Heute Trainingsauftakt

Felix Schäfer ist der einzige Neue beim KSV Hessen

Wechselt zum KSV Hessen: Felix Schäfer kommt vom KSV Baunatal. 
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Wechselt zum KSV Hessen: Felix Schäfer kommt vom KSV Baunatal. 

Einmal stand Felix Schäfer schon für den KSV Hessen Kassel in der Regionalliga Südwest auf dem Platz.

Kassel - Am 14. September 2013 wurde er mit damals 18 Jahren in der 86. Minute für Christian Henel eingewechselt. Er holte sich noch eine Gelbe Karte ab. Die Partie endete 0:0. Gegner war der SSV Ulm. Im Sommer 2014 wechselte Schäfer dann nach Baunatal. Nun kehrt er zurück. Und ist bislang der einzige Neuzugang der Löwen.

Das hängt natürlich auch mit der Corona-Pandemie zusammen. Der KSV hofft noch auf einen oder zwei neue Spieler. Er wird aber auch froh sein, mit dem mittlerweile 24 Jahre alten Schäfer einen Transfer unter Dach und Fach zu haben. Wenn die Löwen heute mit der Vorbereitung auf die kommende Saison in der Fußball-Regionalliga beginnen, wird der 1,96 Meter große Schäfer seine erste Einheit absolvieren.

Unbekannt sind ihm die neuen Kollegen natürlich nicht: „Mit ein paar Jungs habe ich zusammen in der Jugend beim KSV Hessen gespielt. Marco Dawid und Nael Najjar zum Beispiel“, sagt Schäfer. „Mit Adrian Bravo Sanchez bin ich zur Schule gegangen. Und Ingmar Merle kenne ich ja aus Baunatal.“

Schäfer, der in der Innenverteidigung und im zentralen Mittelfeld spielen kann, bringt mit seiner Körpergröße etwas mit, das den Löwen gerade weiter vorn auf dem Feld fehlte.

„Die Aufgabe, die da auf mich wartet, ist aber auch eine Ecke größer“, sagt der 24-Jährige. „Beim KSV gibt es eine andere Erwartungshaltung. Ich habe Bock darauf. Ich hoffe, dass ich mich beweisen kann, ich traue es mir zu.“ Er habe sich in den vergangenen zwei Jahren immer mal wieder mit einem Wechsel beschäftigt, es habe mehrere Gespräche mit KSV-Vorstandsmitglied Jens Rose gegeben, sagt er.

Nun hat es geklappt. Und irgendwie hat Schäfer ja auch eine familiäre Verpflichtung. Sein Opa Holger Brück und sein Vater Claus Schäfer spielten für die Löwen, sind immer noch im Verein aktiv. „Durch die familiäre Verbindung ist der Kontakt nie abgerissen. Aber ich hätte mich auch ohne die nicht gegen einen Wechsel entschieden“, sagt der 24-Jährige, der in Heiligenrode wohnt und demnächst sein duales Studium abschließt, derzeit seine Bachelorarbeit schreibt.

Schäfer ist sich aber auch bewusst, dass er zu einer Mannschaft stößt, die seit Oktober des vergangenen Jahres kein Pflichtspiel mehr verloren hat. „Das wird sicherlich nicht so leicht, sich da einen Platz zu erkämpfen. Aber ich möchte mich im Training so einbringen, dass der Trainer irgendwann nicht mehr an mir vorbeikommt.“

Der Trainer, das ist Tobias Damm, mit dem Schäfer schon zu Beginn der Corona-Pause Kontakt hatte. Wie alle anderen Spieler hat er den Plan des KSV für diese Zeit bekommen und bewältigt. Seinen Abschied aus Baunatal hat er sich nach sechs Jahren aber etwas anders vorgestellt. „Das hat so schon wehgetan. Ich verstehe mich mit den Jungs super. Das sind keine Teamkameraden mehr, das sind viele gute Freunde. Ich werde mir aber auch in Zukunft Spiele von Baunatal anschauen. Das ist nicht komplett aus meinem Leben raus“, sagt Schäfer.

Und so kam er vielleicht auch an Stichelein vorbei. „Dass ich irgendwann diesen Schritt gehe, hat sicherlich keinen überrascht. Aber es hätte bestimmt den einen oder anderen Spruch gegeben“, sagt Schäfer schmunzelnd.

Spielen wird er nun aber für den KSV Hessen Kassel in der Regionalliga Südwest. Der SSV Ulm auch in der kommenden Saison einer der Gegner des Aufsteigers sein. Der bislang einzige Neue der Löwen wird dann sicherlich dabei sein.

Der Kader des KSV Hessen: 

Tor: Maximilian Zunker, Nicolas Gröteke, Jonas Labonte, Niklas Hartmann (hat noch keinen neuen Vertrag unterschrieben) 

Abwehr: Alexander Mißbach, Kevin Nennhuber, Tim Brandner, Nael Najjar, Luis Allmeroth, Ingmar Merle, Leonardo Zornio, Sergej Evljuskin 

Mittelfeld: Frederic Brill, Adrian Bravo Sanchez, Marco Dawid, Felix Schäfer, Serkan Durna, Alban Meha, Brian Schwechel 

Angriff: Mahir Saglik, Sebastian Schmeer, Jon Mogge, Marcel Fischer, Lukas Iksal 

Zugänge: Felix Schäfer (KSV Baunatal), Leonardo Zornio (eigene U19) 

Abgänge: Nasuf Zukorlic, Jan-Philipp Häuser (Türk Gücü Friedberg), Hüseyin Cakmak, Luca Wendel (TSV Wabern), Michal Voss (KSV Hessen II), Nils Twardon (KSV Hessen II), Valdrin Kodra (KSV Hessen II)

Quelle: HNA

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