Eishockey

Huskies beim 1:3 in Bad Tölz diesmal ohne Biss

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Kassels Bester: Auch Gerald „Jerry“ Kuhn konnte die Niederlage in Bad Tölz nicht verhindern.

Sie dominierten, sie hatten viele gute Torchancen, und doch gingen sie leer aus: Die Kassel Huskies haben bei den Tölzer Löwen mit 1:3 (0:0, 0:2, 1.1) verloren.

Jerry Kuhn war ihr Bester, nur Nathan Burns traf ins Netz. Alle drei Verfolger blieben ohne Sieg. Doch die Gunst der Stunde konnten sie nicht nutzen: Auch die Kassel Huskies kehrten von ihrem 1100-Kilometer-Bustripp nach Bad Tölz mit leeren Händen heim. Sie quittierten bei den Löwen eine bittere, weil unnötige 1:3 (0:0, 0:2, 1:1)-Niederlage, bleiben aber Spitzenreiter der zweiten Eishockey-Liga.

Dabei hatten die Huskies im Isarwinkel da weitergemacht, wo sie am Freitag aufgehört hatten. Zunächst. Sie agierten bestens strukturiert im Aufbau, waren in der Abwehr gut organisiert und hatten die nötige Passsicherheit. Allein sie schlugen kein Kapital aus ihrer Dominanz und zahlreichen Puckgewinnen in der neutralen Zone, weil sie die letzte Konsequenz, den letzten Biss vermissen ließen.

Nach sieben Minuten schien dennoch in Überzahl das 1:0 fällig, doch erst scheiterte Alex Karachun aus der Nahdistanz, dann kratzte Torwart Franzreb mit einem famosen Reflex mit der linken Fußspitze auch noch Ben Duffys Nachschuss von der Linie. Weitere Chancen von Austin Carroll, Justin Kirsch, Lois Spitzner sowie Corey Trivino blieben ebenfalls ungenutzt.

Doch die gefühlte Sicherheit trog, wurde gar zum Fallstrick für die Nordhessen. Denn während vorn weiterhin fast alle Pässe gut gespielt wurden, nur der entscheidende letzte weiterhin nicht ankam, ging dann auch in der Abwehr peu a peu die nötige Konsequenz verloren.

Die Folge: Jerry Kuhn geriet immer mehr in den Fokus. Mit Glanzparaden gegen French, Tosto und MacKenzie (15.) sowie bei Pflegers freier Bahn (20.) in zweifacher Kasseler Unterzahl bewahrte der Torwart die Gäste noch vor einem Rückstand, auch bei Frenchs Alleingang (24.) war er zur Stelle. Nach 27 Minuten aber wurde der stetig gewachsene Schlendrian in der Defensive bestraft und auch Kassels Bester war machtlos. Als jegliche Zuordnung verloren ging, hatte Tosto freie Bahn zum 0:1. Sieben Minute sahen erneut zu viele Gästespieler nur zu, und Dibelka nutzte die Einladung zum 0:2 (34.). Gegen Reiter (37.) war dann zum Glück Kuhn sensationell wieder da.

Und die Huskies? Gingen weiter leer aus bei Carrolls Aktion direkt am Torraum (27.), bei Valentins abgefälschtem Schuss (29.), bei Duffys Lattentreffer (31.) und bei Trivinos freier Bahn (35.). Das wurde auch nicht besser im Kasseler Schlussspurt. Die nur drei Tölzer Blöcke igelten sich vor dem wie Kuhn tadellosen Franzreb ein, den gut und schön spielenden Nordhessen fehlte es weiterhin an Wucht, Wille und Überraschungsmoment. Erst mit sechs gegen vier bugsierten sie dann doch noch die Scheibe über die Linie, doch Nathan Burns’ 1:2 weckte 103 Sekunden vor Schluss nur noch kurz Hoffnung. Denn ins verwaiste Kasseler Gehäuse machte Weller dann mit dem 3:1 den Deckel drauf.

Weiter geht die Deutschland-Tour der Huskies schon am Dienstag in Dresden und am Freitag in Frankfurt.

Schiedsrichter: Holzer/Sicorschi. Zuschauer: 2522 Tore: 1:0 (26:36) Tosto (Pfleger, French), 2:0 (33:22) Dibelka (MacKenzie, French), 2:1 (58:17) Burns (Duffy, Scalzo - 6:4), 3:1 (59:20) Weller (McNeely - 5:6) Strafminuten: Bad Tölz 4, Kassel 6.

Quelle: HNA

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