Handball-Bundesliga: Linksaußen der MT Melsungen hofft auf Teilnahme an Pokal-Finalturnier

Chris Zufelde ist schon bei 80 Prozent

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Auf dem Sprung: Melsungens Chris Zufelde, der nach einer Schulter-Operation seit August nicht mehr spielte.

Melsungen. Als es passierte und er bei einem internationalen Turnier in Hamburg mit dem Angreifer vom HC Constanta zusammengerauscht war, dachte er sich zunächst nicht viel dabei.

„Am nächsten Tag konnte ich allerdings nicht mehr richtig werfen“, erklärte Handballer Chris Zufelde von der MT Melsungen und ließ sich wegen einer lädierten Schulter untersuchen. Am Ende stellte sich heraus, dass bei ihm eine Sehne angerissen war. Kurz vor Beginn der Bundesliga-Serie im August die ernüchternde Nachricht: Operation und lange Pause.

Das erste Mal, dass es ihn in seiner noch recht kurzen Karriere richtig hart traf. „Vorher habe ich nicht einmal länger als zwei Wochen pausieren müssen“, berichtet Zufelde. So wie ein paar Tage zuvor, als er beim Linden-Cup in Mittelhessen unglücklich umgeknickt war und für den Rest der Veranstaltung geschont werden musste.

Ende der Leidenszeit

Jetzt nähert sich seine Leidenszeit dem Ende. Zwar geht er momentan noch einmal pro Woche zur Reha, kniete sich aber beispielsweise beim Trainingslager auf Fuerteventura voll rein. „Er ist nun bei 80 Prozent Wurfkraft“, berichtet Trainer Michael Roth, „vielleicht kann er Mitte Februar wieder eingesetzt werden.“

Der 2010 aus Schwerin nach Nordhessen geholte Linksaußen sehnt seine Rückkehr aufs Parkett herbei. „Es fällt mir zurzeit schon schwer, die nötige Geduld aufzubringen“, bekennt Zufelde. Solange er gar nichts mit dem Ball machen konnte, erging es ihm da etwas einfacher: „Da habe ich mir kein Training angeschaut, sondern habe mich nur auf meine Reha konzentriert.“

Ganz ausblenden konnte er seine eigene Situation allerdings auch nicht - angesichts der Erfolgswelle, auf der seine Kameraden seit Monaten schwimmen. Gern wäre er aktiv dabei gewesen, als das MT-Team in Kiel sensationell gewann oder gegen Balingen-Weilstetten den Einzug ins Pokal-Viertelfinale perfekt machte. „Ich hoffe, dass ich in Eisenach ein paar Minuten ran oder zumindest auf der Bank Platz nehmen darf“, sagt Zufelde. Ansonsten besteht - im Falle eines Weiterkommens am 6. Februar beim ThSV Eisenach - die Chance, eine Runde später eingreifen zu können. Das wäre das Final-Four-Turnier in Hamburg - die ideale Möglichkeit, ein Trauma zu verarbeiten, das in eben jener Weltstadt an der Elbe begann.

Von Björn Mahr

Quelle: HNA

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