Bitter, dieses Derby-Wochenende: Kassel Huskies verlieren auch gegen Nauheim

Kassel Huskies im Derby gegen Bad Nauheim
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Kassel Huskies im Derby gegen Bad Nauheim.

Was für ein bitteres Derby-Wochenende für die Huskies. Zwei Tage nach dem dramatischen 2:4 in Frankfurt verlieren Kassels Eishockeyspieler auch das Heimspiel gegen Bad Nauheim.

Kassel - 1:3 (0:1, 0:0, 1:2) spielten die Kasseler gegen die Teufel – und liegen so weiter weit hinter den beiden hessischen Rivalen.

Joel Keussen ist zurück im Derby, Teil zwei, Denis Shevyrin wieder Stürmer. Nauheim kommt mit der Empfehlung von sieben Siegen in Serie, darunter auch im Derby in Frankfurt. Okay, das haben die Huskies verpasst. Das Duell mit Nauheim startet– anders als die hitzige Partie am Freitag – verhalten. Torszenen sind Mangelware. Jerry Kuhn im Tor bekommt erst etwas mehr Arbeit, als die Huskies ab der 5. Minute in Unterzahl sind.

Trotzdem überstehen sie das souverän, haben kurz darauf doppeltes Pech: Lukas Laub von links – Latte. Joel Keussen von rechts – Pfosten. Das scheppert. Wirkt ein wenig wie ein Weckruf. Das Derby nimmt auch etwas mehr Fahrt auf. Das Tempo zieht an. Kuhn muss Kopf und Kragen riskieren, als Jordan Hickmott plötzlich am Pfosten auftaucht (13.). Keussen hat Pech, dass seine Schlagschüsse zweimal knapp vorbeirauschen. Ein Foul an Jamie MacQueen bleibt ohne Strafe.

Und dann steht es 0:1. Den Schuss von Robin van Calster kann Kuhn parieren, Aber der Nachschuss von Stefan Reiter sitzt. Die Huskies liegen hinten, auch noch als die Pausensirene ertönt.

Shevyrin und Mitch Wahl eröffnen Durchgang zwei mit einer Doppelchance. Das Warten auf das erste Kasseler Tor aber geht weiter. Nauheim verteidigt sehr aufmerksam, sehr stabil. Es ist bei weitem nicht dieser spektakuläre Schlagabtausch wie in Frankfurt. Aber es ist eine sehr intensive Auseinandersetzung, der die Torchancen fehlen. Immerhin: In der 29. Minute gibt es ersten Jubel auf den Rängen. Nach Wahls Schuss zappelt die Scheibe im Netz. Aber eben nur im Außennetz.

Kassels Druck wird trotzdem größer. Es ist jetzt eine Suche nach der Lücke, die viel Geduld erfordert. Nauheim macht so verdammt dicht vor dem eigenen Tor. Und wenn dann doch ein Schuss durchkommt wie der von Keussen (31.), dann ist da ja auch noch Felix Bick. Die Huskies überstehen eine zweite Unterzahl – die Strafe ist ebenso fragwürdig wie die erste – ohne Probleme. Dafür ist die erste Überzahl, die sie in der Schlussphase bekommen, ziemlich schlecht. Die einzige Chance? Haben die Gäste bei einem Konter. Kuhn pariert Hickmotts verdeckten Schuss.

Der Rückstand bleibt. Und schlimmer noch: Er wächst zu Beginn des Schlussdrittels. Kassel verliert den Puck, dann geht es ganz schnell. Nauheim kontert, Hickmott legt vor dem Tor quer und Jerry Pollastrone muss am rechten Pfosten nur noch einschieben. Dieses 0:2 in der 42. Minute ist eine echte Hypothek.

Doch jetzt schlagen die Gastgeber postwendend zurück. 39 Sekunden dauert es, dann ist der Anschluss da. Lukas Laub zieht hinter das Tor, spielt zurück auf Brett Cameron, der Bick keine Chance lässt. Keine zwei Minuten später muss der Ausgleich nach einer tollen Aktion von Jake Weidner eigentlich fallen, doch zum dritten Mal landet Gummi auf Metall. Pfosten!

Die Huskies stürmen nun unentwegt nach vorn. Rutkowski von halbrechts, Wahl zentral, Kranz dicht am Tor – sie alle scheitern. So kommt, was zu befürchten ist: Hickmott schließt einen Konter in der 54. Minute mit dem 1:3 ab. Brutal effektiv ist das. Und das bittere Derby-Wochenende damit perfekt.

Den Liveticker zum Nachlesen gibt es hier.

Statistik: So haben die Kassel Huskies gegen Bad Nauheim gespielt

Schiedsrichter: Apel/Neutzer

Zuschauer: 3140

Tore: 1:0 (16:38) Reiter (van Calster, Stephan), 0:2 (41:43) Pollastrone (Kevin Schmidt, Hickmott), 1:2 (42:22) Cameron (Laub, Keussen),1:3 (53:36) Hickmott (Pollastrone, Köhler ).

Strafminuten: Kassel 8 - Nauheim 6

Von Frank Ziemke

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