Spenden an Eishockey-Jugend, Kleine Riesen und die Tafel

Kassel Huskies: Derek Dinger sammelt 10.000 Euro für guten Zweck

 Matthias Kolodziejczak, Chef der Eishockey-Jugend Kassel (links), hält einen Scheck hoch gemeinsam mit (von links) Joshua Dall, Leon Neumann und  Derek Dinger.
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Maskiert und ziemlich froh: Matthias Kolodziejczak, Chef der Eishockey-Jugend Kassel, (links) freut sich über den warmen Geldsegen aus Derek Dingers (rechts) Charity-Aktion. Sie kommt dem heimischen Nachwuchs um Joshua Dall (Zweiter von links) und Leon Neumann zugute.

Auf dem Eis hat er mit gegnerischen Stürmern keine Gnade. Abseits des Eises aber hat Derek Dinger, Verteidiger des Eishockey-Zweitligisten Kassel Huskies, ein großes Herz für andere.

Kassel ‒ Als die Pandemie im vergangenen Jahr ausbrach, da wollte er etwas tun, um zu helfen. Gedacht, gesagt, getan.

Er rief die Charity-Aktion „#MeinKassel“ ins Leben. Mit dem Ziel, drei Kasseler Einrichtungen zu unterstützen: die Eishockey-Jugend Kassel (EJK), den ambulanten Kinder-Palliativ-Dienst Kleine Riesen und die Kasseler Tafel. Und die können sich nun über einen unerwartet warmen Geldsegen freuen. „Zusammengekommen sind 10.300 Euro“, sagt Dinger stolz, der gestern die symbolischen Schecks an die drei Organisationen verteilte.

„Wir haben die Einnahmen gedrittelt. Bei der EJK sind aber noch einige Einzelspender hinzugekommen. Deshalb gehen insgesamt 4100 Euro an die EJK, und jeweils 3100 Euro an die Kleinen Riesen und die Kasseler Tafel. Es ist schon eine coole Sache. Mein Dank geht an alle, die uns unterstützt haben. Auch wenn ich natürlich noch gern eine Null drangehängt hätte.“ Das Ziel sei anfangs gewesen, 1000 Euro für jede der drei Einrichtungen zu erzielen. Schnell aber zeigte sich: Die Summe würde deutlich höher liegen.

„Eine super Aktion. Dass ein solcher Betrag zusammenkommt, damit hatten wir nie gerechnet“, erklärt EJK-Chef Matthias Kolodziejczak. „Gerade in Zeiten von Corona ist für uns jeder Cent wichtig. Das kommt jetzt alles in einen großen Topf.“ Der symbolische Scheck soll einen Ehrenplatz in der Kabine erhalten.

Um eine möglichst große Spendensumme zu erzielen, hatte sich Dinger einiges einfallen lassen. Über die Online-Plattform des Eishockey-Labels Scallywag konnten T-Shirts, Kappen, Pullis, Masken und Taschen mit eigens gestalteten Motiven – einem putzigen Waschbären mit Kassel-Motiven oder die Silhouette der Stadt Kassel mit all ihren markanten Wahrzeichen, darunter das Bekenntnis „Ahle Liewe rosded nidd“ – gekauft werden.

Die Erlöse flossen ausnahmslos in die Charity-Aktion. Nicht nur die Huskies tragen mittlerweile Teile der „MeinKassel“-Kollektion, auch die Musiker von Milky Chance bis hin zu Nationalspielern aus der halben Republik. Daneben spülten Versteigerungen von Eishockey-Devotionalien aus Dingers Privatbesitz und von Kurzzeit-Husky und Nationalmannschaftskapitän Moritz Müller Geld in die Spendenkasse.

Unterstützung erhielt Dinger von Elke Voss, einer Freundin aus Augsburger Zeiten. „Es war viel Arbeit, aber es hat sich gelohnt“, sagt Dinger zufrieden. Nun werde erst einmal eine Pause eingelegt. Aber gut möglich, dass die nicht ewig dauert. Nicht nur, weil es die Teile aus der „#MeinKassel“-Aktion weiterhin für den guten Zweck online zu kaufen gibt. Auch Kolodziejczak kündigt an: „Ich würde mich auch gern einbringen.“ Heißt: Fortsetzung dürfte folgen. (Michaela Streuff)

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