Mit Brill gegen den Spitzenreiter: KSV empfängt Waldhof Mannheim

Wieder im Einsatz: Kassels Frederic Brill (rechts), hier gegen Luca Pfeiffer von den Stuttgarter Kickers. Foto: Hedler
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Wieder im Einsatz: Kassels Frederic Brill (rechts), hier gegen Luca Pfeiffer von den Stuttgarter Kickers.

Kassel. Das erste Heimspiel 2017 in der Fußball-Regionalliga ist für den KSV Hessen Kassel gleich ein Knaller. Er empfängt am Freitag den Spitzenreiter Waldhof Mannheim.

Anpfiff im Auestadion ist um 19.30 Uhr. Mit dabei ist auch ein Löwe, der lange verletzt war und eine Mannheimer Vergangenheit hat: Frederic Brill. Der 24-Jährige äußert sich über mehrere Themen.

FREDERIC BRILL ÜBER ... 

... seine Verletzungspause:  „Das war eine bescheidene Zeit, weil ich lange nicht wusste, was kaputt war und wie schlimm die Verletzung war. Erst hieß es, ich hätte einen Muskelfaserriss, dann war auch noch die Sehne betroffen. Ich bin von Physiotherapeut zu Physiotherapeut, von Arzt zu Arzt – und immer zur Reha. Auch wenn sich das blöd anhört: Mir wäre fast lieber gewesen, ich hätte mir was gebrochen. Dann wäre klar gewesen, wann ich wieder spiele. Was mir in der Zeit sicher einen Schub gegeben hat, war die Mannschaft. Wenn du siehst, wie sie kämpft und siegt, willst du ganz schnell wieder auf dem Platz stehen, zumal ich immer Teil des Teams geblieben bin und bei jedem Spiel zugeschaut habe.“

... die Rückkehr gegen die Stuttgarter Kickers am vergangenen Wochenende: „Die war fast Routine, weil ich ja auch die Vorbereitungsspiele bestritten habe. Allerdings fanden die alle auf Kunstrasen statt. In Stuttgart habe ich erstmals wieder auf Rasen gespielt, was noch einmal anstrengender war. Den Sonntag und Montag danach habe ich deshalb fast nur abwechselnd in der Sauna und im Eisbecken verbracht, um mich zu regenerieren. Aber es war schön, erstmals seit Mitte September wieder ein Pflichtspiel absolviert zu haben – zumal wir glücklich darüber sein konnten, gut in die Restrückrunde gekommen zu sein.“

... die Stimmung in der Mannschaft: „Die ist sicher außergewöhnlich. Oft sind ja Mannschaften fernab des Fußballplatzes in Gruppen von jeweils sechs, sieben Spielern aufgeteilt. Hier ist das anders: Hier kann jeder mit jedem. Es vergeht keine Woche, in der wir nicht zusammen etwas unternehmen oder zusammen Champions League gucken.“

... Mannheim aktuell: „Die Waldhöfer sind das Maß aller Dinge. Sie haben auch zu Beginn dieses Jahres mit den Heimsiegen gegen die Stuttgarter Kickers und Steinbach zwei Ausrufezeichen gesetzt. Allerdings: Sie sind in diesem Jahr noch nicht in Kassel gewesen. Und ich bin gespannt, was im Auestadion passiert, wenn wir von unseren Fans so toll wie zuletzt unterstützt werden.“

... die eigene Waldhöfer Vergangenheit:  „Ich bin nicht im Schlechten geschieden, als ich vor eineinhalb Jahren nach Kassel gewechselt bin. Damals meinte ich aber, mehr Sicherheit beim KSV zu haben. Ich habe auch heute noch Kontakt zu einigen Mannheimern. Vom Potenzial her ist Waldhof sicherlich mehr als ein Regionalligist. Mit der Ausgliederung der Fußballabteilung ist dort sicher der nächste Schritt getan.“

... die Zukunft: „Mein Vertrag läuft aus, aber der Verein und ich, wir sind in Gesprächen, die bisher sehr positiv verlaufen sind. Wir wissen, was wir aneinander haben. Dass Niklas Hartmann und Lucas Albrecht kürzlich ihre Verträge verlängert haben, könnte auf andere sicher eine Signalwirkung haben.“

... ein erstes eigenes KSV-Tor: „Dafür wäre gegen Mannheim die passende Gelegenheit. Wobei ich mich über kein Gegentor genauso freue wie über ein eigenes Tor.“

Quelle: HNA

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