Schnellcheck: KSV Hessen nach 5:1 gegen CSC im Finale

KSV Hessen mit Fans: Warum dieses Hessenpokal-Halbfinale so besonders war

Einlaufen vor Zuschauern: Die Mannschaft des KSV Hessen Kassel betritt erstmals nach der Corona-Pause wieder vor Zuschauern in einem Pflichtspiel den Rasen des Auestadions.
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Einlaufen vor Zuschauern: Die Spieler des KSV Hessen marschieren vor der Haupttribüne auf den Platz.

Es ist das erste Pflichtspiel des KSV Hessen Kassel seit der Corona-Zwangspause - erstmals dürfen die Löwen wieder vor Zuschauern ran. Wir waren dabei.

Gemurmel. Stimmen. Gespräche. Sie sind nicht zu verstehen, weil sie von vorn, von links, von rechts kommen. Applaus, als die Mannschaftsvorstellungen verkündet werden.

Das alles beim Fußball. Beim Kreispokal-Halbfinale zwischen dem KSV Hessen und dem CSC 03 gestern Abend im Auestadion. Vor Zuschauern. Wahnsinn. Wie das im Einzelnen so war, verrät der Schnellcheck.

Vorab: Was hatten gelbe Westen mit diesem Spiel zu tun?

Gelbe Westen sind das Markenzeichen der Ordner und Sicherheitskräfte. Und davon waren einige da. Sie sorgten dafür, dass Zuschauer die richtigen Eingänge fanden – unterstützt durch Megafone. Und sie kontrollierten das Einhalten der Verhaltensregeln. Das tat übrigens auch Schiedsrichter Pascal Loschke aus Vellmar, der ebenfalls ein gelbes Trikot trug. Zufall? Bestimmt. Aber ein Dankeschön an alle in Gelb. Sie hatten viel zu tun.

Zum Sportlichen: Was passierte auf dem Feld?

Man erinnere sich: Der KSV war im vergangenen Jahr im Hessenpokal an Verbandsligist Weidenhausen gescheitert. Der CSC – ebenfalls Sechstligist – also ein Stolperstein? Nicht wirklich. Es ging zumeist in eine Richtung. Und zwar in die von CSC-Torwart Lukas Rudolph. Chancen im Minutentakt.

Der KSV ging dann durch einen Flugkopfball von Neuzugang Nils Pichinot nach Flanke von Adrian Bravo Sanchez in Führung (13.). Mahir Saglik erhöhte nach einer tollen Vorarbeit von Tim Brandner (22.). Saglik war es, der das 3:0 von Jon Mogge auflegte (34.). Nach der Pause sorgte er mit etwas Glück wieder selbst für das 4:0 (54.).

Blieb es so einseitig?

Nicht ganz. Bereits in Hälfte eins hatte Jaroslaw Matys eine gute, die erste Möglichkeit für den CSC, als er einen Haken schlug, sein Schuss dann aber verunglückte (25.). In der 72. Minute war der eingewechselte Maximilian Werner erfolgreicher, der plötzlich frei vor Maximilian Zunker auftauchte und sicher einschob. 4:1. Der 5:1-Schlusspunkt war Marco Dawid vorbehalten (89.) Es war der letzte Schritt vor dem Finale für den KSV Hessen.

Wie war die Stimmung auf der Tribüne?

Gestern war nur die Haupttribüne geöffnet, 1000 Zuschauer hätten Platz gefunden, 875 waren da. In der Regionalliga werden dann ja auch die beiden Seitenflügel neben der Haupttribüne sowie die Osttribüne zugänglich sein. Natürlich ist auch diese Situation noch weit weg von der Normalität. Es soll nicht gesungen werden, dafür wird mehr geklatscht. Wegen der freien Plätze rund um die zugelassenen Zehnergruppen hat man so ein bisschen das Gefühl, dass da doch noch ein paar Leute fehlen, die vielleicht im Stau stehen. Dennoch: Dass man nicht allein ist. Dass geredet und diskutiert wird. Dass sich Menschen freuen und ärgern. Und das alles nicht zuhause, sondern live im Stadion, ist mittlerweile schon etwas Besonderes. Es ist ein erster Schritt hin zu einer noch weit entfernten Normalität.

Kassel: Zunker - Najjar, Evljuskin, Nennhuber, Brandner - Brill - Pichinot (64. Dawid), Bravo Sanchez, Meha (64. Schmeer), Mogge (64. Iksal) - Saglik

CSC: Rudolph - Beyer, Iksal, Wolf, Keßebohm - Reuter, Susilovic - Matys, Maresca (46. Salkovic), Simoneit (46. Werner) - Lecke (70. Bode)

SR: Loschke (Vellmar) - Z: 900

Tore: 1:0 Pichinot (13.), 2:0 Saglik (22.), 3:0 Mogge (34.), 4:0 Saglik (54.), 4:1 Werner (72.), 5:1 Dawid (89.)

Gelbe Karten: Mogge, Brill / Werner (Von Maximilian Bülau)

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