Etat wird gesenkt: KSV plant mit 1,8 Millionen Euro

Kassel. Es gab auch Positives zu vermelden aus dem Zahlenwerk des KSV. Als Klaus Schüttler, Finanzvorstand der Löwen, den Jahresabschluss 2011 erläuterte, überraschte er erst einmal mit gestiegenen Einnahmen - um 150.000 Euro auf insgesamt 2,4 Millionen.

Die Gründe dafür lagen vor allem in gestiegenen Sponsoreneinnahmen sowie im lukrativen Pokalspiel gegen Fortuna Düsseldorf. Am Ende des sportlich missratenen Jahres stand so nach Abzug der Ausgaben nur ein überschaubares Minus von rund 17.000 Euro.

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Das war es aber auch schon mit dem Erfreulichen. Die Finanzen des KSV sind alles andere als rosig. Das wird vor allem deutlich beim Blick auf die Restsaison 2012. Der dramatische Rückgang bei den Zuschauerzahlen (Saisonschnitt 720 zahlende an der Tageskasse) hat ein zusätzliches Loch von 160.000 Euro in der Kasse hinterlassen. Die muss Schüttler nun zusammen mit Verbindlichkeiten aus den Vorjahren in ungenannter Höhe durch private Darlehen ausgleichen. Für diese Darlehen standen im Wesentlichen Mitglieder des Aufsichtsrates ein. „Ich bin froh, dass ich hier auf offen Ohren gestoßen bin. Ansonsten wären meine Sorgen größer“, erklärte Schüttler.

Die Hoffnung des Finanzchefs richtet sich vor allem auch auf das Freundschaftsspiel gegen Meister Borussia Dortmund, dessen Termin noch nicht feststeht. Klar ist aber: Die Borussia hat zugesagt. Auch wenn die Partie im Zuge der Verpflichtung von Rüdiger Abramczik als Sportlichem Leiter zustande kam, ist sie offenbar nicht an die Zukunft Abramcziks in Kassel gekoppelt. Schüttler hofft, dass die Unterdeckung der abgelaufenen Saison durch die Partie gedeckt werden kann.

Die finanziellen Rückschläge haben natürlich Folgen: Aus Gründen der Planungsvorsicht wurde der Etat für die kommende Saison auf das Niveau der Spielzeit 2009/2010 zurückgefahren. Schüttler veranschlagt rund 1,8 Millionen Euro. Auch der erwartete Zuschauerschnitt wird nur noch bei 1300 Tageskarten angesetzt.

Sollte in der Saison ein Überschuss entstehen – sei es durch steigende Zuschauerzahlen oder durch höhere Sponsoreneinnahmen – will Schüttler diesen gerne für den Darlehens-Abbau nutzen. Aber auch eine personelle Aufstockung des Kaders ist dann möglich. (frz)

Quelle: HNA

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