Bittere Pleite: Kassel Huskies verlieren 2:8 gegen Dresden

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Nicht der Abend der Huskies: Kassels Thomas Merl (im Vordergrund) versucht im Fallen, den Puck zu spielen. Teamkollege Braden Pimm (Nummer 64) und Dresdens Patrick Baum beobachten die Szene.

Kassel. Ein selten skurriles Spiel. Viel Aufregung. Dreißig Minuten eine ganz schwache Leistung. Macht zusammen: eine schmerzhafte Niederlage.

Der Abend, an dem Manuel Klinge als Rekordspieler geehrt wurde, war für die Kassel Huskies ein gebrauchter Abend. Gegen Dresden kassierte der Eishockey-Zweitligist eine 2:8 (1:3, 0:3, 1:2)-Pleite. Einziger Trost: Weil auch Weißwasser verlor, ist zumindest Platz vier und damit Heimrecht im Playoff-Viertelfinale sicher.

Was war das aber auch für ein seltsamer Eishockey-Dienstag? Der doch eigentlich gut begann: Es scheppert. Carter Proft trifft den Pfosten. Und Phil Hungerecker ist reaktionsschnell. Nachschuss. Tor. Und gerade mal zwei Minuten gespielt. 30 Sekunden später scheppert es wieder. Dresdens Hämäläinen hat geschossen. Und die Latte getroffen. Oder? Schiedsrichter Eric Daniels sagt bei der nächsten Unterbrechung: Videobeweis! Videobeweis?

EC Kassel Huskies gegen Dresdner Eislöwen

Richtig, hatte es erst am Sonntag dreimal gegeben. Als Daniels zurückkommt, zeigt er auf den Punkt. Tor. Ausgleich. Ungläubiges Staunen.

Zwei Minuten später steht es 1:2. Dass hier ein Baum trifft auf Zuspiel von Garten, ist nur eine Anekdote am Rande. Denn die Huskies geraten völlig aus dem Tritt. Sind immer mindestens einen Schritt langsamer. Leisten sich katastrophale Puckverluste. Dass der Heuboden heute leer ist wie selten, passt irgendwie zu dieser Darbietung. Trotzdem kassieren die Huskies bis zur 15. Minute zumindest kein weiteres Tor. Dann wird gewühlt vor dem Gehäuse. Es sieht nach einer Attacke aus gegen Torhüter Markus Keller. Es sieht nach einem hohen Stock aus. Aber der Puck könnte im Tor gewesen sein.

Daniels will das genau sehen, der Schiedrichter zeigt das Eckige: Bildschirm. Videobeweis! Hatten wir ja lange nicht. Wieder rechnet kaum jemand mit dem, was dann entschieden wird. Tor! 1:3.

Man könnte jetzt schon sagen, dass es ziemlich schlecht läuft für die Huskies. Man muss aber bald sagen: Es geht noch schlechter. Drittel zwei ist zehn Sekunden alt, da steht es 1:4. Garten hat viel Freiraum. Viel zu viel. Trainer Rico Rossi reagiert, holt Keller vom Eis, bringt Mirko Pantkowski. Kurze Zeit später rutscht dem Youngster der Puck nach einem Schuss aus dem Handschuh. 1:5. Es gibt diese Abende.

Immerhin: Die Huskies raufen sich nun zusammen. Klinge spielt die Scheibe hoch vor das Tor, Braden Pimm zieht volley ab. Doch nicht mal ein Traumtor ist den Gastgebern vergönnt. Torhüter Weitzmann, Vorname Hannibal, pariert irgendwie. In einer starken Unterzahl finden die Gastgeber endgültig zurück ins Spiel. Und Daniels wird für die Fans endgültig zum Buhmann, als er ein Foul an Klinge nicht ahndet, kurz darauf aber Hungerecker in die Box schickt. Cook trifft zum 1:6 (34.). Später wiederholt sich das. Zwei Dresdener Fouls bleiben ungestraft, zwei Kasseler müssen gehen. „Aufhören“, rufen die Fans. Klar ist aber auch: Entscheidend für die Pleite ist das nicht. Adriano Carciola sorgt noch einmal für Torjubel (46.), doch Dresden trifft zweimal. Treffer sieben sagt alles über diesen Abend. Marco Müller zerbricht beim Schussversuch seinen Schläger, Rinkinen kann frei durchlaufen. Die Ehrung von Manuel Klinge blieb so der einzige emotionale Moment. 603 Spiele hat der Kasseler Jung nun für seine Huskies absolviert, Sven Valenti abgelöst. Klinge hätte mehr Zuschauer verdient. Und ein besseres Spiel sowieso.

