Diskussion wegen Sako-Sperre

Basler war mal Thema: KSV verhandelte auch mit Ex-Nationalspieler

Mario Basler

Kassel. Wenn der KSV Hessen Kassel am Freitag das Training nach der Winterpause wieder aufnimmt und die Spieler einen Laktattest bestreiten, wird wohl noch kein neuer Trainer das Ganze begleiten. Wobei hinzugefügt sei, dass der Verein derzeit auch ganz plötzlich mal zur Pressekonferenz einlädt.

Wie unmittelbar nach der Berufung von André Schubert zum Sportvorstand.

Zum Stand der Dinge äußerte sich Hans-Jochem Weikert, der Vorstandsvorsitzende der Löwen, am Nachmittag: „Wir sind noch immer in Gesprächen mit mehreren Kandidaten.“ Namen nennen die Verantwortlichen des Klubs nicht. Nach Informationen unserer Zeitung sollen aber die bereits vor der Winterpause gehandelten Gino Lettieri, einst bei Darmstadt 98 und Wehen Wiesbaden, sowie Marc Fascher, zuletzt Coach bei Hansa Rostock, weiter im Rennen sein.

Ein Spiel Sperre für eigentlich nichts: Morike Sako. Foto:  Fischer

Einer dagegen ist kein Thema mehr, obwohl mit ihm zumindest Gespräche geführt worden sind: Ex-Nationalspieler Mario Basler. Der 45-Jährige war als Trainer schon bei Jahn Regensburg, Eintracht Trier, Wacker Burghausen und zuletzt Rot-Weiß Oberhausen hauptverantwortlich tätig. Derzeit ist er ohne Verein. Wie nun bekannt wurde, soll es den Kontakt zu ihm schon gegeben haben, als André Schubert kein Vorstandsmitglied gewesen ist. Nun ist von Basler keine Rede mehr.

Solange noch kein neuer Coach gefunden ist, werden weiterhin Sven Hoffmeister und Torwart Carsten Nulle das Training leiten. Mit dabei ist dann auch Morike Sako. Für den Stürmer dauert die Winterpause allerdings noch ein bisschen länger als für die Teamkollegen, nachdem er nach seiner Roten Karte gegen Eintracht Trier im Dezember vom Sportgericht der Regionalliga Südwest für ein Spiel gesperrt worden ist.

Dabei sorgt das Urteil durchaus für Diskussionsstoff. Schließlich stellte Sportrichter Dr. Andreas Pitz aus Mannheim fest, dass Sako im Zweikampf gegen den Trierer Michael Dingels keine Tätlichkeit begangen hat. Das hätten die Fernsehbilder bewiesen.

Für was aber ist Sako dann gesperrt worden? „Weil Sako nicht nichts gemacht hat“, sagt Pitz, der sein Urteil mit der Disziplinarordnung der Europäischen Fußball-Union begründet. Die besagt, dass ein Spieler nach einer Roten Karte zwingend mit mindestens einem Spiel Sperre bestraft werden muss, wenn nicht zweifeldfrei bewiesen ist, dass überhaupt kein Vergehen vorliegt. Diese strenge Regelung diene dem Schutz der Tatsachenentscheidung.

Im Fall Sako konnte Pitz aufgrund der Fernsehbilder ausschließen, dass der Stürmer eine Tätlichkeit begangen hat. Auch ein rohes Spiel habe nicht vorgelegen. Bleibt eine Verurteil wegen unsportlichen Verhaltens, weil Sako seinen Gegenspieler zumindest berührt hat - und der verletzt ausscheiden musste.

Von Florian Hagemann

Quelle: HNA

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