HNA-Kommentar

Fehlende Schiedsrichter: Warum der KSV schön geschlafen hat 

+
Bild mit Symbol-Charakter: Schiedsrichter Joshua Herbert (Nüsttal) zeigt KSV-Spieler Adrian Bravo-Sanchez (KSV Hessen Kassel) die Gelbe Karte. 

Dem KSV Hessen droht der Abzug von bis zu fünf Punkten. Der Grund: Die Löwen haben das Schiedsrichter-Soll nicht erfüllt. Da hat der Verein geschlafen, kommentiert HNA-Sportchef Frank Ziemke. 

Der gestrige Tag hätte ein guter sein können für den KSV Hessen. VW ist zurück bei den Löwen. Das ist ein wichtiges Signal für den Hessenligisten. Fußball im Auestadion ohne VW, das war ja lange Zeit undenkbar. Nun ist der frühere Hauptsponsor wieder da. Wichtiger als die Höhe der finanziellen Zuwendung ist dabei vor allem: Beide Seiten sind auf einander zugegangen. Gut so.

Dass der Tag dann aber nicht uneingeschränkt gut wurde, das ist hausgemacht. Der Punktabzug wegen Nichterfüllung des Schiedsrichter-Solls lässt nur einen Schluss zu: Da wurde bei den Löwen ganz schön geschlafen. Dass Vorstand Jens Rose nicht drumherum redet, sondern Schuld eingesteht und künftig selbst vorangehen will, ehrt ihn. Trotzdem bleibt: Dass der KSV weit unter der Sollzahl von sechs Unparteiischen liegt und niemand im Klub rechtzeitig reagierte, ist ein Zeichen für mangelnde Kommunikation und Schwächen in der Aufgaben-Verteilung.

Eine Schwäche, die – und das ist das eigentlich tragische – die Mannschaft und ihr Trainer ausbaden müssen. Wie schon im Vorjahr werden sie ohne eigenes Fehlverhalten entscheidend geschwächt.

Was den Blick aber auch auf den Verband wirft. Die Regelung, eine Schiedsrichter-Problematik lösen zu wollen, indem man in sportliche Entscheidungen eingreift, ist nicht nur seit Langem umstritten. Sie ist komplett unsinnig.

Quelle: HNA

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare