19.30 Uhr gegen Verfolger

Kassel Huskies im Heimspiel gegen Ravensburg unter Druck: Finden sie ihren Schwung wieder?

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Auf der Suche nach dem richtigen Schwung: Toni Ritter, der in dieser Szene zu einem Sprint ansetzt.

Kassel. Sie stehen zwar auf Rang vier der DEL2. Sie haben zwar sieben von zwölf möglichen Punkten aus den letzten vier Spielen geholt. Und doch: Es läuft nicht rund bei den Kassel Huskies.

Auch an der Mannschaft geht das nicht spurlos vorüber. „Das macht uns ja auch keinen Spaß. Da müssen wir raus. Und da kommen wir gemeinsam raus“, bekennt Torhüter Markus Keller. Dabei gibt’s nicht die eine große Baustelle. „In jedem Spiel fehlt es an etwas anderem“, verdeutlicht Keller die aktuelle Situation. Ein Überblick über die Knackpunkte, die mehr denn je vor dem heutigen richtungsweisenden Spiel in den Blickpunkt rücken.

Der gefährliche Gegner

Markus Keller

Mit Ravensburg kommt die Mannschaft der Stunde aus der DEL2 (19.30 Uhr, Eissporthalle). Die Towerstars tankten mit ihren Siegen gegen Kaufbeuren und Spitzenreiter Bietigheim am vergangenen Wochenende reichlich Selbstvertrauen. Und: Sie sind der direkte Verfolger der Huskies, der zwar ein Spiel mehr absolviert hat als die Kasseler, aber mit einem Erfolg heute die Gastgeber von Rang vier verdrängen könnte. Vor allem aber sind die schnellen Towerstars mit der torgefährlichsten Offensive der Liga ausgestattet, die die zuletzt nicht immer sattelfeste Defensive der Huskies vor Probleme stellen könnte. „Es ist ein Sechs-Punkte-Spiel“, sagt Keller deshalb nicht ohne Grund.

Die fehlende Konstanz

Das Hauptmanko der Kasseler derzeit: „Wir müssen solider werden“, drückt es Stürmer Toni Ritter aus. Für Trainer Rico Rossi liegt eine Ursache im Passspiel. „Nicht die Entscheidungen sind das Problem, sondern die Ausführung. Dass dieser oder jener Pass nicht ankommt, das ist das Problem.“ Daran arbeiten lässt sich vor allem im Training. Dafür allerdings bleibt beim teils eng gestrickten Spielplan in diesen Tagen weniger Zeit.

Läuft es in einer Mannschaft nicht rund, versuchen die Trainer, über Umstellungen neue Impulse zu setzen. Da sind die Huskies derzeit noch auf der Suche nach der Idealbesetzung für die Playoffs. Das Puzzlespiel geht heute weiter. „Es gibt Veränderungen in der Aufstellung. Und wir werden was Neues in Überzahl machen“, kündigt Rossi an.

Der fehlende Torriecher

Eigentlich ist die Rechnung ganz einfach: „Wir müssen die Zügel wieder in die Hand nehmen und uns über Tore das Selbstvertrauen zurückholen“, sagt Keller. Das wissen auch die, die dafür verantwortlich sind. Toni Ritter etwa, der zuletzt gegen Freiburg traf und in den vergangenen vier Partien ohne Treffer blieb. „Klar hätte ich mir persönlich gewünscht, dass es besser läuft“, gibt er zu.

Eine konkrete Erklärung, was die Ursache für seine Torkrise sein könnte, hat er nicht parat. „Als Stürmer hast du solche Phasen. Manchmal fühlst du dich richtig schlecht und triffst, manchmal ist es genau andersrum.“

Beim 1:2 gegen den SC Riessersee habe die Mannschaft nicht schlecht gespielt, machte aber aus der Zahl der Torschüsse einfach zu wenig. „Wir müssen die positiven Dinge aus diesem Spiel mitnehmen. Dann bin ich zuversichtlich, dass es wieder besser läuft. Weil ich weiß, dass wir die Qualität im Team haben und auch ich fit und bereit bin, wieder Tore zu schießen.“

Quelle: HNA

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