Nach dem 1:3 gegen Walldorf

KSV Baunatal: Die Misere zusammengefasst in vier Punkten

Baunatal. Für die Fußballer des KSV Baunatal muss sich diese Regionalliga-Saison anfühlen wie ein schlechter Film in Endlosschleife. Am Samstag haben die Nordhessen gegen den FC Astoria Walldorf die achte Pleite in Folge kassiert.

Woche für Woche grüßt das Murmeltier – denn auch dieses 1:3 (1:1) gegen den Aufsteiger war typisch für die Auftritte des Tabellenschlusslichts.

„Eine Niederlage nach Schema F“, bilanzierte KSV-Trainer Tobias Nebe resigniert. Von daher dient die Pleite gegen Walldorf als Paradebeispiel für die Baunataler Misere. Eine Zusammenfassung in vier Punkten:

1. Die Einstellung: Die stimmte bei den Nordhessen. Der Tabellenletzte ging engagiert zu Werke gegen den Aufsteiger und ließ in 90 Minuten wenig zu. Die Bereitschaft, alles zu geben, war den Baunataler Spielern deutlich anzumerken. In Sachen Kampf und Einsatz gab’s nichts zu meckern. Selbst vom 0:1-Rückstand, der wie aus dem Nichts in der 12. Minute fiel, ließ sich die Mannschaft nicht schocken. Kein Wunder, dass Trainer Nebe ratlos wirkte: „Wir machen das wirklich ordentlich. Ich weiß nicht mehr, was ich sagen soll.“

2. Die Nachlässigkeit: Nico Schrader, der das 1:1 für Baunatal per Kopf erzielte (39. Minute), drückte seinen Frust so aus: „Typisch für uns. Wir kriegen dämliche Gegentore.“ Nachlässigkeiten bestrafte der Gegner prompt. Vor dem 0:1 stand Walldorfs Timo Kern mutterseelenallein am Baunataler Elfmeterpunkt – und das nach einem Freistoß. Beim 1:2 (69.) griff die KSV-Defensive David Etzold nur halbherzig an, sodass der in Ruhe den Ball für Kern auflegte. Vor dem 1:3 durch Nicolai Groß (72.) agierte die Baunataler Verteidigung ebenfalls zu passiv.

3. Die Chancenverwertung: Möglichkeiten in Hülle und Fülle erspielten sich die Baunataler nicht, aber „die wenigen Chancen müssen wir einfach besser nutzen“, sagte Nebe. Zu Beginn der zweiten Halbzeit drängten die Gastgeber vor 250 Zuschauern im Baunataler Parkstadion auf den Führungstreffer. Die beste Chance vergab Schrader, als er fünf Meter vor dem Tor über den Ball trat (50.). Vor allem der glänzend aufgelegte Jan Kaufmann sorgte immer wieder für Gefahr – in der 65. Minute scheiterte der Baunataler Neuzugang mit einem Fernschuss an Walldorfs Torwart Rick Wulle. Keine vier Minuten später klingelte es im Kasten von KSV-Torwart Niklas Hartmann.

4. Der Kräfteverschleiß: Irgendwann hatten die abgeklärten Gäste den Baunatalern dann doch den Zahn gezogen. Die Nordhessen hatten abermals einen riesigen Aufwand betrieben, nach dem 1:3 schwanden die Kräfte zusehends. Und weil zu viel Stammpersonal verletzt und krank ausfiel, hatte das Trainerduo Nebe und Tobias Klöppner auf der Bank kaum Alternativen, um frische Impulse zu setzen. Wie fast immer in dieser Saison. (lip)

KSV verliert 1:3 gegen Walldorf

Baunatal: Hartmann - Wengerek, Hanske, Wolf, Leipold - Pollasch, Borgardt, Ulusoy, Schrader (64. Boness) - Bier (72. Watson), Kaufmann

Walldorf: Rick - Hofmann, Nyenty, Kaufmann, Schön - Etzold (69. Hofbauer), Hillenbrand (80. Mohr), Kern, Meyer - Albrecht (58. Groß), Carl

Schiedsrichter:  Münch (Rielasingen) - Zuschauer: 250

Tore: 0:1 Kern (12.), 1:1 Schrader (39.), 1:2 Kern (69.), 1:3 Groß (72.)

Gelbe Karten: Hanske, Leipold, Bier, Watson / Schön

Quelle: HNA

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