Zwischenzeitlich 0:4-Rückstand

Huskies-Aufholjagd in Dresden ohne Happy End

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Wiedersehen in Dresden: Wie in dieser Szene beim Duell in Kassel trafen auch jetzt wieder Dresdens Petr Macholda (links) und Husky Carter Proft aufeinander.

Dresden. Sie lagen schon 0:4 zurück. Kamen auf 3:4 wieder heran. Und unterlagen am Ende doch: Mit einer 3:5 (0:2, 3:2, 0:1)-Niederlage am Freitagabend bei den Dresdner Eislöwen beenden ersatzgeschwächte Kassel Huskies das Meisterjahr 2016 in der DEL 2.

Weil zeitgleich die bislang viertplatzierten Lausitzer Füchse Rosenheim 6:3 bezwangen und nun punktgleich mit den Huskies sind, rutschen die Kasseler aufgrund des schlechteren Torverhältnisses auf Rang vier.

Schon vor Spielbeginn hatte Huskies-Trainer Rico Rossi zusätzliche Hausaufgaben zu erledigen. Denn er musste fünf Spieler ersetzen. Neben dem schon länger verletzten Jack Downing und Dorian Saeftel (Saisonaus), fehlten auch der angeschlagene Kapitän Manuel Klinge, Michi Christ (Finger gebrochen) und der kurzfristig vom DEL-Förderlizenzpartner Adler Mannheim angeforderte Verteidiger Kevin Maginot. Dafür stand Alex Lambacher zum zweiten Mal im Kader.

Feodor Boiarchinov ersetzte Klinge in der Formation mit Thomas Merl und Toni Ritter, Lambacher bildete zunächst eine Reihe mit Braden Pimm, Phil Hungerecker und Jens Meilleur, Austin Wycisk und Philipp Schlager spielten zusammen. Carter Proft rotierte. Auf dem Eis lief es zunächst alles andere als gut. Rossi ärgerte sich nicht nur über die Strafzeiten seiner Mannschaft, sondern wohl auch über zu lasches Auftreten vor dem eigenen Tor. Denn beim 1:0 der Eislöwen verwertete Alex Höller ungestört einen Abpraller (12. Minute). Beim 2:0 waren die Dresdner in Überzahl, als Mick Köhler hinterm Tor stehend auf Eric Valentin passte, der Markus Keller im Huskies-Tor die Scheibe durch die Schoner schob. Und es kam noch bitterer für die Huskies. Mit einem Doppelpack innerhalb von 66 Sekunden zu Beginn des zweiten Drittels stellten Tomas Schmidt (22.) und Rene Kramer (23.) erneut in Überzahl auf 4:0 für die Hausherren. Das Spiel schien gelaufen – bis Phil Hungerecker zur Stelle war. Im Powerplay wohlgemerkt, zuletzt eins der Kasseler Sorgenkinder. Den Pass von Carter Proft verwertete der junge Angreifer zum 1:4 (26.).

Dieses Tor gab Selbstvertrauen. Die Huskies gingen nun dynamischer zu Werke, erarbeiteten sich Vorteile – und noch wichtiger: Sie legten nach. Erst in Person von Toni Ritter. Bei angezeigter Strafe gegen Dresden sind die Huskies drei Minuten später ohnehin erneut in Überzahl. Ritter taucht allein vor dem Dresdner Gehäuse auf und kann ungehindert zum 2:4 einschieben (29.). Kurz vor dem Ende des zweiten Abschnitts trifft Merl schließlich von Höhe des Bullykreises in den Winkel (38.). Und plötzlich sind die Huskies wieder dran. Doch das von den Fans ersehnte nächste Tor fällt auf der anderen Seite. Teemu Rinkinen setzt den Schlusspunkt (53.) mit einem Schlagschuss in den Winkel. (mis)

SR: Holzer (Krugzell), Z: 4224

Tore: 1:0 (11:26) Höller, 2:0 (18:11) Valentin (Köhler - 5:4), 3:0 (21:16) Schmidt, 4:0 (22:22) Kramer (Garten - 5:4), 4:1 (25:37) Hungerecker (Proft - 5:4), 4:2 (28:31) Ritter (5:4), 4:3 (37:36) Merl (Ritter), 5:3 (53:20) Rinkinen (Höller, Dumont)

Strafminuten: Dresden 16, Kassel 14

Quelle: HNA

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