Am Ende werden die Nordhessen bitter bestraft

0:2 - Huskies verlieren auch in der Lausitz

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Er hat das Spiel entschieden: Weißwassers Goldhelm Jeff Hayes (rechts, im Duell mit Husky Adriano Carciola).

Die Kassel Huskies zeigten in Weißwasser eine ordentliche Leistung. Vor allem ein schwaches Überzahlspiel machte aber die Hoffnung auf eine Überraschung in der DEL2 zunichte. 

Sie boten einen ordentlichen Auswärts-Auftritt bei einem Spitzenteam der DEL2 – doch am Ende standen die Eishockeyspieler der Kassel Huskies erneut mit leeren Händen da. Bei den Lausitzer Füchsen verloren die Nordhessen 0:2 (0:0, 0:0, 0:2). Die Huskies zeigten sich stark in der Defensive, waren aber in der Offensive vor allem in Überzahl nicht effektiv genug. Die Quittung gab es in der Schlussphase, als Jeff Hayes die Partie mit zwei Toren entschied.

Das war bitter, denn die Huskies spielten nicht schlecht, boten ein ordentliches erstes Drittel, an dessen Ende 16 Torschüsse standen, aber nichts Zählbares. Trainer Tim Kehler hatte die Defensive gestärkt und Mike Little für Sam Povorozniouk gebracht. Die Gäste ließen dann auch erst einmal nicht viel zu. Ein Schuss von Jordan Georg (5.), einer von Chris Owens (7.) – richtig schwere Aufgaben musste Leon Hungerecker im Tor nicht lösen.

Umgekehrt aber verpassten die Kasseler auch die Chance, in Führung zu gehen. Die bot sich vor allem, als die Gastgeber nacheinander drei Strafen kassierten. Eine Minute lang hatten die Huskies sogar doppelte Überzahl. Sie hielten sich meist im Angriffsdrittel auf, aber sie fanden keine Lücke. Schüsse von Mike Little, Jens Meilleur und Richard Mueller gab es – aber das war zu wenig.

Trotzdem: Es ging mit einem 0:0 in die erste Pause. Und auch im Mitteldrittel waren zunächst die Huskies dran. Durch Adriano Carciola, der einen Pass abfing, aber nicht energisch abschloss. Durch Schüsse von Corey Trivino und Derek Dinger. Nach und nach wurde die Partie auch ohne Tore immer unterhaltsamer. Die Gäste überstanden zwei Unterzahl-Situationen souverän. Sie konnten sich auf Hungerecker verlassen, der zweimal bärenstark gegen Hayes rettete (24. und 35.). Und der auch zur Stelle war, als ein Schuss von Anders Eriksson gefährlich abgefälscht wurde (30.). Und sie fuhren einige gefährliche Konter. Besonders den in der 37. Minute, als Mueller querlegte auf Sebastien Sylvestre, der aber freistehend links vorbeischoss.

Was aber blieb, auch im Schlussdrittel: In Überzahl spielten die Huskies schwach. Zwei weitere Male hatten die Gäste einen Mann mehr auf dem Eis. Auswärts und beim Tabellenzweiten muss dann auch mal etwas Zählbares herausspringen. Doch Kassel blieb harmlos, hatte nur durch Jace Hennig eine gute Einschuss-Möglichkeit. Das wurde bestraft. Denn als Derek Dinger auf die Strafbank musste, da schlugen die Gastgeber zu. Wieder war es Hayes, der frei zum Schuss kam. Diesmal rutschte Hungerecker der Puck durch die Schoner (49.). Und es kam noch bitterer. Denn nach einem schlimmen Fehlpass im eigenen Drittel sagte Hayes erneut „Danke“. An seinem Schuss von der linken Seite war nichts zu halten. Little traf zwar kurz darauf die Latte, doch die Partie war entschieden.

SR: Brill/Westrich. Z: 2553 Tore: 1:0 (48:42) Hayes (Owens, Schiemenz - 5:4), 2:0 (54:28) Hayes (Saviano) Strafminuten: Weißwasser 12 - Kassel 8.

Alle Infos zu den Kassel Huskies gibt es hier

Quelle: HNA

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