2:2 beim TSV Steinbach

Vesco und Döringer treffen für den KSV Hessen: Das Duo aus dem Hotel

Daniele Vesco (links) und David Kamm Al-Azzawe.
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Duell im Schneeregen: Daniele Vesco (links) und Steinbachs Kapitän David Kamm Al-Azzawe.

Eine Zeit lang haben Jascha Döringer und Daniele Vesco sogar zusammengewohnt. Die beiden Neuzugänge des KSV Hessen Kassel lebten in den ersten Wochen im selben Hotel.

Kassel/Haiger – Nicht das Einzige, was die Offensivspieler des Fußball-Regionalligisten verbindet. Beide wurden mit großen Hoffnungen bei den Löwen empfangen. Beide hatten ihre Anlaufschwierigkeiten, Vesco noch mehr als Döringer, der zwar viel spielte, aber nicht traf. Am Freitagabend sorgten beide dann dafür, dass der KSV beim 2:2 (1:2) in Haiger gegen den TSV Steinbach einen Punkt mit zurück nach Nordhessen nahm und die Serie von drei Niederlagen in Folge beendet wurde.

Auf der Tribüne des Stadions in Haiger wurde hinterher gewitzelt: Wenn der KSV nur gegen Steinbach antreten würde, dann sei Vesco demnächst in der 3. Liga zu finden, hieß es da. Warum? Der 21 Jahre alte Schweizer erzielte bislang zwei Tore in der Liga. Am 1. Spieltag traf er zum 1:1-Endstand – gegen den TSV Steinbach. Und nun war er zum zweiten Mal erfolgreich – wieder gegen den TSV Steinbach. Nach einer Flanke von Frederic Brill aus dem Halbfeld, bei der sich Benjamin Kirchhoff verschätzte, stand Vesco plötzlich frei vor TSV-Schlussmann Eike Bansen und schob sicher ein. Nach sieben Minuten war der KSV vorn. Und hatte die Partie anschließend im Griff.

Bis erst Dennis Chessa eine Flanke zum Ausgleich über die Linie grätschte (35.) und nur sechs Minuten später Marcel Fischer einen Freistoß unglücklich in eigene Tor lenkte. Es blieb auch nach dem Seitenwechsel eine intensive Begegnung. Nach einer Stunde passierte dann etwas, auf das Fans und Spieler des KSV schon sehnlich gewartet hatten.

Jascha Döringer erzielte seinen ersten Treffer für die Löwen. Serkan Durna hatte aus 18 Metern abgezogen, Bansen gehalten. Doch Döringer setzte nach und köpfte den Ball ins Tor. Während seine Mitspieler jubelten, blieb der 25-Jährige allerdings erst einmal liegen.

„Der Gegenspieler hat mir einmal durchs Gesicht gewischt, er wollte auch köpfen. Es hat sich komisch angefühlt, ein bisschen taub, mir war schwindelig. Als ich kurz danach ausgewechselt wurde, hat mein Schädel auf der Bank ganz gut gebrummt“, sagt Döringer. Aber er sagt auch: „Dass es endlich so mit dem Tor geklappt hat, war ein geiles Gefühl. Es war ein langer Anlauf dafür.“ Lang war auch der Anlauf für diesen Treffer in Haiger. Doch weil Döringer den Weg über die linke Seite machte und auf einen Abpraller spekulierte, war er vor seinem Gegenspieler am Ball.

Für den KSV sei dieser Punktgewinn noch nicht die ganz große Erleichterung. „Aber der Punkt zeigt, dass wir auch gegen starke Gegner immer was holen können“, sagt der 25-Jährige. Für ihn selbst war die Partie mit dem ersten Tor für die Löwen allerdings schon eine große Erleichterung. „Der Druck ist jetzt ein wenig abgefallen. Alle haben sich sehr für mich gefreut und sind auch nach dem Abpfiff noch mal zu mir gekommen“, berichtet der Offensivspieler.

Im Hotel wohnen Vesco und Döringer mittlerweile übrigens nicht mehr. Doch noch immer haben sie Dinge gemein. Derzeit zum Beispiel ihre aufsteigende Form. Der Knoten scheint sich bei beiden gelöst zu haben. (Maximilian Bülau)

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