Abwehrspezialist verlässt Melsungen mit lachendem und weinendem Auge

Anusics Herz schlägt Frisch Auf

Mitten im Geschehen: Melsungens scheidender Abwehrchef Dalibor Anusic (in Rot), der sich hier dem Berliner Mark Bult (rechts) in den Weg stellt. Foto: Hahn

Melsungen. Für Dalibor Anusic ist es nicht nur der 19. Bundesliga-Einsatz im Handball-Trikot der MT Melsungen. Nein, der letzte Saison-Auftritt der Nordhessen am Samstag ab 16.30 Uhr (Rothenbach-Halle Kassel) gegen den TuS N-Lübbecke ist auch das Abschiedsspiel des baumlangen Kroaten.

Was Anusic mit einem lachenden und einem weinenden Auge sieht. Zum einen erfreut darüber, dass er zur kommenden Runde zu Frisch Auf Göppingen zurückkehrt, dem Klub, bei dem er schon von 2007 bis 2009 unter Vertrag stand. „Da kenne ich alles, den Trainer, die Mannschaft, und ich weiß, wie gut sich der Klub entwickelt. Außerdem ist es natürlich toll, in Europa zu spielen und einmal auf andere Mannschaften zu treffen“, erklärt der 34-Jährige.

Zum anderen ist ihm die MT selbst in der kurzen Zeit ans Herz gewachsen. Klar, mit Torwart Mario Kelentric gehört auch ein langjähriger guter Freund zum Team. „Es hat mir viel Spaß gemacht. Alle Jungs sind gut, die Stimmung ist gut“, sagt der gebürtige Bosnier, um noch ein „schade“ anzufügen. Schade, weil er so lange ausgefallen war.

Kurz nachdem er Ende November mit Melsungen seinen künftigen Arbeitgeber Göppingen beim 28:26 entzaubert hatte, erlitt Anusic einen Muskelfaserriss. Nach der EM-Pause musste er sich einer Gallen-Operation unterziehen und stand erst zu Ostern wieder zur Verfügung.

Dann ging es aber mit vollem Tempo weiter. Umso mehr, als er nach dem Ausfall mehrerer Spieler sogar im Angriff gebraucht wurde. „Jeder will so viel spielen wie möglich. Das ist bei mir nicht anders“, betont Anusic.

Seine bisherigen Arbeitsnachweise: vier Tore, 27 Zwei-Minuten-Strafen, zwei Disqualifikationen. Was für einen Defensivspezialisten durchaus positiv zu bewerten ist. Und einmal, am kommenden Samstag, darf er schließlich auch noch ran.

Von Björn Mahr

Quelle: HNA

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