Heute in Crimmitschau

Huskies-Rückkehrer Carciola: Debüt ausgerechnet im Derby

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So war es, so soll es wieder werden: Adriano Carciola jubelt über ein Tor im Huskies-Trikot.

Kassel. Kassel gegen Frankfurt, Huskies gegen Löwen – am Sonntag um 18.30 Uhr ist in der Kasseler Eissporthalle wieder ein Festtag für die hessischen Eishockey-Fans.

Eine Bestandsaufnahme vor dem Heimdebüt von Rückkehrer Adriano Carciola im blau-weißen Trikot:

Das Vorspiel

In Crimmitschau erwartet die Huskies heute um 20 Uhr ein unberechenbarer Rivale. „Die Eispiraten haben in der Offensive viel Talent und Erfahrung“, sagt Trainer Rico Rossi mit Blick auf Ex-Husky Martin Bartek (36), Ivan Ciernik (39), Mark Lee (32), Jason Pinizzotto (37) und Topscorer Patrick Pohl (26) mit 12 Toren und 22 Vorlagen. Bei den Sachsen gewann Kassel das erste Spiel 2:1, daheim gab’s ein 5:2.

Und die Löwen? Sie empfangen heute die ebenso unberechenbaren Freiburger.

Die Serien

Sieben Spiele, sieben Siege – die Kasseler Derbykönige haben einen Lauf gegen die Löwen. Denn dem legendären Sweep im Playoff-Viertelfinale folgten in dieser Saison weitere Triumphe in Frankfurt (5:4 n.V.; 3:2) und auf eigenem Eis (2:1). Alle Spiele also wurden mit nur einem Treffer Differenz entschieden, zweimal war Jack Downing der entscheidende Schütze.

Und die Löwen? Ihr letzter Erfolg gegen die Huskies war am 21. Februar 2015. Diesem 4:1 waren drei Derbysiege vorangegangen. Aber wer erinnert sich schon an diese Serie?

Die aktuelle Form

Drei Siege in Folge mit 15:7 Toren haben das Formtief der Huskies mit nur einem Sieg in sechs Partien vergessen lassen. „Wir haben als Team es geschafft, wieder unsere Defensive zu stabilisieren“, benennt Trainer Rossi einen Grund des Aufschwungs.

Und die Löwen? Acht Siegen stehen sieben Niederlagen in den letzten 15 Spielen gegenüber. Ihre stärkste Phase hatten die Frankfurter zum Jahreswechsel mit 14 von 18 Punkten aus sechs Spielen, die ihnen kurzzeitig sogar Rang eins einbrachten.

Die Stimmung

„Adriano ist beliebt bei den Kollegen, er verbreitet gute Stimmung in der Kabine“, sagt Rossi über Carciola. Er komme mit dem Selbstvertrauen von 17 Toren (Schlager traf nur zweimal) – „und das wird gut sein für unser Team und die Durchschlagskraft“. Unruhe habe der Wechsel nicht gebracht, so der Coach. „Denn Adriano ist kein Neuer, sondern einer, der uns und unser System bestens kennt.“

Und bei den Löwen? Trainer Paul Gardner ist sehr zufrieden mit der Reaktion des Teams beim 6:3 in Kaufbeuren nach der 4:5-Niederlage gegen Bietigheim. „Wenn wir weiter so konzentriert und konstant auftreten, bin ich überzeugt, dass wir den zweiten Tabellenplatz bis zum Ende der Hauptrunde verteidigen können. Aber wir müssen aufpassen, dass wir erst am Samstag an das Derby in Kassel denken. Denn Freiburg am Freitag ist ein gefährlicher Gegner.“

Das Personal

Der Ausfall Alex Heinrichs wiegt schwer – in der Defensive, im Aufbau und in den Specialteams. „Im Powerplay haben wir mit Hungerecker, Maginot und nun Carciola einige Alternativen, aber Alex ist auch eine tragende Säule im Unterzahlspiel“, sagt Rossi und weiß, dass einige Umstellungen nötig sind. Sieben Verteidiger hat er nun - inklusive des Finnen Esa Lehikoinen, der zuletzt fünfter, überzähliger Ausländer war.

Und bei den Löwen? Verteidiger Pawel Dronia ist wieder einsatzbereit, Ex-Husky Florian Proske (Tor) und Stürmer Dennis Reimer dagegen stehen verletzt nicht zur Verfügung. Ricco Ratajcyzk wird bei Kooperationspartner Füchse Duisburg auflaufen.

Quelle: HNA

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