Video und Fotos: So war die Eishockey-Nacht der Legenden

Kassel. Trotz Weihnachten und Silvester: Für die Huskies-Fans war am Mittwoch der größte Festtag - besser: die größte Festnacht, nämlich die Nacht der Legenden. Oder gibt es etwa ein schöneres Geschenk als Mike Millar und Tobias Abstreiter gemeinsam auf dem Eis zu erleben?

Der Vizemeister von 1997 und Käpt‘n Tobi: Das ist, als hätten Mick Jagger und John Lennon in einer Band gespielt. Doch die bestens gelaunten 5127 Fans feierten nicht nur Millar und Abstreiter. Gemessen am Jubel bei der Vorstellung dürfen sich auch Milan Mokros, Herbert Heinrich, Shane Tarves, Andi Loth, Örjan Lindmark, Roger Öhman und Sepp Kontny als Ikonen des Kasseler Eishockeys fühlen.

Fotos: Eishockey-Legenden in Kassel

Eishockey-Nacht der Legenden in Kasseler Eissporthalle

Was dann kam war sehenswert, obwohl - natürlich - das Tempo dem Alter der Akteure angepasst war. Wer bald 60 ist, der glänzt eher mit präzisen Pässen als mit wildem Kampf in den Ecken oder schnellen Sprints. Und es war wohl kein Zufall, dass die ersten beiden Treffer von zwei relativ jungen Spielern erzielt wurden. Der 39-jährige Andi Loth, der damals in der DEL nur selten als Torjäger glänzte, brachte sein Team, das die blauen Trikots trug, in der fünften Minute in 1:0 in Führung, und Tobi Abstreiter erhöhte noch im ersten Drittel auf 2:0.

Fotos: Nacht der Legenden - Die Party danach

Nacht der Legenden: Die Party danach

In Abstreiters Mannschaft waren übrigens zwei ganz starke Torhüter der große Rückhalt. Ob die beiden 48-Jährigen Pavel Cagas und Sepp Kontny mit ihren Paraden eine Bewerbung für den Platz zwischen den Pfosten im Oberliga-Team der Huskies abgegeben haben?

Im Vergleich mit Abstreiter, Loth, Cagas und Kontny spielte Mike Millar zunächst eine unauffällige Rolle. Kein Wunder, denn der Toptorjäger der Vizemeister-Mannschaft von 1997 muss sich mit einem künstlichen Hüftgelenk mittlerweile vorsichtig über die Eisfläche bewegen.

Kurzclip von der Nacht der Legenden

Im zweiten Drittel war dann zunächst auf beiden Seiten jeder Schuss ein Treffer, während der 53-jährige Herbert Heinrich als Verteidiger im weißen Trikot mit zwei Vorlagen glänzte. Und natürlich muss an einem Festtag auch Shane Tarves unter den Torschützen auftauchen. Der Treffer, den der 56-jährige Stürmer des weißen Teams zum 5:5 erzielte, wurde von den Fans besonders enthusiastisch gefeiert.

Auch weil Ralf Hartfuß lieber seine Späße machte, statt den Puck ins Tor zu schießen, ging es mit dem 6:5-Zwischenstand für das weiße Team in die zweite - von einigen Akteuren wohl heiß ersehnte - Pause. Fünf Minuten vor der Schlusssirene liegt das blaue Team mit 11:10 in Führung, als Pavel Cagas und Sven Valenti ihren großen Auftritt haben.

Huskies lassen die Hüllen fallen: Kalenderbilder aus dem Jahr 2000

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Cagas dreht sein Tor um, und Valenti trifft mit Hilfe der Bande von hinten ins Netz. An einem solchen Abend zählt auch so ein Treffer. Es steht 11:11, die Fans singen: „Oh, wie ist das schön, sowas hat man lange nicht gesehen“ und sehen ein Penaltyschießen. Bei dem geht es natürlich auch nicht immer verbissen zu, und die begeisterten Fans sehen das erste Penaltyschießen der Eishockey-Geschichte, in dem kein Sieger ermittelt wird. Gewonnen haben an diesem Abend alle.

Von Gerd Brehm

Quelle: HNA

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