Auswirkungen auf Veranstaltungen

Corona-Krise in Kassel: Geisterspiele für die MT Melsungen und den KSV Hessen

Kasseler Auestadion
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Leere Ränge im Kasseler Auestadion: Der KSV Hessen muss am Samstag ohne Publikum spielen. 

Die enorm gestiegenen Corona-Zahlen in Kassel haben auch Auswirkungen auf den Sport: Die Handballer der MT Melsungen und die Fußballer des KSV Hessen Kassel müssen ohne Publikum spielen.

Die nächsten Heimspiele der MT Melsungen in der Handball-Bundesliga und des KSV Hessen Kassel in der Fußball-Regionalliga werden Geisterspiele. Nachdem die Fallzahlen in Kassel erheblich angestiegen sind, teilte die Stadt mit, dass die beiden Klubs am Samstag „ohne Zuschauer“ spielen müssen. Die MT erwartet ab 20.30 Uhr in der Rothenbach-Halle Minden, die Löwen empfangen bereits ab 14 Uhr im Auestadion Astoria Walldorf.

Vor einer Woche hatten die Melsunger ihr erstes Punktspiel auf dem Messegelände gegen Lemgo ausgetragen. 1586 Fans erlebten den 27:21-Sieg in der Halle. Sogar bis zu 2100 Besucher hätten dabei sein dürfen von vierstellig auf null. „Nachdem wir unsere Heimpremiere vor einer Woche gegen Lemgo erfolgreich durchgeführt haben und unser Hygiene- und Sicherheitskonzept von allen Seiten gelobt und als vorbildlich bezeichnet wurde, ist die heutige Nachricht ein herber Rückschlag für uns”, erklärte Axel Geerken, der Melsunger Manager. „Gleichwohl“, fügt Geerken hinzu, „müssen wir diese behördliche Entscheidung akzeptieren – so bitter dies für uns und unsere Zuschauer auch ist. Wir hoffen, dass sich die Lage sehr rasch entspannt und dann wieder Publikumsveranstaltungen möglich werden.”

So ähnlich wird es am Samstag in der Kasseler Rothenbach-Halle aussehen: Die MT muss ihr Heimspiel gegen Minden vor leeren Rängen austragen.

Bereits im Europapokal Anfang September gegen den dänischen Vertreter Bjerringbro-Silkeborg spielte die MT vor leeren Rängen. In der Bundesliga mussten bislang auch schon andere Vereine bei ihren Heimspielen auf Fans verzichten. Am Sonntag waren beispielsweise zur Partie der HSG Nordhorn-Lingen gegen den Bergischen HC keine Zuschauer zugelassen.

Schon vier Regionalliga-Einsätze hatte der KSV in dieser Saison im Auestadion. Im Schnitt kamen 1888 Zuschauer. „Bis jetzt sind wir gut durchgekommen. Nun hat es uns auch erwischt. Wir respektieren die Entscheidung, die Gesundheit geht vor“, sagt KSV-Vorstand Jens Rose. Es sei aber „keine Riesen-Überraschung“. Am ersten Spieltag hatten die Löwen bereits beim VfB Stuttgart II ein Geisterspiel ausgetragen.

„Es tut mir leid für unsere Fans, aber auch für unser Team“, stellt Rose mit Blick auf die fehlende Unterstützung fest. „Jetzt müssen unsere Spieler eben die Ärmel hochkrempeln. Und wir freuen uns auf den Moment, wenn wieder Fans erlaubt sind.“ (Björn Mahr)

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