In der Qualifikation gegen Bjerringbro-Silkeborg

MT Melsungen trifft im Handball-Europapokal auf einen alten Bekannten

Im Februar 2020 verlor die MT Melsungen im EHF-Pokal bei Bjerrinbro-Silkeborg. Im Bild setzt sich Julius Kühn gegen Jesper Nöddesbo durch.
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Das war im Februar: Melsungens Julius Kühn setzt sich gegen Silkeborgs Jesper Nöddesbo durch.

Die Chance lag bei 20 Prozent, dass die Handballer der MT Melsungen erneut auf Bjerringbro-Silkeborg treffen werden. Doch die Auslosung bei der Europäischen Handball-Förderation (EHF) ergab, dass die beiden Klubs nur sechs Monate nach dem letzten Aufeinandertreffen im EHF-Cup nun wieder Kontrahenten sind.

Die Chance lag bei 20 Prozent, dass die Handballer der MT Melsungen erneut auf Bjerringbro-Silkeborg treffen werden. Doch die Auslosung bei der Europäischen Handball-Förderation (EHF) ergab, dass die beiden Klubs nur sechs Monate nach dem letzten Kräftemessen im EHF-Cup nun wieder Kontrahenten sind. Diesmal stehen sie sich in der ersten Qualifikationsrunde zur neu geschaffenen EHF European League gegenüber. Dabei muss die MT zunächst am 29. oder 30. August bei den Dänen antreten. Eine Woche später steigt das Rückspiel in Nordhessen.

„Die Konstellation ist schon sehr besonders“, sagt MT-Manager Axel Geerken. Zum einen, weil seine Mannschaft erst zu Beginn dieses Jahres mit Silkeborg das Vergnügen hatte.

Zum anderen, weil es für die MT nun ein schnelles Wiedersehen mit ihrem ehemaligen Torwart Johan Sjöstrand geben wird. „Jetzt haben wir doch noch die Chance, Johan gebührend zu verabschieden. Auf meinem Schreibtisch liegen immer noch ein Trikot und ein Geschenk“, sagt Geerken. Wegen der Coronakrise war es den Melsungern nicht möglich, Sjöstrand noch einmal nach Deutschland zu holen. Von 2015 bis 2020 hütete der Schwede das Tor der MT.

Lasse Mikkelsen, dänischer Spielmacher der MT Melsungen.

„Silkeborg war nicht unser Wunschgegner“, erklärt Trainer Gudmundur Gudmundsson, „es ist eine sehr schwierige Aufgabe, aber wir haben im März gezeigt, dass wir die Mannschaft schlagen können.“ 35:33 endete das Heimspiel gegen den dänischen Erstligisten – es war der erste Einsatz von Gudmundsson als MT-Coach.

„Gudmi hat eine makellose Bilanz gegen Silkeborg“, sagt Manager Geerken schmunzelnd. Allerdings hatten die Nordhessen zuvor das Hinspiel unter Vorgänger Heiko Grimm in Dänemark 31:35 verloren.

Silkeborg nahm einige Änderungen im Kader vor. So sind Topspieler wie Nikolaj Markussen (Veszprem) und Michael Knudsen (Karriereende) nicht mehr dabei. „Das Team ist sehr gut am Kreis besetzt“, warnt Melsungens dänischer Spielmacher Lasse Mikkelsen. Neben Oldie Jesper Nöddesbo stehen dem Klub mit René Toft Hansen (von Benfica Lissabon) und Alexander Lynggaard (St. Raphael) zwei exzellente Kreisläufer zur Verfügung.

An Lynggaard hat die MT keine guten Erinnerungen, weil sie 2017 im Viertelfinale des EHF-Cups am französischen Vertreter St. Raphael gescheitert war. Gudmundsson trainierte sowohl Lynggaard als auch Toft Hansen während seiner Zeit als Chefcoach der dänischen Nationalmannschaft.

Bis zu 500 Zuschauer könnten dann möglicherweise in Silkeborg dabei sein. Wo die MT ihr Heimspiel austragen wird und ob Zuschauer zugelassen werden, steht noch nicht fest. Allerdings meldete Melsungen die Rothenbach-Halle als Spielort an. „Wir hatten bei der Messe Kassel bislang nur die Termine für ein Spiel in der zweiten Runde angefragt“, erläutert Geerken. Überraschend hatte die EHF zwei Qualifikationsrunden angesetzt.

Die Partien der zweiten Runde finden am 22. und 29. September statt. Sollte sich die MT in der Qualifikation behaupten, geht es für sie am 20. Oktober mit den Begegnungen in der Gruppenphase los.

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