkurrenz aktuell aus:

Eintracht Stadtallendorf

Nach sieben sieglosen Spielen ist der Aufsteiger der Gewinner des vergangenen Spieltags. 3:1 gegen Hoffenheim II, Rückkehr von Kapitän Kevin Vidakovics und schnellstes Tor der Stadtallendorfer Regionalliga-Geschichte nach 65 Sekunden – die Oberhessische Presse schreibt von „Big Points“ im Abstiegskampf. Noch vor einer Woche sah die Stimmung bei der Eintracht ganz anders aus. Nach dem 0:3 bei Schott Mainz mussten sich die Spieler emotionalen Diskussionen mit den Fans am Zaun stellen. Jetzt allerdings könnte schon ein weiterer Sieg zum Klassenerhalt reichen.

Wormatia Worms

Nach dem 1:1 in Stadtallendorf und dem bitteren 0:3 in Ulm bedeutete das 1:1 gegen den KSV Hessen vom vergangenen Freitag erst mal vorsichtiges Durchatmen. Wie die Wormser Zeitung berichtet, saß Wormatia-Trainer Steven Jones nach dem späten Ausgleich gegen die Löwen minutenlang in der Kabine, um die Partie sacken zu lassen. „Wenn das die Momente sind, für die wir den Mist hier mitmachen, dann puh“, wird der Coach zitiert. Lob gab es für vier neue Spieler, der Druck sei aber weiter immens groß. Denn aus den vergangenen zehn Spielen holte Worms nur einen einzigen Dreier.

Stuttgarter Kickers

„Wir haben die Schnauze voll. Wir sind Kickers und ihr nicht. Absteiger.“ Das sollen die Fans der Stuttgarter Kickers laut der Stuttgarter Zeitung den Spielern nach der 0:1-Niederlage gegen Freiburg II zuletzt entgegengebrüllt haben. Die Schwaben sind in der Rückrunde immer weiter nach unten gerutscht. Aus den vergangenen neun Spielen gab es nur einen Sieg. Weil die Kickers schon eine Partie mehr absolviert haben, könnte es nach dem kommenden spielfreien Wochenende noch ungemütlicher aussehen. Es wäre unseriös, nicht für die Oberliga zu planen, schreiben die Stuttgarter Nachrichten.

TuS Koblenz

Koblenz weist Ähnlichkeiten zum KSV auf: Bis zum 0:2 gegen Mannheim am Dienstag hatte der Drittletzte sieben Spiele lang nicht verloren – sich damit aber nur wieder in Position im Abstiegskampf gebracht. Durch die gestrige Niederlage bleibt Koblenz (30) zwei Zähler hinter den Kasselern (32) auf Rang 17. Die Rhein-Zeitung schreibt von Wochen der Wahrheit. Die werden ihren Höhepunkt mit dem Duell gegen die Löwen nächste Woche erreichen.

TSV Schott Mainz

Der Aufsteiger ließ in der Rückrunde immer mal wieder mit einem Sieg aufhorchen – gewann auch gegen den KSV 4:1. Beim Blick auf das Restprogramm dürfte eine Aufholjagd für die Mainzer aber extrem schwer werden. Das 0:2 gegen Mannheim bezeichnete Trainer Sascha Meeth als „wirklich schmeichelhaft“ in der Bürstädter Zeitung. Sie seien „hoffnungslos unterlegen“ gewesen. Der Klassenerhalt ist mittlerweile in weite Ferne gerückt.

Alle Spiele des KSV Hessen Kassel der Saison 2017/2018 in der Übersicht.

Das ist der aktuelle Stand in der Regionalliga Südwest

Quelle: HNA

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