Überragender Brad Snetsinger

Huskies gewinnen 14:1 gegen Timmendorfer Strand

Timmendorfer Strand. Zweites Spiel, zweiter Kantersieg - die Kassel Huskies haben bereits nach dem ersten Wochenende der Endrunde in den Eishockey-Oberligen klar Kurs in Richtung Playoffs eingeschlagen.

Nach dem 10:0 gegen Leipzig am Freitag waren auch die Beachboys vom Timmendorfer Strand kein Prüfstein für die Mannschaft von Uli Egen.

Nach einem über weite Strecken einseitigen Spiel gewannen die Nordhessen an der Ostsee mit 14:1 (8:0, 3:1, 3:0). Begonnen hatte es für die durch eine Grippewelle geschwächten Gastgeber noch gut. In der zweiten Minute tauchte Christian Herrmann frei vor Benjamin Finkenrath auf, scheiterte aber an Kassels Torhüter. Wenige Sekunden später aber ging alles seinen erwarteten - und von rund 300 Huskies-Fans erhofften – Verlauf.

Denn netter Empfang hin, Fanfreundschaft her, natürlich wollen die Anhänger von ihrer Mannschaft Tore sehen. Und die bekamen sie ganz schnell. Brad Snetsinger und Manuel Klinge machten in der zweiten und dritten Minuten klar, dass diese Partie nur einen Sieger haben würde. Und so sehr die Hausherren sich auch wehrten – es nutzte nichts.

Stationen der drückenden Kasseler Überlegenheit: Brad Snetsinger und Tobias Schwab treffen innerhalb von elf (!) Sekunden zweimal zum 6:0 und 7:0. Snetsinger erhöht mit seinem dritten Tor zum 8:0-Pausenstand – in Unterzahl! Für Torhüter Patrick Hoffmann ist die Partie danach beendet. Für ihn darf Matthias Rieck ran – oder vielleicht besser: er muss! D

en Kasseler Anhängern scheinen die befreundeten Timmendorfer fast leid zu tun. Sie singen: „Wir sind alle Eishockey-Fans.“ Rieck und seine Vorderleute wehren sich dann auch tapfer. Es dauert immerhin bis zur 27. Minute, ehe der Goalie erstmals den Puck aus dem Netz fischen muss. Wieder ist es die überragende zweite Angriffsreihe der Gäste. Wieder ist es Snetsinger, der trifft.

Und einmal dürfen Sie raten, wer es in der 35. Minute nach dem nächsten Konter zweistellig macht? Natürlich: Es ist Brad Snetsinger mit seinem fünften Tor im Spiel!

Später gibt es dann zumindest etwas Linderung für die Timmendorfer Eishockey-Seele, Tibor Ugar trifft in der 37. Minute in Überzahl, bekommt Beifall sogar von den Kasselern. Das gilt allerdings nicht für Jan Pantkowski. Als Egen auch die vierte Reihe einsetzt, leistet der Stürmer sich ein Foul an der Bande , kassiert eine Spieldauerstrafe (39.). Unnötig war das, aber natürlich ohne Auswirkungen. Am Ende siegen die Huskies, im letzten Drittel mit Adam Ondraschek im Tor, 14:1. Und weil der Erfolg vom Freitag durch den Sieg Leipzigs gegen Duisburg nachträglich noch aufgewertet wird, sind die Huskies als einziges Team der Vierergruppe ungeschlagen. Vieles deutet darauf hin, dass es dabei auch bleiben wird.

Von Frank Ziemke

Bilder von der Begegnung

Huskies besiegen Beachboys vom Timmendorfer Strand

SR: Linnek (Berlin), Z: 1042, Tore: 0:1 (1:42) Snetsinger (Schwab), 0:2 (2:18) Klinge (Sikora), 0:3 (6:41) Klinge (Sikora), 0:4 (13:31) Albrecht (Kreuzer, Engel), 0:5 (16:02) Wiecki, 0:6 (17:20) Snetsinger (Doyle), 0:7 (17:31) Schwab (Snetsinger, Doyle), 0:8 (19:13) Snetsinger (Loboda - 4:5), 0:9 (26:17) Snetsinger (Doyle, Schwab), 0:10 (35:00) Snetsinger (Doyle), 1:10 (36:18) Uglar (Schnabel, Meyer - 5:4), 1:11 (37:26) Kreuzer (Albrecht, Wiecki), 1:12 (43:21) Valenti (Klinge - 4:5), 1:13 (44:45) Kreuzer (Heinrich), 1:14 (52:00) Heinrich (Valenti -5:4), Strafminuten: Timmendorf 12 - Kassel 10 + 5 + Spieldauer Pantkowski.

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Quelle: HNA

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