Beste Leistung der Saison

6:1 gegen Bad Nauheim: Huskies feiern Derby-Kantersieg

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Kassels Eishockeyspieler zeigten die beste Leistung der Saison.

Kassel. Derbysiege sind schön. Und sie sind noch einen Tick schöner, wenn sie so deutlich ausfallen wie dieser. Die Eishockeyspieler der Kassel Huskies zeigten im Heimspiel gegen Bad Nauheim eine ganz starke Leistung.

Am Ende steht so ein verdienter 6:1 (2:0, 2:0, 2:1)-Erfolg – und damit der erste Derby-Dreier der Saison. Es ist nicht so voll, wie man sich das wünschen würde in der Halle. Doch die Stimmung ist gut. Und das Spiel beginnt schwungvoll. Dusan Frosch testet als Erster Kassels Mirko Pantkowski (3.), auf der anderen Seite prüft James Wisniewski, was Felix Bick so kann (5.). Beide Torhüter bestehen, halten auch in den folgenden Minuten dicht.

Dann kassieren die Huskies die erste Zeitstrafe. Und nehmen richtig Fahrt auf. Erste Chance Braden Pimm – Konter und drüber. Zweite Chance Patrick Klöpper – Solo und gehalten. Dritte Chance, wieder Pimm -– und am Tor vorbei. Wer hatte hier gleich Unterzahl?

Danach ist es ein anderes Spiel. Jetzt sind die Gastgeber am Drücker. Phasenweise sieht das aus wie Überzahl. Ist es aber nicht. Pimm und Alex Heinrich scheitern mit weiteren Schüssen. Doch dann wird der Druck, den die Kasseler entfachen, belohnt. Mit einem Doppelschlag. Klöpper erzielt mit einem feinen Schuss die Führung (18.). 55 Sekunden später erhöht Jens Meilleur. Verzögert den Schuss, bis Bick zuckt. So wird das gemacht – und es geht mit einer 2:0-Führung in die Pause.

Fotos vom Derby: Die Kassel Huskies schlagen Bad Nauheim mit 6:1

Den Schwung aber, den bringen die Huskies gleich wieder mit aus der Kabine. Nauheim kommt kaum aus dem eigenen Drittel. Und wird düpiert. Pimm und Stefan Della Rovere spielen ganz eng am Gehäuse Doppelpass. Goldhelm Pimm versenkt den Puck schließlich aus spitzem Winkel im Netz (26.).

Es ist dann eine Strafzeit, die den Kasseler Derby-Sturmlauf unterbricht. Und da freut sich der Torhüter. Mirko Pantkowski darf jetzt mal demonstrieren, was er drauf hat. Zum Beispiel drei Schüsse aus dem Gedränge heraus innerhalb weniger Sekunden parieren. Den letzten von Cody Sylvester aus eineinhalb Metern (29.). Da kommen dann die „Pante, Pante“-Rufe vom Heuboden. Etwas später braucht dieser Pante dann auch mal etwas Glück. Beim Schuss von Krestan rutscht der Puck durch, doch John Rogl kratzt ihn im letzten Moment von der Linie. Nauheim spielt jetzt wieder mit. Naja, zumindest ein Weilchen. Dann zaubern noch einmal die Huskies. Adriano Carciola spielt einen Pass von der linken Bande vors Tor, Toni Ritter netzt am hinteren Pfosten ein. 4:0, zweite Pause. Die Huskies-Fans singen: „Ihr könnt nach Hause fahren.“ Aber eine deutliche Führung im Derby? Da ist seit Samstag ja was.

Doch Bad Nauheim ist nicht Schalke. Und die Huskies an diesem Tag schon gar nicht der BVB. Spielen jetzt wie im Rausch. Die erste, unwiderstehliche Überzahl bringt den fünften Treffer durch Ritter (44.). Wenige Sekunden später zaubert Pimm den Puck aus der Drehung vor das Tor, wo Evan McGrath steht. 6:0, die Zuschauer singen: „Oh, wie ist das schön!“ Denn ja, das ist die beste Leistung der Huskies in der bisherigen Spielzeit.

Dass Reimer für die Gäste noch trifft, interessiert niemand mehr. Die ganze Halle hüpft. Und feiert so den ersten Derbysieg. Der gleich ein Kantersieg ist. SR: Brill/Westrich, Z: 3642, Tore: 1:0 (17:08) Klöpper, 2:0 (18:03) Meilleur (McGrath), 3:0 (25:04) Pimm (Della Rovere), 4:0 (38:02) Ritter (Carciola), 5:0 (43:44) Ritter (Wisniewski - 5:4), 6:0 (44:39) McGrath (Pimm), 6:1 (50:30) Reimer, Strafminuten: Kassel 8 + 10 Klöpper - Nauheim 12.

Der Ticker zum Nachlesen

Live Blog EC Kassel Huskies - EC Bad Nauheim
 

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Quelle: HNA

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