SR: Daniels (Gelsenkirchen), Z: 2883, 

Tore : 1:0 (2:03) Hungerecker (Proft), 1:1 (2:32) Hämäläinen, 1:2 (4:43) Baum (Garten), 1:3 (14:50) Rinkinen (Rajala, Schmidt), 1:4 (20:10) Garten (Cook, Schmidt), 1:5 (24:09) Zauner, 1:6 (33:15) Cook (Kruminsch - 5:4), 2:6 (45:33) Carciola (Christ), 2:7 (55:15) Rinkinen, 2:8 (58:46) Zauner (Kruminsch), 

Strafminuten: Kassel 14 - Dresden 6.

Der Ticker zum Nachlesen

Wir verabschieden uns an dieser Stelle. Danke fürs Mitlesen und Zuhören. Bis zum nächsten Mal,

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Ein ganz bitterer Eishockey-Abend geht zu ende. Die Huskies verlieren 2:8. Sie waren zu jeder Zeit chancenlos - auch wenn sie ab Ende des zweiten Drittels stärker wurden.

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Das war's. Schluss hier in der Kasseler Eishalle.

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Und sie haben noch mehr zu feiern: Tor für Dresden. 1:14 Minuten vor Drittelende trifft Zeuner nach einem Zuspiel von Kruminsch.

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Die Gäste-Fans feiern derweil den Auswärtssieg.

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Gibt aber trotzdem Strafen gegen beide Mannschaften: Meilleur und Schmidt bekommen je 2 Minuten wegen unnötiger Härte. Für sie ist also an dieser Stelle Schluss für heute.

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2 Minuten sind es noch, da gibt es die nächste Rangelei - dieses Mal vor dem Tor der Gäste. Das Ganze wird allerdings schnell wieder aufgelöst.

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Offiziell sind es heute übrigens 2883 Zuschauer. Da die Halle deutlich leerer ist gefühlt, dürften aber auch die Dauerkarteninhaber eingerechnet sein, die heute nicht hier sind.

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Tor für Dresden: Die Gäste lauern auf Konter und nutzen in der 56. Minute einen ebensolchen, um auf 7:2 zu erhöhen. Der Torschütze: Teemu Rinkinen.

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Die Huskies jetzt fast ausschließlich in Scheibenbesitz, aber einfach letztlich nicht gefährlich genug.

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Zu spielen sind es jetzt noch 7 Minuten.

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Klinge zieht aus dem Slot ab. Die Scheibe bleibt am Schuh eines Gegenspielers hängen.

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Mathias Müller gerät hinter dem Tor der Kasseler mit Hämäläinen aneinander. Da ist sicher Frust im Spiel. Eine Strafe gibt es nicht.

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Schuss aus der Distanz von Schmidt. Huskies-Kepper Pantkowski fängt die Scheibe.

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Pantkowski hält ganz stark gegen Cook, der frei aus kurzer Distanz abzieht.

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Die Huskies sind wieder komplett.

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Macholder zieht jetzt ab - der Pfosten rettet. Puh!

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Zu spielen sind es jetzt noch 12 Minuten. Es steht weiter 2:6.

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Garten aus kurzer Distanz. Der Dresdner scheitert an Pantkowski.

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Distanzschuss von Sacher - vorbei.

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Eine kleine Bankstrafe gibt es noch obendrauf - sicherlich wegen Meckerns. Meilleur muss die 2 Minuten absitzen. Ihr könnt euch vorstellen, was hier los ist.

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Die Begründung: Schwalbe. Sorry, aber das ist ein Witz.

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Es kommt noch dicker: Schiedsrichter Eric Daniels schickt nur Hungerecker auf die Bank. Unglaublich!

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Zwei Fouls jetzt an den Huskies an der Bande in der Zone der Gäste, beide werden erstmal nicht geahndet. Das Ergebnis: eine Rangelei.

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Tooooooooooooooooor für die Kassel Huskies!!! In der 46. Minute spielt Christ von hinterm Tor auf Carciola, der sofort abzieht und den Puck über die Linie haut. 2:6 jetzt also.

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Verdeckter Schuss von Sacher. Die Scheibe rutscht vorbei.

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Schuss von Klinge aus der Distanz. Der geht direkt auf Gäste-Keeper Weitzmann.

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Hier geht es hin und her - ohne dass wirklich was passiert. Ist etwas die Luft raus.

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Weiter geht's. Das Schlussdrittel läuft.

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Schussstatistik 2. Drittel: 13:9.

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Die Teams sind zurück auf dem Eis. Es kann also gleich weitergehen.

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Noch 5 Minuten Pause.

