MT-NEUZUGÄNGE

Handballtalent Ole Pregler gehört nun zum Profikader der MT Melsungen

Handballer Ole Pregler steht in der Trainingshalle der MT Melsungen und balanciert einen Handball auf der Schulter.
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Nachwuchstalent Ole Pregler ist jetzt ein Teil der Melsunger Profimannschaft

Das Handballtalent Ole Pregler der MT Melsungen hat den großen Sprung geschafft: Er hat einen Profivertrag bei der MT Melsungen in der Tasche. Seine gesamte Jugend hat er schon beim Melsunger Verein gespielt. Wir stellen ihn vor.

Melsungen – Einen Profivertrag hat Handball-Bundesligist MT Melsungen schon einigen Talenten aus dem eigenen Nachwuchs gegeben. Doch dass jetzt Ole Pregler zum Profi-Kader gehört, ist insofern außergewöhnlich, weil er der erste Melsunger Nachwuchsspieler ist, der schon seine komplette Jugend bei der MT verbrachte.

Der Druck

Schon als Baby saß Pregler mit Kopfhörern auf der Tribüne der Melsunger Stadtsporthalle. „Ich hatte von kleinauf schon etwas Druck. Viele haben auf mich gesetzt“, sagt Pregler. Zumal er handballerisch vorbelastet ist. Vater Markus war einst selbst Profi bei der MT – sogar einer der Aufstiegshelden. Zudem können seine Mutter Kerstin, Schwester Jule und sein Bruder Max ebenfalls beachtliche Erfolge vorweisen. Der 18-Jährige sagt rückblickend: „Ich habe versucht, das auszublenden und meinen eigenen Weg zu finden.“

Das Vertrauen

Melsungens Manager Axel Geerken bezeichnet Ole Pregler wegen seines steilen MT-Aufstiegs als „Local Hero“. Das Eigengewächs sei auch ein Spieler, mit dem sich die Menschen sehr gut identifizieren könnten.

Pregler wurde mit der B-Jugend der mJSG Melsungen/Körle/Guxhagen 2019 Deutscher Meister. Im Bundesliga-Team kann er im linken Rückraum und auf der Mitte eingesetzt werden. Trainer Gudmundur Gudmundsson hat bislang einen guten Eindruck vom Youngster: „Ole war in der trainingsfreien Zeit fleißig. Er macht sein Ding.“

Der Einstieg

Schon in der vergangenen Saison nahm Pregler als A-Jugendlicher regelmäßig an den Übungseinheiten der Profimannschaft teil. Dennoch sagt er: „Es ist jetzt schon eine andere Situation.“ Die Mannschaft hat ihn gut aufgenommen. Als Vorbild nennt er Johannes Golla, der es bei den Melsungern ebenfalls in den Profikader schaffte.

„Mein Traum ist es, für immer hier zu spielen.“

Ole Pregler

Sein Ehrgeiz hilft ihm, Fuß zu fassen. Früh habe er verstanden, dass er dafür viel trainieren muss. „Talent ist nicht alles“, sagt der 18-Jährige. Ein Wechsel sei für ihn nie eine Option gewesen, sagt er. „Ich möchte mich hier weiterentwickeln.“

Wenn er über die MT spricht, dann macht er keinen Hehl aus seiner Liebe zu diesem Klub: „Mein Traum ist es, für immer hier zu spielen.“

Die Rolle

„Es gibt nicht den einen Spieler im Team, der ihm Tipps gibt“, sagt Geerken. Praktisch alle erfahrenen MT-Handballer sind da gefordert. Auf Preglers bevorzugten Rückraum-Positionen hat Melsungen genügend Spieler von internationalem Format: Lasse Mikkelsen, Domagoj Pavlovic sowie die beiden deutschen Nationalspieler Finn Lemke und Julius Kühn.

Das zweite Standbein

Auch wenn Pregler eine Karriere als Profi anstrebt und auf dem besten Weg zum Berufshandballer ist, will er nicht auf ein zweites Standbein verzichten. Nach seinem Abschluss an der Gesamtschule in Melsungen möchte der 18-Jährige nun in den nächsten drei Jahren sein Fachabitur in Bad Hersfeld bauen – neben dem Handball. (Von Jessica Sippel Und Björn Mahr)

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