Freundschaftsspiel live auf dem Youtube-Kanal des gastgebenden Bundesligisten

Rivalen, aber auch Verbündete: MT Melsungen testet gegen HSG Wetzlar

Melsungens Manager Axel Geerken bei der Vorstellung des neuen MT-Handballtrainers Gudmundur Gudmundsson im Kasseler Renthof.
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Melsungens Manager: Axel Geerken.

Der zweite MT-Test ist ein Derby vor Geisterkulisse. Wenn Bundesligist MT Melsungen am Freitag ab 16 Uhr (live auf dem Youtube-Kanal der MT) in der Kasseler Rothenbach-Halle gegen den Klassenkameraden HSG Wetzlar seine Form überprüft, dann treffen die beiden Aushängeschilder des hessischen Männerhandballs aufeinander.

Seit dem Erstliga-Aufstieg der MT 2005 gehören die Duelle zu den Höhepunkten einer Saison. Die Zuschauer fiebern jedes Jahr den Vergleichen entgegen. Es geht schließlich immer auch ein bisschen darum, wer die Nummer eins im Bundesland ist.

„Zwischen den beiden Fan-Lagern herrscht eine gewisse Rivalität, und das soll auch so sein“, sagt HSG-Geschäftsführer Björn Seipp. Auf anderer Ebene sind sich die Klubs dagegen zurzeit so nah wie vielleicht nie zuvor. Speziell Seipp und sein Melsunger Kollege Axel Geerken tauschen sich permanent aus.

Wetzlars Manager: Björn Seipp.

„Wir haben schon immer gut zusammengearbeitet. Durch Corona ist die Kommunikation sicher noch mehr geworden“, erklärt der 47 Jahre alte MT-Vorstand. Vor mehr als einem Jahrzehnt waren sie sogar Kollegen – als Geerken noch Manager in Wetzlar war, war Seipp als Presse- und Hallensprecher bei den Mittelhessen tätig.

Dass sie in den vergangenen Wochen und Monaten besonders viel miteinander telefoniert haben, hängt auch damit zusammen, dass sie zu den treibenden Kräften bei der Gründung des Bündnisses Teamsport Hessen gehörten. Mit dieser Interessensgemeinschaft, zu der Bundesligisten aus Sportarten wie Basketball, Eishockey und Handball gehören und deren Verantwortliche sich regelmäßig per Telefon- und Videokonferenzen austauschen, soll der Spitzensport in Hessen eine starke Stimme bekommen.

Seipp und Geerken nutzen ihre guten Kontakte zur Landesregierung. „Das Land Hessen arbeitet vorbildlich“, betont der Wetzlarer Manager. Der MT-Geschäftsführer bilanziert erfreut: „Wir haben schon einiges erreicht.“ Damit meint er nicht nur die finanzielle Unterstützung für die Klubs, sondern auch die Hilfe bei der Umsetzung der Hygienekonzepte. (Björn Mahr)

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