Bundesliga-Handballer müssen sich auf lange Durststrecke einstellen

Finstere Aussicht für MT

Düstere Wolken über der MT: Auch in den nächsten Wochen winken dem Team kaum Punktgewinne. Illustration: Eull

Melsungen. Im Training treten sie die Flucht nach vorn, abseits davon die Flucht in Durchhalteparolen an. Einerseits nutzen die Bundesliga-Handballer der MT Melsungen die spielfreie Woche dazu, um die Defizite auszumerzen.

Andererseits setzen sie auf die Karte Ruhe. Aufsichtsratsvorsitzende Barbara Braun-Lüdicke, der Sportliche Leiter Alexander Fölker sowie Trainer Matjaz Tominec stellen sich demonstrativ vor die Mannschaft. „Wir haben nicht schlecht gearbeitet. Ich weiß, was wir können“, erklärt der slowenische Coach. Nur: Mit weiteren Niederlagen auch gegen schier übermächtige Konkurrenten wächst der Druck aufs Team. Und das Programm bis Heiligabend ist hart. Ein Ausblick:

Dienstag, 28. September: Melsungen wird sich nach Kräften wehren, aber die Heimniederlage gegen Meister Kiel nur in Grenzen halten können. Punkte: 0:10.

Dienstag, 5. Oktober: Alles andere als eine Niederlage gegen Flensburg wäre eine Überraschung. Gegen die Norddeutschen sprang für die MT noch nie etwas Zählbares heraus. Punkte: 0:12.

Freitag, 8. Oktober: Bei wiedererstarkten Magdeburgern ist für die Melsunger in ihrer derzeitigen Form nichts zu holen. Auch wenn Alexandros Vasilakis sicherlich auf den Einsatz an alter Wirkungsstätte brennt. Punkte: 0:14.

Freitag, 15. Oktober: Die Nordhessen sind zwar zu Hause in der Lage, an einem guten Tag dem TV Großwallstadt beizukommen. Beim Auftritt in Aschaffenburg droht die MT leer auszugehen. Punkte: 0:16.

Sonntag, 24. Oktober: Gegen Hamburg sieht Melsungen immer gut aus. Allerdings wird es für eine Überraschung nicht reichen. Dafür ist Hamburg selbst für eine gute MT zu gut. Punkte: 0:18.

Mittwoch, 3. November: Trotz Andrej Klimowets, dem Ex-Löwen: Alles andere als eine Niederlage bei den Rhein-Neckar Löwen wäre eine Sensation. Punkte: 0:20.

Mittwoch, 10. November: Gegen Göppingen könnte Melsungen auf Augenhöhe sein. Bis dahin wird Michael Schweikardt womöglich so gut integriert, dass er gegen seinen Ex-Klub geschickt Regie führt. Ein Zähler ist drin. Punkte: 1:21.

Sonntag, 14. November: Gummersbach liegt der MT nicht. Zumal der VfL mit Trainer Sead Hasanefendic einen Taktikfuchs besitzt, der Melsungen seither unlösbare Rätsel aufgibt. Punkte: 1:23.

Mittwoch, 17. November: Der erste Sieg ist drin: Tominecs Schützlinge punkten in Friesenheim. Punkte: 3:23.

Mittwoch, 24. November: Die Aufholjagd geht weiter. Am viertletzten Spieltag der Hinserie könnte Melsungen mit einem Heimsieg über den TBV Lemgo ein Ausrufezeichen setzen. Punkte: 5:23.

Mittwoch, 1. Dezember: Die MT tut sich wie immer schwer in Balingen – und verliert. Punkte: 5:25.

Samstag, 18. Dezember: Auch wenn bei Ahlen-Hamm mit Marcus Hock ein früherer Melsunger auf das Duell mit seinem Ex-Klub brennt, ist die MT Favorit. Punkte: 7:25.

Mittwoch, 22. Dezember: Mit dem Ex-Wetzlarer Michael Allendorf kann sich Melsungen in eigener Halle im Derby gegen die HSG behaupten, steckt aber selbst dann nach wie vor in akuter Abstiegsnot. Punkte: 9:25.

Von Björn Mahr

Quelle: HNA

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