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Noch 10 Minuten Pause.

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1:6 steht es nach 40 Minuten. Immerhin: In den letzten Minuten haben sich die Huskies zumindest etwas gefangen. Wir sind gleich wieder für euch da.

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Das war's im Mitteldrittel. Pause hier in der Eishalle.

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Gute Möglichkeit für Meilleur. Sein Schuss aus der Mitte geht jedoch knapp rechts vorbei.

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Die Huskies sind nun wieder komplett.

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Pimm legt in Unterzahl quer ab auf DeBlois. Der bekommt die Scheibe dann jedoch nicht an Weitzmann vorbei.

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Das ist ärgerlich, denn die Gastgeber waren in den letzten Minuten endlich besser im Spiel.

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Strafe gegen die Huskies. Hungerecker muss 2 Minuten aussetzen (der Grund: Beinstellen).

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Lehikoinen zieht ab, vergeblich. Danach gibt's Gestocher vor dem Tor der Gäste, aber auch da können sich die Huskies nicht durchsetzen.

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Dresden ist wieder komplett.

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Noch 4:20 Minuten zu spielen im Mitteldrittel.

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Schuss von Merl von halbrechts. Keeper Weitzmann sichert die Scheibe.

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Erst versucht es jetzt Hungerecker, dann DeBlois. Beide vergeblich. Es bleibt beim 1:6.

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Das Spiel ist kurz unterbrochen, da ein Dresdner die Scheibe nach einem Schuss unter den Helm bekommen hat. Scheint aber nichts passiert zu sein.

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Strafe gegen die Eislöwen. Zauner, der Torschütze zum 1:5, muss 2 Minuten wegen Hakens auf die Bank.

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Die Huskies damit zumindest wieder komplett.

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Das nutzt aber nichts, denn: Tor für Dresden. Gäste-Goldhelm Cook lupft die Scheibe aus kurzer Distanz an Pantkowski vorbei. Nach 34 Minuten liegen die Kasseler damit 1:6 hinten.

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Immerhin: Die Huskies sind jetzt wieder zu viert.

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Nächste Strafe gegen die Huskies. Pimm muss bei Wycisk Platz nehmen: 2 Minuten wegen Stockchecks. DAs Pfeifkonzert daraufhin ist gellend, da das Foul an Klinge wie geschrieben nicht geahndet wurde.

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Klinge wird an der Bande gefoult. Das war offensichtlich. Eine Strafe gibt es aber nicht.

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Verdeckter Schuss von Sacher aus der Distanz. Die Scheibe rutscht durch und dann glücklicherweise am rechten Pfosten vorbei.

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11 Minuten sind gespielt im Mitteldrittel, da gibt es die nächste Strafe gegen die Huskies. Wycisk muss zwangspausieren - 2 Minuten wegen Beinstellens.

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Nochmal die Huskies. Aber auch Lambacher scheitert am Gäste-Schlussmann.

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Die Gäste sind wieder komplett. Die Huskies also auch mit einem Mann mehr auf dem Eis nicht erfolgreich.

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Riesen Chance für die Huskies. Kapitän Klinge spielt die Scheibe vors Tor, wo sie Pimm blitzschnell verlängert. Der Puck prallt jedoch an Weitzmanns Brustpanzer ab.

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Nach 28 Minuten gibt es die erste Strafe gegen die Gäste: Valentin muss wegen eines Bandenchecks 2 Minuten in die Kühlbox.

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Von den Huskies kommt derweil viel zu wenig. Und: Sie machen heute einfach viel zu viele Fehler, sind dazu noch zwei Schritte langsamer als ihre Gegenspieler.

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Nächste Möglichkeit für die Gäste: Top Scorer Cook zieht aus der Distanz ab. Pantkowski hat aber aufgepasst und macht den Raum dicht.

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Tor für Dresden. Und zwar ein richtig schön rausgespieltes. Rajana spielt in der 25. Minute quer ab auf Zauner, der vollkommen freisteht, sofort schießt - und alles klar macht zum 5:1 für die Gäste.

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Zwischenstände: Frankfurt gegen Riessersee 3:1, Bietigheim gegen Freiburg 4:2.

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22 Minuten sind gespielt. Die Huskies finden weiter kein Mittel gegen die Eislöwen, die ordentlich Druck machen.

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Pantkowski muss nach einem Schuss von Rinkinen von links auch direkt eingreifen. Macht er ganz cool und fischt die Scheibe aus der Luft.

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Die Huskies wechseln den Goalie: Für Markus Keller kommt Mirko Pantkowski.

