Handball-Bundesliga: Melsungen und Balingen sind heute ersatzgeschwächt

Duell der Angeschlagenen

Zwei gegen einen: Ungemütlich wird‘s wohl auch für MT-Kreisläufer Felix Danner (links), der sich auf ein Wiedersehen mit den Balingern (von links) Christoph Foth und Daniel Wessig freuen kann. Foto: Kasiewicz

Melsungen. Es gibt in der Handball-Bundesliga durchaus Gegner, die der MT Melsungen richtig gut liegen. Die Mannschaft von HBW Balingen-Weilstetten beispielsweise, die in den letzten acht Partien gegen die MT achtmal den Kürzeren zog.

Also fahren die Roth-Schützlinge auch am vorletzten Spieltag optimistisch zu den „Galliern von der Alb“ (heute 15 Uhr Sparkassen Arena), selbst wenn die Aufgabe diesmal richtig knifflig werden kann.

Der Grund: Der Ausfall von Nenad Vuckovic (wir berichteten). „Das trifft uns hart“, erklärt Trainer Roth, da er nun nur noch über drei Rückraumspieler plus Nachwuchsmann Phil Räbiger verfügt. Der Rest schlägt sich mit allerlei Blessuren herum, kann aber wohl spielen. Wie Kreisläufer Felix Danner, dem seit Wochen Rückenprobleme zu schaffen machen. Von daher ist seine Nichtnominierung für die Nationalmannschaft nach Theuerkaufs Ausfall „schon fast ein Segen“ (Roth), sportlich aber kaum nachvollziehbar, dass Nationaltrainer Martin Heuberger Evgeni Pevnov und Patrick Wiencek den Vorzug gegeben hat.

Mit noch größeren Personalproblemen schlägt sich HBW-Trainer Brack herum. „Wir haben gerade die Seuche“, kommentiert er den Ausfall von wahrscheinlich sechs Stammspielern. Damit winkt den A-Jugendlichen Jannik Hausmann (Rechtsaußen) und Jan Remmlinger (linker Rückraum) eine erneute Bewährungschance.

Was Rolf Brack diesmal trotzdem zuversichtlich stimmt, ist das Fehlen der Melsunger Grigorios Sanikis und Alexandros Vasilakis, die aufgrund ihrer individuellen Klasse mit der offensiven Balinger Deckung allzu oft Katz und Maus spielten. Bleibt als weiterer „Gefahrenherd“ für den 59-jährigen Coach Spielmacher Patrick Fahlgren, der sich wohl auf eine Sonderbehandlung der gegnerischen Abwehr gefasst machen muss.

Nichtsdestotrotz glaubt Michael Roth, „dass wir genug Mittel haben, um die offensive Balinger Deckung zu knacken.“ Allerdings kosten deren permanente Störmanöver viel Kraft, so dass ab und an auch mal ein leichtes Tor per Tempogegenstoß willkommen wäre. Damit die Serie nicht reißt und Vuckovics Ausfall kompensiert werden kann.

Von Ralf Ohm

Quelle: HNA

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