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Tor für Dresden: Nach gerade einmal 10 Sekunden zieht Marius Garten aus voller Fahrt aus der Mitte ab und haut die Scheibe an Keller vorbei zum 4:1 in die Maschen.

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Weiter geht's. Das Mitteldrittel läuft.

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Die Schussstatistik aus dem ersten Drittel habe ich noch für euch: 14 mal haben die Huskies aufs Tor geschossen, 12 mal die Gäste.

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Die Huskies sind zurück auf dem Eis. Es kann also gleich weitergehen.

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Noch 8 Minuten Pause.

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Wir machen kurz Pause und sind gleich zurück.

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Ich muss es leider sagen: Der Rückstand ist verdient. Die Eislöwen sind haushoch überlegen.

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Pause in der Eishalle. 1:3 steht es nach dem ersten Drittel.

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Jetzt mal die Huskies. Schuss von DeBlois von rechts - der kommt allerdings zu hoch.

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2 Minuten vor Drittelende lässt sich Maginot die Scheibe an der Bande abnehmen - und das wird gefährlich. Denn Cook marschiert mit dem Puck auf Keller zu und zieht ab. Keller hält. Puh. 

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Trotzdem: Da bin ich auf das Video morgen gespannt ...

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Teemu Rinkinen war es, der die Scheibe über die Linie gebracht hatte.

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Aber es kommt anders. Zum zweiten Mal entscheiden die Schiris gegen die Huskies: Der Treffer zählt. 3:1 führen die Gäste damit nach 15 Minuten.

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In meinen Augen dürfte das Tor nicht zählen. Unter anderem wegen hohem Stock und Attacke auf Markus Keller, der ins Tor geschubst wurde - bevor die Scheibe über der Linie war.

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Zum zweiten Mal heute Abend wird anschließend der Videobeweis rangezogen.

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Die Scheibe landet erneut im Tor der Huskies. Ein Dresdner hatte sie aus dem Gerangel vorm Tor der Kasseler über die Linie gebracht. Nun diskutieren die Unparteiischen mit den Mannschaftskapitänen.

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Gefährlicher Schuss von Merl. Gäste-Keeper Weitzmann fährt blitzschnell den Fuß aus und kickt den Puck aus der Gefahrenzone.

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Zwischenstände aus anderen Hallen: Frankfurt führt 2:1 gegen Riesersee, Bietigheim 2:1 gegen Freiburg.

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11 Minuten sind gespielt. Derzeit schwimmen die Huskies ganz schön. Keeper Markus Keller wird ordentlich gefordert. So wie jetzt bei einem Schuss von Kruminsch, der völlig frei abziehen kann.

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An der Tickersoftware-Front tut sich leider weiter nichts. Wir hoffen, dass es im Laufe des Abends wieder funktioniert.

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Die Gastgeber sind wieder komplett. Die Eislöwen haben ihre Überzahl also nicht nutzen können, sind nicht einmal wirklich gefährlich geworden.

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Es gibt die erste Strafe des Spiels - gegen die Huskies. Christ muss wegen eines Bandenchecks 2 Minuten zuschauen. Knapp 8 Minuten sind da gespielt.

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Christ mit einer Doppelchance: Der Husky spielt sich durch die Reihen der Gäste, scheitert dann aber an Keeper Hannibal Weitzmann. Der kann die Scheibe jedoch nicht festhalten, sodass Christ nachsetzen kann. Dieses Mal rutscht die Scheibe vorbei.

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Tor für Dresden. In der 5. Minute ist es Patrick Baum, der ein Zuspiel von Garten nutzt - und auf 2:1 aus Sicht der Gäste erhöht.

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Kurios: Der Hallensprecher sagt den Treffer für die Huskies durch.

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Jetzt die Entscheidung: Tor. Ebenfalls in der dritten Minute gleichen die Dresdner aus: 1:1 jetzt also.

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Oder war die Scheibe sogar drin? Die Unparteiischen schauen sich die Videoaufzeichnung an.

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Auch die Gäste haben eine richtig gute Chance jetzt: Ville Hämäläinen trifft die Latte.

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Toooooooooooor für die Kassel Huskies: Nur Sekunden nach Profts Versucht bekommt Hungerecker die Scheibe und befördert sie in der 3. Minute zum 1:0 über die Linie.

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Erste riesen Chance für die Huskies nach 2 Minuten: Proft trifft aus kurzer Distanz aber nur den linken Pfosten.

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Los geht's, das Spiel läuft. Jetzt heißt es: Kämpfen und siegen, Huskies!

 

Hinweis: Wegen Problemen mit der Ticker-Software haben wir einen abgespeckten Ticker in diesem Artikel angeboten.

 

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Quelle: HNA

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